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ekeln

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
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15

Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

EKELN vb.

Bd. 7, Sp. 1198
DWB2EKELN vb.  DWB2wohl abl. von ekel adj., in ungeklärtem etymologischem zusammenhang mit gleichbedeutendem frnhd. erkeln, mnd. ēichelen ‘verdrießen’ und engl. irk ‘langweilen, ärgern’ . schwed. äckla, n. ækle und norw. ekle sind aus dem hd. entlehnt.bis mitte 18. jhs. vorherrschendes eckeln noch 2. hälfte 19. jhs. gelegentlich in schriftsprachlichen texten, s. 1 a. DWB2 DWB21 als die ekelempfindung bezeichnendes verb. der ekelerregende gegenstand als präpositionalobjekt mit vor, älter auch mit für, ob, über, ab, an und als genitivobjekt. entsprechend ekel adj.2. DWB2a bis ins 19. jh. überwiegend unpersönlich. der zunächst bevorzugte dativ der person tritt seit anfang 20. jhs. hinter den akkusativ zurück. sowohl auf physische ekelgefühle bezogen als auch im nicht-physischen, empörung, abscheu und überdruß ausdrückenden sinn: 1523 vnser seele ekelt vber diser losen speyse (4. Mose 21,5) Luther bibel 8,502 W. 1649 wann wir ein gemähl vielmals sehen, so ekkelt uns darvor Harsdörffer gesprechsp. (1641)8,181. 1879 schleimige schneckenseelen seid ihr! eckeln sollte es euch an euch selbst Vischer auch einer 1,291. 1978 obwohl uns vor dem kleinen tropfen, der immer an seiner nasenspitze hing, ekelte Geiser Grünsee 265. DWB2b heute dominiert persönliches sich ekeln, noch der sprachkritik des späten 18. jhs. nur aus demgemeinen leben’ (Heynatz antibarbarus 1,2,352) bekannt. ein []älterer, intrans. persönlicher gebrauch seit mitte 19. jhs. auf die mda. (lothr.) beschränkt:hs. 1529/51 thue nicht ecklen noch geizig schlinken Sachs in: 1DWB 3,398. ⟨v1666⟩ die speisen wohl verdawen, nicht .. wie ein undäwender magen darab eckeln, und von sich schütten Dannhauer catechismvs milch 10(1673)140. 1776 sich nicht zu stossen an der rauhigkeit ihrer sprache, nicht zu ecklen von ihren unstudirten plumpen reverenzen ephemeriden d. menschheit 1,36. 1852 einen bissen nur, und wär er / so, daß dein hund ihn ekelnd liegen ließ Ludwig ges. schr. 3,398 S./Sch. 1968 Ludwig ekelt sich nicht einmal vor den regenwürmern Adler panorama 28. DWB22 ekel erregen, entsprechend ekel adj. 1. hier hat der akkusativ den dativ vollständig ersetzt: 1535 was jm befolhen ist, das stinckt und ekelt jm Luther w. 51,223 W. 1721 lebkuchen .. eckeln mich recht wie eine medecin Elisabeth Ch. v. Orléans br. 6,224 LV. 1822 das jus eckelt mir Waiblinger tgb. 160 M. 1977 war Willy zurückgetreten, weil ihn die macht ekelte? Grass butt 556. DWB23 seit 2. hälfte 20. jhs. auch mit direktiver ergänzung, jmd. durch ekelhaftes benehmen aus etwas vertreiben: 1961 sie (eine teckelhündin) hat ihn (einen keiler) aus dem lager geekelt Berger gewaidwerkt 195. 1973 kaum jemand wollte .. mieter aus ihren wohnungen ekeln Zwerenz erde 264. Maak
2740 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êkeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekeln

    Goethe-Wörterbuch

    ekeln auch -ck-; nur in Jugendwerken a phys od psych Widerwillen empfinden, meist unpers ‘jdm ekelt es’ [ Satyros zu Her…

  3. modern
    Dialekt
    ekeln

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB ekeln [èklə fast allg.; eglə Ri. ] unpers. ekeln: ’s hot m'r scho lang geekelt. intr. Er hat g'ekelt Eke…

  4. Spezial
    ekeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ekeln I vb.intr. sgricé (-cia) II vb.refl. sich ekeln ti avëi le sgric (a valch); se sgricé (da valch); se dé na sgricia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekeln

150 Bildungen · 2 Erstglied · 144 Zweitglied · 4 Ableitungen

ekeln‑ als Erstglied (2 von 2)

Êkelnahme

Adelung

ekel·nahme

Der Êkelnahme , des -n, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschi…

ekelname

DWB

ekel·name

ekelname , m. cognomen infame, scheltname, spitzname, beiname, oname, mhd. âname: sîn rëhter name was Riwalîn, sîn âname was Kanêlengres. Tr…

ekeln als Zweitglied (30 von 144)

Úmkökeln

Campe

≠ Úmkökeln , v. ntr . mit sein, ich kökele um, umgekökelt, umzukökeln , kökeln oder kippen und umfallen. M. Kramer. D. Umkökeln .

abekeln

RhWB

abe·keln

ab-ekeln: 1. durch Ekelbereiten einem eine Sache verekeln; du wells mer durch deng Schwätzen de Sach a. Rip, Mosfrk. — 2. eine Krankheit, be…

abfökeln

RhWB

ab-fökeln: einem etwas a., abschmeicheln Köln-Poulh , Kemp-Bistard , Geld-Nieukerk .

abhäkeln

DWB

abhäkeln , uncinos solvere, von haken oder häkchen lösen.

Abmäkeln

Campe

† Abmäkeln , v. trs. für abhandeln. Einem etwas abmäkeln. Das Abmäkeln. Die Abmäkelung.

afhäkeln

MeckWB

Wossidia MeckWBN afhäkeln s. -hœkeln.

afhœkeln

MeckWB

Wossidia afhœkeln mit einem Haken abreißen: drög Holt von de Böm afhœkeln Gü; mit den Zähnen abkratzen: de Bodder kann he (der kleine Junge)…

afkräkeln

MeckWB

Wossidia afkräkeln den Zank mit jem. beenden, abzanken, davon das Subst. Kräkeli Zänkerei Mi 45 b .

afmäkeln

MeckWB

Wossidia afmäkeln beim Spiel abzählen Gü.

anäkeln

MeckWB

ana·ekeln

Wossidia anäkeln ekeln: dat äkelt mi an Ro; Bri. 7, 46.

anekeln

DWB

ane·keln

anekeln , taedium, nauseam movere: es ekelt mich an; die sache begann alle leute anzuekeln; die bücher ekeln mich an. Göthe 16, 78 ; wie eke…

anhäkeln

DWB

anhäkeln , unco affigere, festigen: die thür anhäkeln, spitzen anhäkeln; figürlich, einen kunden anhäkeln. Gotter 3, 300 ; das geht nun frei…

anhœkeln

MeckWB

Wossidia anhœkeln Haken ansetzen, in der Rda.: de Hamborger Jungens kœnen nich anhœkelt kamen (1890) Wa, d. h. die Hamburger können die (im …

anökeln

MeckWB

ano·ekeln

Wossidia anökeln jem. verhöhnen, verspotten, zum Besten haben; auch verpetzen, angeben Ha Hagenow@Lank Lank ; Red; Schw Schwerin@Crivitz Cri…

anpökeln

MeckWB

Wossidia anpökeln anpökeln: he (der Dicke) hett gaut Fett anpökelt Schw.

anrekeln

DWB

anrekeln , segniter accumbere. Wieland hatte Mercken antheil an recensionen übertragen und schreibt ihm: dasz ich mich nun so mit völliger h…

auffökeln

RhWB

auf·foekeln

auf-fökeln: ein Kind, einen Kranken, Genesenden a., durch sorgsame Pflege in die Höhe bringen; auch junge Tiere Allg.

aufnökeln

RhWB

auf-nökeln: einen opn. 1. aufwecken, –muntern Klev . — 2. ein Kind, junges Tier aufpäppeln Heinsb-Kirchhv .

aufquäkeln

GWB

auf·quaekeln

aufquäkeln mit der liebevollen Sorgfalt, mit der ein gerade geschlüpftes Vögelchen 1) aufgezogen wird, gesund pflegen [ betr Masernerkrankun…

Ausbökeln

Campe

Ausbökeln , v. trs. bei den Kürschnern, die Wollpelze auf der Fleischseite über das Bökeleisen ziehen und dadurch reinigen. Das Ausbökeln. D…

ausfiekeln

RhWB

aus-fiekeln: usfē:kələ Dür-Stdt : etwas a., ausklügeln, wenn die Sache noch im Werden ist; de het sich äver jet usgefekelt.

aushäkeln

DWB

aus·haekeln

aushäkeln , solvere uncum: die schuhe aushäkeln. den winzern, putare vitem, die spitzen und eberzähne an der rebe ausschneiden.

aushiekeln

RhWB

aus-hiekeln -ē:k- Dür-Stdt schw.: etwas a., ausklügeln.

auskäkeln

RhWB

aus·kaekeln

aus-käkeln: einen a., ausspotten, foppen Sieg-ODollend , uWupp, Sol .

Ausmäkeln

Campe

aus·maekeln

Х Ausmäkeln , v. I) trs. 1) Wie aushöken, in Kleinen, als ein Makler wieder verkaufen. 2) Makelnd auswerfen. Unter zehn Stück, die zu verkau…

bäkeln

RhWBN

bae·keln

bäkeln -Eg- Kobl-Güls schw.: trans. verpäppeln, verweichlichen.

Ableitungen von ekeln (4 von 4)

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

entekeln

DWB

entekeln , abigere nauseam. Stieler 358 .

urekeln

DWB

urekeln s. urigeln. —

verekeln

DWB

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…