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Huflattich

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Huflattich

Huflattich

Lattich m. krautiger, gelbblühender Korbblütler, Kopfsalat. Ahd. lat(t)uhha (9./10. Jh.), lat(t)uh, lactoch (10. Jh.), mhd. latech(e), mnd. lādeke, lādike, laddeke, mnl. lachteke, aengl. lactuc(e), leahtric verweisen teils auf Entlehnung aus lat. lactūca ‘Lattich, Kopfsalat’ (Ableitung von lat. lac (aus *lāc), Genitiv lactis ‘Milch’; Benennungsmotiv ist also der milchige Saft der Pflanze), teils auf Anschluß an die Variante spätlat. lattūca; vgl. entsprechendes ital. lattuga. Daneben stehen aus mlat. lapatica ‘Ampfer’ (wohl für *herba lapatica, vgl. gleichbed. lat. lapathum, griech. λάπαθον) entlehnte, eine Zwischenstufe *latica (mit Silbenausfall) voraussetzende Formen wie ahd. letihha (10. Jh.), let(t)ih (Hs. 12. Jh.), mhd. leteche, die dem 2. Glied der Pflanzenbezeichnung Huflattich (s. unten) zugrunde liegen, sich jedoch trotz anderer Herkunft lautlich mit dem aus lat. lactūca, spätlat. lattūca entstandenen vermischen. Für die Weiterentwicklung des Pflanzennamens Lattich im Hd. sind diejenigen ahd. Bezeugungen wesentlich, die ein (von der Lautverschiebung nicht betroffenes) -tt- aufweisen und den Vokal -a- bewahren. Zum Entlehnungsvorgang und Formenreichtum im Ahd. vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 291 ff. Gartenlattich ist eine alte Kulturpflanze und dient in erster Linie zur Salatbereitung, wird aber nur selten und nur landschaftlich Lattichsalat (hess.), Kopflattich (thür.) oder geköpfelter Lattich (schweiz.) genannt. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich vielmehr Salat (s. d.) mit seinen Determinativkomposita Kopfsalat, Blattsalat, Schnittsalat als Bezeichnung durchgesetzt. – Huflattich m. Name einer zeitig im Frühjahr gelbblühenden und wildwachsenden Korbblütlergattung, ahd. huofletih(ha), huoflatuh(ha) (Hs. 12. Jh.), mhd. huofleteche; verdeutlichende Zusammensetzung nach den einem Pferdehuf ähnlichen Blättern. Zum Grundwort s. oben.
1881 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Huflattich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Huflattich , des -es, plur. inus. eine Pflanze, deren Blätter einige Ähnlichkeit mit einem Pferdehufe haben; Tussila…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Huflattich

    Goethe-Wörterbuch

    Huflattich auch -ig botan: Tussilago farfara, Korbblütler; gelbblühende (Heil-)Pflanze mit hufeisenförmigen Blättern [ V…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Huflattich

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Huflattich , gemeiner (Tussilago farfara) , ein bekanntes, früh und gelbblühendes, sehr beschwerliches Unkraut auf Getre…

  4. modern
    Dialekt
    Huflattichm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Huf-lattich , Huf-latt(er) , Huf-latsch(en) m. : 1. wie schd. (Tussilago farfara), Huflath, -latt [ Wilde 109 (Glan- u. …

  5. Spezial
    Huflattich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Huf|lat|tich (Tussilago farfara) m. (-[e]s,-e) ‹bot› flu de lavac f. , lavac blanch m. , erba de merz f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huflattich

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Zerlegung von huflattich 2 Komponenten

huf+lattich

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huflattich‑ als Erstglied (1 von 1)