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Êkeln

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Adelung
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Êkeln

Bd. 1, Sp. 1784
Êkeln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit der dritten Endung der Person. Der Zepter ekelt ihm, wie dem sein Hirtenstab, Hall. Wo aufgethürmte Speisen Ihm ekeln, Cron. Ingleichen absolute. Wollust ekelt, Reichthum macht uns müde, Hall. Güter, Die nimmer ekeln, nimmer fehlen, Hall. Doch diese ganze Bedeutung ist im Hochdeutschen ungewöhnlich, und läßt sich höchstens in der höhern Schreibart entschuldigen. 2) * Figürlich, Unwillen, Verdruß erwecken; ein im Hochdeutschen gleichfalls unbekannter Gebrauch. Dieß ekelt mich, daß der König vor andern eine solche Person ausliest, Opitz, für, dieß ärgert mich. Auf eben diese Art gebrauchen die Niedersachsen ihr echeln. Dat echelde mi, das ärgerte mich. Im Angelsächsischen ist aeglan gleichfalls ärgern. 2. Ekel empfinden. 1) Eigentlich, sinnlichen oder geistigen Abscheu im hohen Grade empfinden, als ein unpersönliches Zeitwort. Mir ekelt, dergleichen anzurühren, Hiob 6, 7, nach der Michaelischen Übersetzung. In Luthers Übersetzung heißt es: Was meiner Seelen widerte, anzurühren. Den Egyptern wird ekeln zu trinken des Wassers aus dem Strom, 2 Mos. 7, 18. Daß ihm für (vor) der Speis ekelt, Hiob 33, 20. Zuweilen, aber nicht so richtig, mit der vierten Endung der Person, mich ekelt davor. Mit der ersten Endung ist es im Hochdeutschen eben so ungewöhnlich: Unsere Seele ekelt über dieser losen Speise, Hiob 33, 20; als in der reciproken Gestalt: wenn er sich zum voraus an jeder Rettung ekelt, Herd. 2) * Eine unerlaubte oder doch unzeitige Begierde nach etwas empfinden; S. das Beywort Ekel 2 2). Ihr Vorwitz nicht nach unerlaubten Gütern, Hall. Den Hochdeutschen ist diese Bedeutung fremd. Anm. Im Engl. bedeutet it irketh me gleichfalls, es ekelt mich, verdrießt mich, und irksome ist in dieser Sprache ekelhaft, verdrießlich. Im Oberdeutschen war für ekeln ehedem auch unwillen üblich. Also daß dem Menschen darob unwillet, Buch der Natur Augsb. 1482. S. Ekel, das Hauptwort.
2018 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Êkeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Ekel erwecken. 1) Sinnlichen oder geistigen Ekel erwecken, mit de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekeln

    Goethe-Wörterbuch

    ekeln auch -ck-; nur in Jugendwerken a phys od psych Widerwillen empfinden, meist unpers ‘jdm ekelt es’ [ Satyros zu Her…

  3. modern
    Dialekt
    ekeln

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ekeln [èklə fast allg.; eglə Ri. ] unpers. ekeln: ’s hot m'r scho lang geekelt. intr. Er hat g'ekelt Ekel empfunden Ri. …

  4. Spezial
    ekeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ekeln I vb.intr. sgricé (-cia) II vb.refl. sich ekeln ti avëi le sgric (a valch); se sgricé (da valch); se dé na sgricia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekeln

27 Bildungen · 2 Erstglied · 21 Zweitglied · 4 Ableitungen

ekeln‑ als Erstglied (2 von 2)

Êkelnahme

Adelung

ekel·nahme

Der Êkelnahme , des -n, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein Schimpfnahme, ein Beynahme, welchen man jemanden aus Verachtung oder zur Beschi…

ekelname

DWB

ekel·name

ekelname , m. cognomen infame, scheltname, spitzname, beiname, oname, mhd. âname: sîn rëhter name was Riwalîn, sîn âname was Kanêlengres. Tr…

ekeln als Zweitglied (21 von 21)

abhäkeln

DWB

abhäkeln , uncinos solvere, von haken oder häkchen lösen.

afhäkeln

MeckWBN

Wossidia MeckWB afhäkeln reifersprl. hecheln Ro Rostock@Kröpelin Kröp .

anekeln

DWB

ane·keln

anekeln , taedium, nauseam movere: es ekelt mich an; die sache begann alle leute anzuekeln; die bücher ekeln mich an. Göthe 16, 78 ; wie eke…

anhäkeln

DWB

anhäkeln , unco affigere, festigen: die thür anhäkeln, spitzen anhäkeln; figürlich, einen kunden anhäkeln. Gotter 3, 300 ; das geht nun frei…

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

Einbökeln

Adelung

Einbökeln , verb. reg. act. in den Bökel legen, mit Bökel begießen und darin verwahren, einsalzen. Fleisch einbökeln. Nieders. inpekeln. S. …

einhäkeln

DWB

ein·haekeln

einhäkeln , infibulare, infigere, inserere se: die thür einhäkeln; sich wie katzen einhäkeln.

einpökeln

DWB

ein·poekeln

einpökeln , muria condire, einsalzen, engl. pickle, noch nicht bei Henisch und Stieler : ich wollte dasz die leute, die philosophen wie man …

Forthäkeln

Adelung

fort·haekeln

Forthäkeln , verb. reg. act. Den Faden forthäkeln, bey den Spinnerinnen, ihn auf das folgende Häkchen in dem Flügel der Spule legen, welches…

häkeln

DWB

hae·keln

häkeln , verb. frequentativbildung zum verbum haken, oft, namentlich in ältern quellen, häckeln geschrieben, aus welcher schreibung jedoch n…

herausekeln

RDWB1

heraus·ekeln

herausekeln umg. (auch wegekeln) j-n ~ - избавиться от кого-л., спровадить кого-л., выжить кого-л. (напр., с работы)

mäkeln

DWB

mae·keln

mäkeln , verb. unterhändler sein; bekritteln. 1 1) das niederdeutsche wort, das mit dem ersten makeln nichts zu thun hat, eine weiterbildung…

verekeln

DWB

vere·keln

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…

verhäkeln

DWB

ver·haekeln

verhäkeln , verb. mittels häkel ( kleine haken ) verbinden. Adelung vers. 4, 1439 a ; sich verhäkeln, sich mit seinen häkchen verwickeln; vi…

zuhäkeln

DWB

zuhäkeln , v. , mit haken verschlieszen Kramer 1, 595 b ; Adelung : während Margot es ( d. kleid ) der gräfin überwarf, zuhäkelte und zuband…

Ableitungen von ekeln (4 von 4)

beekeln

DWB

beekeln , fastidire, reprehendere: sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand. Haller; ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über a…

entekeln

DWB

entekeln , abigere nauseam. Stieler 358 .

urekeln

DWB

urekeln s. urigeln. —

verekeln

DWB

verekeln , verb. ekelhaft, ekelnd machen, über die ältere schreibung vereckeln s. theil 3, 394. wie das adjectiv ekel sowol ekel erregend, a…

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APA
Cotta, M. (2026). „ekeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ekeln/adelung?formid=E01115
MLA
Cotta, Marcel. „ekeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ekeln/adelung?formid=E01115. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ekeln". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ekeln/adelung?formid=E01115.
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„ekeln"},
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  urldate      = {2026-05-15},
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