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empfindlich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

empfindlich

empfindlich

empfinden Vb. ‘sinnlich wahrnehmen, fühlen, spüren, (leidend) erfahren’, ahd. intfindan (9. Jh.), mhd. enphinden, entvinden, Präfixbildung (s. ent-) zu dem unter finden (s. d.) behandelten Verb in unterschiedlichen Verwendungen für Vorgänge der sinnlichen Wahrnehmung wie für psychische Erlebensweisen. – empfindlich Adj. ‘leicht erregbar, anfällig, spürbar’, ahd. intfindlīh ‘leidensfähig, leidend’ (um 1000), mhd. enphintlich ‘mitfühlend, fühlbar’, also dem Verb in unterschiedlichen Auffassungen folgend, einmal ‘fühlbar, (leicht, stark) zu empfinden’ (empfindlicher Frost), wozu sich ein adverbialer Gebrauch ‘stark, sehr’ (empfindlich kalt) stellt, dann ‘leicht empfindend, der Empfindung fähig’, was sich zu ‘anfällig’ weiterentwickelt; ein Teil dieser Verwendungen wird im 18. Jh. von empfindsam (s. unten) übernommen. Empfindlichkeit f. ‘Verletzlichkeit, Feinfühligkeit, Anfälligkeit’, spätmhd. enphintlīcheit ‘Wahrnehmung durch das Gefühl’. empfindsam Adj. ‘zartfühlend, gefühlvoll’, im 18. Jh. für gleichbed. engl. sentimental verwendet und zusammen mit dem folgenden Substantiv zum Modewort werdend; durchgesetzt seit Bodes Übersetzung (1768) von Sternes “A Sentimental Journey through France and Italy” (Yoricks empfindsame Reise); vgl. Feldmann in: ZfdWf. 6 (1904/5) 306 f. Empfindsamkeit f. ‘Zartgefühl, Feinfühligkeit’ (18. Jh.), insbesondere Bezeichnung für eine von England ausgehende Strömung starker Gefühlsbetonung. Empfindung f. ‘Wahrnehmung, Gemütsbewegung, Gefühl’, spätmhd. enphindunge.
1510 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Empfindlich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Empfindlich , -er, -ste, adj. et adv. 1) Fähig, leicht zu empfinden; besser empfindsam. Das Auge ist sehr empfindlich, e…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    empfindlich

    Goethe-Wörterbuch

    empfindlich ungefähr je ein Viertel der 130 Belege in A2 u B2 A als Beeinträchtigung, Verletzung uä wahrgenommen od wahr…

  3. modern
    Dialekt
    empfindlichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    empfindlich Adj. : 1. 'leicht negativ reagierend'. a. 'schnell Schmerzen empfindend'; e empfindlicheʳ Mage (Magen) [ NW-…

  4. Sprichwörter
    Empfindlich

    Wander (Sprichwörter)

    Empfindlich Wer zu empfindlich ist, wird oft beleidigt. – Körte, 1102. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Er ist empfindlich w…

  5. Spezial
    empfindlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    emp|find|lich I adj. 1 (leicht reagierend, z.B. Haut) sensibl (-i, -a), zite (ziti, zitia) 2 (von Personen) sensibl (-i,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit empfindlich

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von empfindlich 3 Analysen

emp- + findlich

empfindlich leitet sich vom Lemma findlich ab mit Präfix emp-.

Alternativen: emp-+finden+-lich empfindeln+-lich

empfindlich‑ als Erstglied (4 von 4)

empfindlichkeit

DWB

empfindlich·keit

empfindlichkeit , f. sensus. Maaler 102 a . mhd. wb. 3, 319 b . 1 1) wahrnehmbarkeit: durch das angesicht wird die gegenwertigkeit in der sc…

empfindlichkeit

FWB

1. ›Reizbarkeit; Fähigkeit, (Sinnes)reize wahrzunehmen, auf Reize zu reagieren‹; in Texten der Mystik auch speziell: ›Empfänglichkeit, Zusta…

empfindlich als Zweitglied (1 von 1)

unempfindlich

DWB

unempfindlich , adj. adv. , insensilis, insensibilis, gegentheil von empfindlich . ahd. uninphindantlîho; unenphintlich Suso ; unempfindtlic…

Ableitungen von empfindlich (1 von 1)

unempfindlich

DWB

unempfindlich , adj. adv. , insensilis, insensibilis, gegentheil von empfindlich . ahd. uninphindantlîho; unenphintlich Suso ; unempfindtlic…