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ekeln

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ekeln

ekeln

Ekel m. ‘Abscheu, heftiger Widerwille’, im 16. Jh. vom Md. ausgehend (öfters bei Luther); wohl Substantivbildung zu ekeln (s. unten). Die Herkunft ist nicht geklärt. Bedeutungsnah stehen sich das wohl dem nd. md. Bereich entstammende Adjektiv ekel, auch eikel, und obd. heikel (s. d.) gegenüber, wobei der h-Anlaut, ähnlich wie bei heischen (s. d.), prothetisch hinzugetreten sein könnte, sofern man für heikel nicht eine andere Herleitung vorzieht. Nicht sicher gedeutet ist auch das Verhältnis von ekeln zu dem im Alem. neben erken bezeugten erkeln, erkelen (16. Jh.), vgl. noch schweiz. erggelen ‘physischen Widerwillen auslösen’. Hierzu gehört das vereinzelt bezeugte mhd. erklich ‘ekelhaft’. Das lange ē der Stammsilbe ist wohl im Nd. und Md. kontrahiert aus germ. ai (obd. ei). Die bis ins 18. Jh. festgehaltene Schreibung Eckel weist auf Nebenformen mit ursprünglicher Doppelkonsonanz. Ekel bezeichnet einen hohen Grad der Abneigung und wird weithin eingeengt auf die Bedeutung ‘Reiz zum Erbrechen’. Seit dem 18. Jh. wird Ekel n. umgangssprachlich für ‘widerwärtiger, ekelhafter Mensch’ gebraucht. – ekeln Vb. reflexiv ‘Ekel empfinden’; vgl. mnd. (vom Ostfäl. ausgehend) ēkelen, ēchelen ‘verdrießen, nicht gefallen, widerwärtig sein’. Die Schreibung mit ch kann im Mnd. für k stehen, aber auch auf den Übergang zu spirantischer Aussprache des k nach i (und e) hinweisen. Hd. (noch lange ausschließlich md.) seit dem 16. Jh. eckeln, daneben zunächst selten ekeln. Bei Luther auch im Sinne des mnd. vorherrschenden Gebrauchs ‘verdrießen, mißfallen, zuwider sein’. ekel Adj. ‘Ekel, Abscheu erregend, Ekel empfindend’ (daneben auch eckel); wie Ekel seit dem 16. Jh. bezeugt, in jüngerer Zeit veraltend. ekelhaft Adj. ‘Ekel erregend’, landschaftlich (südd.) auch ‘Ekel empfindend’, im 17. Jh. aufkommend. eklig Adj. ‘unangenehm, widerwärtig’ (17. Jh.).
1854 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êkeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekeln

    Goethe-Wörterbuch

    ekeln auch -ck-; nur in Jugendwerken a phys od psych Widerwillen empfinden, meist unpers ‘jdm ekelt es’ [ Satyros zu Her…

  3. modern
    Dialekt
    ekeln

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ekeln [èklə fast allg.; eglə Ri. ] unpers. ekeln: ’s hot m'r scho lang geekelt. intr. Er hat g'ekelt Ekel empfunden Ri. …

  4. Spezial
    ekeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ekeln I vb.intr. sgricé (-cia) II vb.refl. sich ekeln ti avëi le sgric (a valch); se sgricé (da valch); se dé na sgricia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekeln

27 Bildungen · 2 Erstglied · 21 Zweitglied · 4 Ableitungen

ekeln‑ als Erstglied (2 von 2)

Êkelnahme

Adelung

ekel·nahme

Der Êkelnahme , des -n, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschi…

ekelname

DWB

ekel·name

ekelname , m. cognomen infame, scheltname, spitzname, beiname, oname, mhd. âname: sîn rëhter name was Riwalîn, sîn âname was Kanêlengres. Tr…

ekeln als Zweitglied (21 von 21)

abhäkeln

DWB

abhäkeln , uncinos solvere, von haken oder häkchen lösen.

afhäkeln

MeckWBN

Wossidia MeckWB afhäkeln reifersprl. hecheln Ro Rostock@Kröpelin Kröp .

anekeln

DWB

ane·keln

anekeln , taedium, nauseam movere: es ekelt mich an; die sache begann alle leute anzuekeln; die bücher ekeln mich an. Göthe 16, 78 ; wie eke…

anhäkeln

DWB

anhäkeln , unco affigere, festigen: die thür anhäkeln, spitzen anhäkeln; figürlich, einen kunden anhäkeln. Gotter 3, 300 ; das geht nun frei…

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

Einbökeln

Adelung

Einbökeln , verb. reg. act. in den Bökel legen, mit Bökel begießen und darin verwahren, einsalzen. Fleisch einbökeln. Nieders. inpekeln. S. …

einhäkeln

DWB

ein·haekeln

einhäkeln , infibulare, infigere, inserere se: die thür einhäkeln; sich wie katzen einhäkeln.

einpökeln

DWB

ein·poekeln

einpökeln , muria condire, einsalzen, engl. pickle, noch nicht bei Henisch und Stieler : ich wollte dasz die leute, die philosophen wie man …

Forthäkeln

Adelung

fort·haekeln

Forthäkeln , verb. reg. act. Den Faden forthäkeln, bey den Spinnerinnen, ihn auf das folgende Häkchen in dem Flügel der Spule legen, welches…

häkeln

DWB

hae·keln

häkeln , verb. frequentativbildung zum verbum haken, oft, namentlich in ältern quellen, häckeln geschrieben, aus welcher schreibung jedoch n…

herausekeln

RDWB1

heraus·ekeln

herausekeln umg. (auch wegekeln) j-n ~ - избавиться от кого-л., спровадить кого-л., выжить кого-л. (напр., с работы)

mäkeln

DWB

mae·keln

mäkeln , verb. unterhändler sein; bekritteln. 1 1) das niederdeutsche wort, das mit dem ersten makeln nichts zu thun hat, eine weiterbildung…

verekeln

DWB

vere·keln

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…

verhäkeln

DWB

ver·haekeln

verhäkeln , verb. mittels häkel ( kleine haken ) verbinden. Adelung vers. 4, 1439 a ; sich verhäkeln, sich mit seinen häkchen verwickeln; vi…

zuhäkeln

DWB

zuhäkeln , v. , mit haken verschlieszen Kramer 1, 595 b ; Adelung : während Margot es ( d. kleid ) der gräfin überwarf, zuhäkelte und zuband…

Ableitungen von ekeln (4 von 4)

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

entekeln

DWB

entekeln , abigere nauseam. Stieler 358 .

urekeln

DWB

urekeln s. urigeln. —

verekeln

DWB

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…