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Begabung

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Begabung

Begabung

Gabe f. ‘Geschenk, bestimmte Menge, Begabung, Talent’, ahd. gāba (9. Jh.), mhd. gābe, mnd. mnl. gāve, nl. gave, anord. gāfa gehören wie die Vertreter der im Nhd. untergegangenen Bildung ahd. geba (8. Jh.), mhd. gebe, asächs. geƀa, aengl. giefu, anord. gjǫf, got. giba (germ. *gebō) zu dem unter geben (s. d.) behandelten Verb. Beide Formen sind jedoch in ihrer Bedeutung unterschieden, indem mhd. gābe vorwiegend das Ergebnis des Schenkens, das ‘Geschenk’ bezeichnet, mhd. gebe dagegen die Handlung des Gebens, das ‘Schenken’ hervorhebt. Schon mhd. gābe bezeichnet auch die Eigenschaft, womit einer ausgestattet (begabt, s. unten) ist, also ‘Begabung, Talent’. Gabe als ‘das, was gegeben wird’ steht schließlich im Sinne von milde Gabe für ‘Almosen, Spende’, in Wendungen wie die gewohnte Gabe (an Medikamenten) verabreichen für ‘Portion, Dosis’. – begabt Part.adj. ‘talentiert, mit guten Anlagen, Geistesgaben ausgestattet’; eigentlich Part. Prät. zu heute unüblichem begaben ‘mit Gaben ausstatten, beschenken’, dem mhd. begāben vorangeht, das im 13. Jh. zuerst in der Rechtssprache (‘letztwillig bedenken, mit Vorrechten ausstatten’) auftritt, im 14. Jh. von der Mystik auf die Gnadengaben Gottes bezogen wird, wohl unter Einfluß von kirchenlat. dōtātus (vgl. frz. doué, engl. gifted, nl. begaaft, dän. begavet). Über den religiösen Bereich hinaus entwickelt sich begabt zum Ausdruck für jede Ausstattung mit Geistesgaben oder sonstigen guten Anlagen; dazu hochbegabt Adj. (16. Jh.). Begabung f. ‘Befähigung, Anlage, Talent’, vom 14. Jh. an vor allem ein Ausdruck der Rechtssprache für ‘Schenkung, Stiftung, Beschenkung, Vorrechte’, seit dem 18. Jh., der Bedeutung des Adjektivs folgend, auf geistige und gute körperliche Anlagen übertragen.
1743 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    begabung

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    begabung , donatio, largitio, munus: dankt wegen der reichen begabung. Wickram rollw. 64 ; die götter eifern in die wett…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Begabung

    Goethe-Wörterbuch

    * Begabung Von verschiedener B. der Menschen Gespr Boisserée 2.8.15 Caroline Vollmann C. V.

  3. modern
    Dialekt
    Begabung

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Be-gabung (Laut s. o.) Kobl , May , Rip, Berg, SNfrk, vereinzelt Mörs , Klev , Rees ; in der WEif vereinzelt Bitb-Ritter…

  4. Spezial
    Begabungf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Begabung , f одарённость , ж → FiloSlov Begabtheit, f → FiloSlov Talent, n

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begabung

5 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von begabung 2 Analysen

be- + gabeln + -ung

begabung leitet sich vom Lemma gabeln ab mit Präfix be-, mit Suffix -ung, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: begabeln+-ung

Zerlegung von begabung 2 Komponenten

bega+bung

begabung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

begabung‑ als Erstglied (3 von 3)

Begabungsblume

RhWB

begabung·s·blume

Be-gabungs-blume -blō:m Dür f.: Dachwurz, sempervivum tectorum; der Saft der Blätter wurde gegen die Begabung eingegeben (auch sonst).

Begabungskinder

RhWBN

begabung·s·kinder

Be-gabungs-kinder Bergh-NEmbt Pl.: K., die an Krämpfen leiden; B. hänt och dubbele Glidder leiden auch an Rachitis.

Begabungskraut

RhWB

begabung·s·kraut

Be-gabungs-kraut -krok n.: 1. dass. Ahrw-Sinzig , Dür . — 2. Kreuzkraut, senecio vulg. NBerg.

Ableitungen von begabung (2 von 2)

begâbunge

Lexer

be-gâbunge stf. beschenkung Wack. pr. 97, 38 ; participatio, remuneratio Dfg. 414 b . 492 a .

unbegabung

DWB

unbegabung , f. , mangel an begabung, mangelhafte begabung Engel stilk. 244 .