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ekeln

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DWB
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ekeln

Bd. 3, Sp. 398
ekeln , nauseare, taedere, fastidire, 11) meistens unpersönlich, mit dem dat. der person, wie auch bei mir grauet, grauset, stöszt auf u. a. m. steht: und den Egyptern wird ekeln zu trinken des wassers aus dem strom. 2 Mos. 7, 18; denn es ist kein brot noch wasser hie, und unser seele ekelt uber dieser losen speise. 4 Mos. 21, 5; und richt im sein leben so zu, das im fur der speise ekelt. Hiob 33, 20; und sandte inen genug, bis inen dafur ekelt. ps. 106, 15; das inen ekelt fur aller speise und wurden todkrank. 107, 18; und wil mit inen umbgehen, wie mit den bösen feigen, da einem fur ekelt zu essen. Jer. 29, 17; es eckelt mir für mir. Fleming 113; uns armen ist die thorheit süsze, doch ihnen ekelt nur dafür. Gellert 1, 203; er iszt, ihm ekelt schon, er trinkt, ihm schmeckt kein wein. 2, 12; doch mir eckelt mich bei diesen elementen länger aufzuhalten. Lessing 7, 208; wer wird durch mittheilung und freundschaft die sphäre seines lebens zu erweitern suchen, wenn ihm beinahe des ganzen lebens ekelt. 12, 377; du begreifst nicht, wie sehr mir vor diesen schönen herren ekelt. Wieland 1, 184; wo uns vor den ergetzungen der sinne ekelt. 2, 276; ihm ekelt vor dem aufenthalt, der einen gott im fluge halten würde. 4, 200; mir ekelt vor dem widerlichen anblicke. 25, 95; soll ich ihm ein anderes Dortchen aufsuchen? das müste just ein Dortchen sein und doch würd es ihm vor ihr eckeln. Stillings jugend 1, 61; wie musz einem jüngling, der sie gesehen hat, der hofweiber ekeln. Leisewitz Jul. v. T. 4, 4; fletsche deine gefräszigen zähne mir nicht so entgegen! mir ekelts. Göthe 12, 233; mir ekelt lange vor allem wissen. 12, 88; mir ekelt vor der speisen dunst. Gotter 1, 465; mir ekelt vor diesem tintenklecksenden seculum. Schiller 106b. die belege zeigen, dasz die sache sowol im gen. als auch nach den praep. ab, von; für, vor; ob steht: mir ekelt dieser speise, ab dieser speise, von ihr, für ihr, vor ihr, ob ihr. 22) zuweilen statt des dat. ein acc. der person: und ekelt mich ir (ihrer). 3 Mos. 26, 44; so eckelte Elbensteinen dennoch um so viel weniger vor ihr. irrg. d. liebe 78; aber die fürsten ekelt vor unsrer waldschlacht, vor Siegmars schlacht. Klopstock 9, 236; schmeichelt jemand einem mäcenaten dergestalt, dasz diesen sogar davor ekelt, so wird er auf drei tage unter die nachtwächter gebracht. 12, 54; du verkennest den künstler, den vor den spassen nur ekelt und glückliche scherze nur freuen. 12, 186; wenn vor des junkers bette mich nicht geekelt hätte. Bürger 54b. 33) auszer solchen unpersönlichen fügungen kann auch 3@aa) das subject im nom. stehn: wurde das volk murren wider gott, ecklet ob seinem himmelbrot. H. Sachs IV. 1, 41a; thue nicht ecklen noch geizig schlinken. meisterl. Berl. hs. fol. 23 no 212; [] der magen ekelt, empfindet ekel; anreizung des ekelnden magens. Schuppius 1684. s. 667. 3@bb) der gegenstand des ekels im nom.: der zepter ekelt ihm, wie dem sein hirtenstab. Haller 30; er gräbt aus uns selbst güter aus, die nimmer ekeln, nimmer fehlen. 116; uns eckelt der genusz, sobald die notdurft fehlt. 149; auch flosz ihm zuweilen (beim essen) wieder aus dem mund, das eckelte da nu seinem sohn und seiner schnur. Stillings jug. 2, 8; auf traurige tage folgten jammervolle nächte, die welt eckelte mir. Sturz 1, 190; mich ekelt die weitere nachahmung dieser ironischen nachäffung. J. P. aesth. 1, 201; mich ekeln diejenigen unserer politiker, die ihre staatsheilungen mit schminke und frisur treiben. Niebuhr leben 2, 316. 3@cc) mit ekeln verbindet sich ein abhängiger satz: nun der bescheidenheit genug, denn sie nur immerdar zu hören, wo man trockene vernunft erwartet, eckelt. Lessing 2, 273. 44) sich ekeln vor etwas; ich ekle mich wenn ich den menschen sehe. s.anekeln, beekeln.
3791 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êkeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekeln

    Goethe-Wörterbuch

    ekeln auch -ck-; nur in Jugendwerken a phys od psych Widerwillen empfinden, meist unpers ‘jdm ekelt es’ [ Satyros zu Her…

  3. modern
    Dialekt
    ekeln

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB ekeln [èklə fast allg.; eglə Ri. ] unpers. ekeln: ’s hot m'r scho lang geekelt. intr. Er hat g'ekelt Eke…

  4. Spezial
    ekeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ekeln I vb.intr. sgricé (-cia) II vb.refl. sich ekeln ti avëi le sgric (a valch); se sgricé (da valch); se dé na sgricia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekeln

150 Bildungen · 2 Erstglied · 144 Zweitglied · 4 Ableitungen

ekeln‑ als Erstglied (2 von 2)

Êkelnahme

Adelung

ekel·nahme

Der Êkelnahme , des -n, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschi…

ekelname

DWB

ekel·name

ekelname , m. cognomen infame, scheltname, spitzname, beiname, oname, mhd. âname: sîn rëhter name was Riwalîn, sîn âname was Kanêlengres. Tr…

ekeln als Zweitglied (30 von 144)

Úmkökeln

Campe

≠ Úmkökeln , v. ntr . mit sein, ich kökele um, umgekökelt, umzukökeln , kökeln oder kippen und umfallen. M. Kramer. D. Umkökeln .

abekeln

RhWB

abe·keln

ab-ekeln: 1. durch Ekelbereiten einem eine Sache verekeln; du wells mer durch deng Schwätzen de Sach a. Rip, Mosfrk. — 2. eine Krankheit, be…

abfökeln

RhWB

ab-fökeln: einem etwas a., abschmeicheln Köln-Poulh , Kemp-Bistard , Geld-Nieukerk .

abhäkeln

DWB

abhäkeln , uncinos solvere, von haken oder häkchen lösen.

Abmäkeln

Campe

† Abmäkeln , v. trs. für abhandeln. Einem etwas abmäkeln. Das Abmäkeln. Die Abmäkelung.

afhäkeln

MeckWB

Wossidia MeckWBN afhäkeln s. -hœkeln.

afhœkeln

MeckWB

Wossidia afhœkeln mit einem Haken abreißen: drög Holt von de Böm afhœkeln Gü; mit den Zähnen abkratzen: de Bodder kann he (der kleine Junge)…

afkräkeln

MeckWB

Wossidia afkräkeln den Zank mit jem. beenden, abzanken, davon das Subst. Kräkeli Zänkerei Mi 45 b .

afmäkeln

MeckWB

Wossidia afmäkeln beim Spiel abzählen Gü.

anäkeln

MeckWB

ana·ekeln

Wossidia anäkeln ekeln: dat äkelt mi an Ro; Bri. 7, 46.

anekeln

DWB

ane·keln

anekeln , taedium, nauseam movere: es ekelt mich an; die sache begann alle leute anzuekeln; die bücher ekeln mich an. Göthe 16, 78 ; wie eke…

anhäkeln

DWB

anhäkeln , unco affigere, festigen: die thür anhäkeln, spitzen anhäkeln; figürlich, einen kunden anhäkeln. Gotter 3, 300 ; das geht nun frei…

anhœkeln

MeckWB

Wossidia anhœkeln Haken ansetzen, in der Rda.: de Hamborger Jungens kœnen nich anhœkelt kamen (1890) Wa, d. h. die Hamburger können die (im …

anökeln

MeckWB

ano·ekeln

Wossidia anökeln jem. verhöhnen, verspotten, zum Besten haben; auch verpetzen, angeben Ha Hagenow@Lank Lank ; Red; Schw Schwerin@Crivitz Cri…

anpökeln

MeckWB

Wossidia anpökeln anpökeln: he (der Dicke) hett gaut Fett anpökelt Schw.

anrekeln

DWB

anrekeln , segniter accumbere. Wieland hatte Mercken antheil an recensionen übertragen und schreibt ihm: dasz ich mich nun so mit völliger h…

auffökeln

RhWB

auf·foekeln

auf-fökeln: ein Kind, einen Kranken, Genesenden a., durch sorgsame Pflege in die Höhe bringen; auch junge Tiere Allg.

aufnökeln

RhWB

auf-nökeln: einen opn. 1. aufwecken, –muntern Klev . — 2. ein Kind, junges Tier aufpäppeln Heinsb-Kirchhv .

aufquäkeln

GWB

auf·quaekeln

aufquäkeln mit der liebevollen Sorgfalt, mit der ein gerade geschlüpftes Vögelchen 1) aufgezogen wird, gesund pflegen [ betr Masernerkrankun…

Ausbökeln

Campe

Ausbökeln , v. trs. bei den Kürschnern, die Wollpelze auf der Fleischseite über das Bökeleisen ziehen und dadurch reinigen. Das Ausbökeln. D…

ausfiekeln

RhWB

aus-fiekeln: usfē:kələ Dür-Stdt : etwas a., ausklügeln, wenn die Sache noch im Werden ist; de het sich äver jet usgefekelt.

aushäkeln

DWB

aus·haekeln

aushäkeln , solvere uncum: die schuhe aushäkeln. den winzern, putare vitem, die spitzen und eberzähne an der rebe ausschneiden.

aushiekeln

RhWB

aus-hiekeln -ē:k- Dür-Stdt schw.: etwas a., ausklügeln.

auskäkeln

RhWB

aus·kaekeln

aus-käkeln: einen a., ausspotten, foppen Sieg-ODollend , uWupp, Sol .

Ausmäkeln

Campe

aus·maekeln

Х Ausmäkeln , v. I) trs. 1) Wie aushöken, in Kleinen, als ein Makler wieder verkaufen. 2) Makelnd auswerfen. Unter zehn Stück, die zu verkau…

bäkeln

RhWBN

bae·keln

bäkeln -Eg- Kobl-Güls schw.: trans. verpäppeln, verweichlichen.

Ableitungen von ekeln (4 von 4)

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

entekeln

DWB

entekeln , abigere nauseam. Stieler 358 .

urekeln

DWB

urekeln s. urigeln. —

verekeln

DWB

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…