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ERBLICH

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

ERBLICH adj.

Bd. 8, Sp. 1615
ERBLICH adj.ahd. arblîh, mhd. erb(e)lich. mnd. erflik; mnl. erfelijc, nnl. erfelijk. abl. von erbe n. vereinzelt in glossen des 10. jhs., danach ab dem 13. jh. zunächst wmd.-mnd.; häufig rechtlich. 1 vererbbar, auch für die erben verbindlich; hauptgebrauch: 10.jh. testamentario arplihemo ahd. gl. 2,132,53 S./ S. 1270 vort hain wir gesichirt vmbe vnse erfliche reit in deme dorp zuͦ Lynse corp. altdt. originalurk. 1,181 W. ⟨u1330/40⟩ ouch gab er dô Albrechte/ sîme sune erbelîch/ daz herzoctûm zu ̂Ostirrîch Nicolaus v. Jeroschin kronike 18088 S. ⟨u1414⟩ da musten dy von Ysenach hulden erblichin (für immer) Rothe eisenacher chr. (1753)98. 1568 die aber auff den herren hoffen, die werden die erd erblich besitzen Reiszner psalmb. 55a. 1646 dann uns mit dem herrn pfalzgrafen erblich und ewig zu vergleichen .., ist uns .. bedenklich urk. u. actenstücke Friedrich W. v. Brandenburg 4,212. 1714 ohnerachtet die wapen bereits erblich worden Trier wapen-kunst 201. 1854 ein reorganisirtes Polen mit einem erblichen königthum Häusser dt. gesch. 1,420. 1973 daß die übertragenen lehen faktisch und schließlich auch rechtlich erblich wurden Schlangen demokratie 19. 2 erbfähig, berechtigt zur vererbung seines amtes, seiner funktion an seine nachkommen: 1286 ich han och gelobt .. stete ze habenne iemer me fivr mich vn̄ mine erbelichen nahkomen ælliv div reht corp. altdt. originalurk. 2,185 W. ⟨1331/5⟩ erbliche herren, ir sit/ schuldic im zu aller zit/ vride, genade schaffen Daniel 1823 DTM. 1457 so ain yeder erblich lanndesfürst in sein stet .. einzeucht font. rer. austr. III 1,115. 1534 sy hetten an dem künig Demetrio den rechten erblichen künig vberkommen Boner Plutarch 97a. 1671 sein fürsatz, seinen ältesten sohn .. erblich zu machen Pinto, reisen 161. ⟨1724⟩ so fiengen sich auch unter der hand die grafen an, erblich zu machen Struve reichs-hist. (1732) 1/9,333. 1844 unter diesen erblichen fürsten wurden landesherrn, regenten verstanden Stängel postwesen 79. 1901 eine erhebliche verminderung erlitt die zahl der reichsglieder durch den reichsdeputationshauptschluß von 1803, der die erblichen reichsfürsten für die verluste entschädigte, die sie durch die abtretung des linken rheinufers an Frankreich erlitten hatten Brunner grundzüge 256. 1948 der brahmanische minister, der als erblicher hausmeier die regierung führte Glasenapp welt 47. 3 angeboren, durch erbanlagen festgelegt: ⟨1517⟩ vrsach das diser gebrest (aussatz) erblich ist Fries artzny (1519)175a. 1677 so sollen die jenigen .. sich von solcher erblichen pestilentzischen seuche .. hütten Butschky Pathmos 7. ⟨1760⟩ naturkräfte .., welche nach ihrer wirksamkeit gewisse angeborene, erbliche und unentbehrliche kunstfertigkeiten in sich halten Reimarus triebe (1762)349. ⟨v1864⟩ die charaktere jener sogenannten racen sind erblich Kabsch pflanzenleben (1865)445. 1909 bei einem großen prozentsatz der morde lassen sich anfälle epileptischen wahnsinns nachweisen; meistens infolge erblicher belastung Lindau ausflüge 53. 1973 ursachen des kindlichen autismus .. man zieht erbliche veranlagung .. in betracht Hassenstein verhaltensbiologie 133.Rahnenführer
3140 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erblichAdj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    erblich , Adj. Vw.: s. erbelich

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrblich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êrblich , adj. et adv. von dem Hauptworte das Erbe. 1) So eigenthümlich, daß man es auf andere vererben kann. Etwas erbl…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    erblich

    Goethe-Wörterbuch

    erblich 1 jur a erbbar, (erbrechtl) übertragbar [ betr Hamlet ] Das Recht zur Krone war nicht e., und doch hätte ein län…

  4. modern
    Dialekt
    erblichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    erblich Adj. : 1. 'sich vererbend', eʳblich (äʳbliχ) [verbr.]. Dummheit is e. [nördl. VPf, verbr.]. a. 1400 (1560): auß …

  5. Spezial
    erblichadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    erblich , adj унаследованный , п → FiloSlov ererbt, adj

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erblich

20 Bildungen · 3 Erstglied · 12 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von erblich 2 Analysen

er- + blichen

erblich leitet sich vom Lemma blichen ab mit Präfix er-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: erb+-lich

erblich‑ als Erstglied (3 von 3)

Erbliche Krankheiten

Herder

Erbliche Krankheiten , Vererbung der Krankheiten, die Thatsache, daß gewisse Krankheiten und Fehler in gewissen Familien auffallend häufig s…

erblîchen

Lexer

erb·lichen

er-blîchen stv. II. BMZ erblassen, verbleichen Nib. Parz. Wig. Loh. (5567. 6405). Er. 5721. Bit. 8792. Troj. 15575. j.Tit. 5577. 5966. daʒ n…

erblich als Zweitglied (12 von 12)

ansterblich

DWB

anst·erblich

ansterblich , morte obtingens: die wal und ansterblich erb gab disen sibenzehenden keiser Marcum Antonium zuogenampt Verum. Frank chron. 138…

land(s)verderblich

Idiotikon

land(s)verderblich Band 13, Spalte 1434 land(s)verderblich 13,1434

landverderblich

DWB

land·verderblich

landverderblich , adj. verderblich für ein ganzes land, höchst verderblich: vom anfange dieses seculi bisz auf den landverderblichen krieg (…

lǖtverderblich

Idiotikon

lǖtverderblich Band 13, Spalte 1434 lǖtverderblich 13,1434

sterblich

DWB

sterb·lich

sterblich , adj. und adv. , mhd. sterblich Lexer 2, 1179 . zwar schon im 12. jh. ( Straszb. Alex., s. u. ) belegt, aber erst seit dem 16. jh…

unsterblich

DWB

unst·erblich

unsterblich , adj. adv. , gth. v. sterblich, immortalis, ἀθάνατος , wird erst im 16. jh. üblicher zum ersatz des veraltenden gemeingerm. unt…

unverderblich

DWB

unverderblich , adj. adv. , gth. v. verderblich. incorruptibilis Diefenbach gl. 293 c . mhd. unverderplich; mnl. onverdervelijc, nl. onverde…

verderblich

DWB

verderb·lich

verderblich , adj. verderben bringend, vom verderben heimgesucht, mhd. nicht belegt, doch wohl vorhanden, vergl. verdërbelicheit Lexer 3, 93…

waldverderblich

DWB

wald·verderblich

waldverderblich , adj. den wald schädigend. Campe : das plaggenhauen ist verboten. wer aber dazu berechtigt ist, der darf ... sein recht noc…

Ableitungen von erblich (5 von 5)

erblîche

BMZ

erblîche stv. erblasse, verliere den glanz. vil hart er irbleich Gen. fdgr. 2,25,32. sîn varwe was erblichen Nib. 2006,1. sîn munt was ouch …

unerblich

DWB

unerblich , adj. , nicht erblich. nl. onerfelijk: wie bapst Bonifacius .. das römisch reich unerblich macht Loher 1514, 98 a ; ein unerblich…

unerblichen

Lexer

un-erblichen part. adj. nicht verblichen, glänzend. von golde unerblichen ein schœniu krône dar ûf lac Heinz. 208. zwei ougen gar unerbliche…

vererblich

DWB

vererblich , adj. was vererbt wird, vererbt werden kann: vererbliche güter; unvererblich. Campe.

vererblichen

DWB

vererblichen , verb. erblich machen. Heinsius 4, 1282 .