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Ekeln

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Ekeln v., ntr., rec.

Bd. 1, Sp. 897b
Ekeln, v. I) ntr. mit haben. 1) Ekel erwecken, mit dem dritten Falle der Person. Der Zepter ekelt ihm, wie dem sein Hirtenstab. Haller. Wo aufgethürmte Speisen Im ekeln. — — Cronegk. Lessing verbindet es mit dem dritten Falle der Person und dem zweiten Falle der Sache. »Wer wird durch Mittheilung und Freundschaft die Sphäre (den Wirkungskreis) seines Lebens zu erweitern suchen, wenn ihm beinahe des ganzen Lebens ekelt?« Derselbe verbindet es auch mit dem vierten Falle der Person. »Wen bürgerliche Geringfügigkeit nicht ekelt.« Auch wird es allein für sich gesetzt. Wollust ekelt, Überfluß macht müde. Haller. 2) Ekel empfinden. »Den Ägiptern wird ekeln zu trinken des Wassers aus dem Strom.« 2 Mos. 7, 18. »Mir ekelt dergleichen anzurühren.« Hiob 6, 7. »Unsrer Seele ekelt über dieser losen Speise.« Hiob 33, 20. 3) Lüstern sein, ungewöhnlich. Ir Vorwitz ekelt nicht nach unerlaubten Gütern. Haller. II) imp. 1) Es ekelt mich, ich empfinde Ekel. 2) † Unwillen, Verdruß erwecken. »Dies ekelt mich, daß der König vor andern eine solche Person auslies't.« Opitz. III) rec. ♁ Sich ekeln, Ekel empfinden. »Wenn er sich zum voraus an jeder Rettung ekelt.« Herder. Ih ekele mich davor. — Das Ekeln. S. der Ekel.
1216 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êkeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekeln

    Goethe-Wörterbuch

    ekeln auch -ck-; nur in Jugendwerken a phys od psych Widerwillen empfinden, meist unpers ‘jdm ekelt es’ [ Satyros zu Her…

  3. modern
    Dialekt
    ekeln

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB ekeln [èklə fast allg.; eglə Ri. ] unpers. ekeln: ’s hot m'r scho lang geekelt. intr. Er hat g'ekelt Eke…

  4. Spezial
    ekeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ekeln I vb.intr. sgricé (-cia) II vb.refl. sich ekeln ti avëi le sgric (a valch); se sgricé (da valch); se dé na sgricia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekeln

150 Bildungen · 2 Erstglied · 144 Zweitglied · 4 Ableitungen

ekeln‑ als Erstglied (2 von 2)

Êkelnahme

Adelung

ekel·nahme

Der Êkelnahme , des -n, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschi…

ekelname

DWB

ekel·name

ekelname , m. cognomen infame, scheltname, spitzname, beiname, oname, mhd. âname: sîn rëhter name was Riwalîn, sîn âname was Kanêlengres. Tr…

ekeln als Zweitglied (30 von 144)

Úmkökeln

Campe

≠ Úmkökeln , v. ntr . mit sein, ich kökele um, umgekökelt, umzukökeln , kökeln oder kippen und umfallen. M. Kramer. D. Umkökeln .

abekeln

RhWB

abe·keln

ab-ekeln: 1. durch Ekelbereiten einem eine Sache verekeln; du wells mer durch deng Schwätzen de Sach a. Rip, Mosfrk. — 2. eine Krankheit, be…

abfökeln

RhWB

ab-fökeln: einem etwas a., abschmeicheln Köln-Poulh , Kemp-Bistard , Geld-Nieukerk .

abhäkeln

DWB

abhäkeln , uncinos solvere, von haken oder häkchen lösen.

Abmäkeln

Campe

† Abmäkeln , v. trs. für abhandeln. Einem etwas abmäkeln. Das Abmäkeln. Die Abmäkelung.

afhäkeln

MeckWB

Wossidia MeckWBN afhäkeln s. -hœkeln.

afhœkeln

MeckWB

Wossidia afhœkeln mit einem Haken abreißen: drög Holt von de Böm afhœkeln Gü; mit den Zähnen abkratzen: de Bodder kann he (der kleine Junge)…

afkräkeln

MeckWB

Wossidia afkräkeln den Zank mit jem. beenden, abzanken, davon das Subst. Kräkeli Zänkerei Mi 45 b .

afmäkeln

MeckWB

Wossidia afmäkeln beim Spiel abzählen Gü.

anäkeln

MeckWB

ana·ekeln

Wossidia anäkeln ekeln: dat äkelt mi an Ro; Bri. 7, 46.

anekeln

DWB

ane·keln

anekeln , taedium, nauseam movere: es ekelt mich an; die sache begann alle leute anzuekeln; die bücher ekeln mich an. Göthe 16, 78 ; wie eke…

anhäkeln

DWB

anhäkeln , unco affigere, festigen: die thür anhäkeln, spitzen anhäkeln; figürlich, einen kunden anhäkeln. Gotter 3, 300 ; das geht nun frei…

anhœkeln

MeckWB

Wossidia anhœkeln Haken ansetzen, in der Rda.: de Hamborger Jungens kœnen nich anhœkelt kamen (1890) Wa, d. h. die Hamburger können die (im …

anökeln

MeckWB

ano·ekeln

Wossidia anökeln jem. verhöhnen, verspotten, zum Besten haben; auch verpetzen, angeben Ha Hagenow@Lank Lank ; Red; Schw Schwerin@Crivitz Cri…

anpökeln

MeckWB

Wossidia anpökeln anpökeln: he (der Dicke) hett gaut Fett anpökelt Schw.

anrekeln

DWB

anrekeln , segniter accumbere. Wieland hatte Mercken antheil an recensionen übertragen und schreibt ihm: dasz ich mich nun so mit völliger h…

auffökeln

RhWB

auf·foekeln

auf-fökeln: ein Kind, einen Kranken, Genesenden a., durch sorgsame Pflege in die Höhe bringen; auch junge Tiere Allg.

aufnökeln

RhWB

auf-nökeln: einen opn. 1. aufwecken, –muntern Klev . — 2. ein Kind, junges Tier aufpäppeln Heinsb-Kirchhv .

aufquäkeln

GWB

auf·quaekeln

aufquäkeln mit der liebevollen Sorgfalt, mit der ein gerade geschlüpftes Vögelchen 1) aufgezogen wird, gesund pflegen [ betr Masernerkrankun…

Ausbökeln

Campe

Ausbökeln , v. trs. bei den Kürschnern, die Wollpelze auf der Fleischseite über das Bökeleisen ziehen und dadurch reinigen. Das Ausbökeln. D…

ausfiekeln

RhWB

aus-fiekeln: usfē:kələ Dür-Stdt : etwas a., ausklügeln, wenn die Sache noch im Werden ist; de het sich äver jet usgefekelt.

aushäkeln

DWB

aus·haekeln

aushäkeln , solvere uncum: die schuhe aushäkeln. den winzern, putare vitem, die spitzen und eberzähne an der rebe ausschneiden.

aushiekeln

RhWB

aus-hiekeln -ē:k- Dür-Stdt schw.: etwas a., ausklügeln.

auskäkeln

RhWB

aus·kaekeln

aus-käkeln: einen a., ausspotten, foppen Sieg-ODollend , uWupp, Sol .

Ausmäkeln

Campe

aus·maekeln

Х Ausmäkeln , v. I) trs. 1) Wie aushöken, in Kleinen, als ein Makler wieder verkaufen. 2) Makelnd auswerfen. Unter zehn Stück, die zu verkau…

bäkeln

RhWBN

bae·keln

bäkeln -Eg- Kobl-Güls schw.: trans. verpäppeln, verweichlichen.

Ableitungen von ekeln (4 von 4)

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

entekeln

DWB

entekeln , abigere nauseam. Stieler 358 .

urekeln

DWB

urekeln s. urigeln. —

verekeln

DWB

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…