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begabt

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

begabt

begabt

Gabe f. ‘Geschenk, bestimmte Menge, Begabung, Talent’, ahd. gāba (9. Jh.), mhd. gābe, mnd. mnl. gāve, nl. gave, anord. gāfa gehören wie die Vertreter der im Nhd. untergegangenen Bildung ahd. geba (8. Jh.), mhd. gebe, asächs. geƀa, aengl. giefu, anord. gjǫf, got. giba (germ. *gebō) zu dem unter geben (s. d.) behandelten Verb. Beide Formen sind jedoch in ihrer Bedeutung unterschieden, indem mhd. gābe vorwiegend das Ergebnis des Schenkens, das ‘Geschenk’ bezeichnet, mhd. gebe dagegen die Handlung des Gebens, das ‘Schenken’ hervorhebt. Schon mhd. gābe bezeichnet auch die Eigenschaft, womit einer ausgestattet (begabt, s. unten) ist, also ‘Begabung, Talent’. Gabe als ‘das, was gegeben wird’ steht schließlich im Sinne von milde Gabe für ‘Almosen, Spende’, in Wendungen wie die gewohnte Gabe (an Medikamenten) verabreichen für ‘Portion, Dosis’. – begabt Part.adj. ‘talentiert, mit guten Anlagen, Geistesgaben ausgestattet’; eigentlich Part. Prät. zu heute unüblichem begaben ‘mit Gaben ausstatten, beschenken’, dem mhd. begāben vorangeht, das im 13. Jh. zuerst in der Rechtssprache (‘letztwillig bedenken, mit Vorrechten ausstatten’) auftritt, im 14. Jh. von der Mystik auf die Gnadengaben Gottes bezogen wird, wohl unter Einfluß von kirchenlat. dōtātus (vgl. frz. doué, engl. gifted, nl. begaaft, dän. begavet). Über den religiösen Bereich hinaus entwickelt sich begabt zum Ausdruck für jede Ausstattung mit Geistesgaben oder sonstigen guten Anlagen; dazu hochbegabt Adj. (16. Jh.). Begabung f. ‘Befähigung, Anlage, Talent’, vom 14. Jh. an vor allem ein Ausdruck der Rechtssprache für ‘Schenkung, Stiftung, Beschenkung, Vorrechte’, seit dem 18. Jh., der Bedeutung des Adjektivs folgend, auf geistige und gute körperliche Anlagen übertragen.
1743 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    begabt

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Gabe f. ‘Geschenk, bestimmte Menge, Begabung, Talent’, ahd. gāba (9. Jh.), mhd. gābe, mnd. mnl. gāve, nl. gave, anord. g…

  2. modern
    Dialekt
    begabt

    Elsässisches Wb.

    begabt [pəkópt Lützelstn. ] beschenkt; ironisch: Mir sin aber b. mit unserem Knecht, e in so alberter Kerl muss es ke i …

  3. Spezial
    begabtadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    begabt , adj одарённый , п → FiloSlov talentiert, adj

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begabt

5 Bildungen · 2 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von begabt 2 Komponenten

beg+abt

begabt setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

begabt‑ als Erstglied (2 von 2)

Begabtenförderung

DERW

begabt·en·foerderung

Begabtenförderung, F., ›Förderung von Begabten‹, 20. Jh., s. begabt, Förderung begehen, V., ›begehen, tun‹, mhd. begān, begÜn, V., ›hingehen…

begabtheit

DWB

begabt·heit

begabtheit , f. ausstattung: eine grosze und schöne natur in dem überflusz ihrer begabtheit. Bettine br. 2, 201 ; gibt es einen solchen über…

begabt als Zweitglied (2 von 2)

hochbegabt

DWB

hoch·begabt

hochbegabt , part. : was dörfen sie sich dann also grob an irem vatterland vergessen, welchs heutigs tags so hochbegabt und an klugem versta…

unbegabt

DWB

unbegabt , part.-adj. , gegentheil von begabt in der erst im 18. jh. — Kramer 1719 und Frisch 1734 kennen sie noch nicht; Weigand-Hirt 1, 18…

Ableitungen von begabt (1 von 1)

unbegabt

DWB

unbegabt , part.-adj. , gegentheil von begabt in der erst im 18. jh. — Kramer 1719 und Frisch 1734 kennen sie noch nicht; Weigand-Hirt 1, 18…