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Drangsal

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Drangsal

Drangsal

Drang m. ‘Trieb, Streben, Gedränge, Bedrängnis, Druck’, mhd. dranc m. n. ‘Gedränge, Bedrängnis’, mnd. dranc, mnl. nl. drang, aengl. geþrang ‘Gedränge, Menge, Lärm’, engl. throng ‘Gedränge, Menge, Schar’, anord. þrǫng f. ‘Gedränge, Enge, Kelter’, norw. trang stehen im Ablaut zu dem unter dringen (s. d.) behandelten Verb. Mhd. dranc bezieht sich vornehmlich auf das wogende Getümmel in der Schlacht, ‘Gedränge der Menschen im Kampf’. Mit der Bedeutung ‘innerer Trieb, geistiges Streben, Impuls’ (entwickelt im 18. Jh.) wird Drang rasch zum Modewort (vgl. die formelhafte Verbindung Sturm und Drang, Klinger 1776). – Andrang m. ‘das Andrängen’ (18. Jh.). Drangsal f. ‘Zwang, Bedrängnis, Gewalttätigkeit’, spätmhd. drancsal, ursprünglich auch n., selten m.; mit der Nachsilbe -sal (s. d.) wohl aus älterem, von drängen abgelöstem drangen (s. unten drängen) abgeleitet; dazu drangsalen Vb. (19. Jh.), häufiger drangsalieren Vb. ‘quälen, belästigen’ (19. Jh.). drängen Vb. ‘drücken, nötigen, vertreiben’, Kausativum zu dringen (s. d.), also eigentlich ‘dringen machen’. Ahd. threngen (um 1000), mhd. drengen setzt sich gegenüber ahd. thrangōn (9. Jh.), mhd. drangen ‘drücken, belästigen, nötigen’ durch; drängen übernimmt im 18. Jh. den transitiven Gebrauch von dringen ‘zusammendrücken’. drängeln Vb. ‘sehr, wiederholt drängen, drücken’, Iterativbildung (19. Jh., vereinzelt schon 17. Jh.) zu drängen. Gedränge n. ‘unruhiges Treiben, Andrang, Menge’, ahd. githrengi ‘Handgemenge’ (9. Jh.), mhd. gedrenge ‘Kampfgewühl, unwegsam verwachsener Boden, Bedrängung, Beengung’ ist entweder als Kollektivum zum Substantiv Drang (s. oben) oder als Verbalabstraktum zu den oben unter drängen genannten schwachen Verben (oder zum starken Verb dringen?) gebildet, wird heute aber als zu drängen gehörend empfunden; ins Gedränge kommen ‘in Schwierigkeiten geraten’ (um 1700).
1858 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drangsal

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Drangsal , des -es, plur. die -e, Bedrückung, Bedrängung, in der figürlichen Bedeutung. Er hat mir viele Drangsale a…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Drangsal

    Goethe-Wörterbuch

    Drangsal fem u neutr innere od äußere Bedrängnis, bedrückende Umstände in allen Drangsaalen meiner Jugend B3,70,4 Gfin S…

  3. modern
    Dialekt
    Drangsal

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Drangsal Band 4, Spalte 4,157

  4. Sprichwörter
    Drangsal

    Wander (Sprichwörter)

    Drangsal Drangsal offenbart die Freundschaft. It. : Calamità scopre amistà. ( Giani, 269. )

  5. Spezial
    Drangsal

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Drang|sal f. (-) (Leid) tribolaziun (-s) f. , tormënt (-nc) m. , soferënza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drangsal

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von drangsal

drang + -sal

drangsal leitet sich vom Lemma drang ab mit Suffix -sal.

drangsal‑ als Erstglied (16 von 16)

drangsalēren

WWB

drangsal·eren

drangsalēren V. [verstr.] quälen, peinigen; fortwährend bedrängen. ⟨ drangsalēren, drangsenēren u.ä. ⟩ ¶ Vgl. → transenēren . drangsenēren →…

Drangsaleteⁿ

Idiotikon

Drangsaleteⁿ Band 14, Spalte 1095 Drangsaleteⁿ 14,1095

drangsaleⁿ

Idiotikon

drangsaleⁿ Band 14, Spalte 1095 drangsaleⁿ 14,1095

drangsalieren

DWB

drangsal·ieren

drangsalieren , einem drangsal anthun. ich musz auch geld haben, der dem ich den hof abgekauft, drangsalirt mich ( drängt mich zu zahlen ) J…

drangsaliereⁿ

Idiotikon

drangsaliereⁿ Band 14, Spalte 1095 drangsaliereⁿ 14,1095

Drangsalierung

MeckWB

Drangsalierung f. Quälerei, Schikanierung Gü Lenz .

drangsalshitze

DWB

drangsal·s·hitze

drangsalshitze , f. denk nicht in deiner drangsalshitze dasz du von ihm ( gott ) verlassen seist. Kirchenlied Wer nur den lieben gott läszt …

drangsalslast

DWB

drangsal·s·last

drangsalslast , f. wirf deine trangsalslast auf gottes gnadenrücken. Neumark Lustwäldchen 210 .

drangsalvoll

DWB2

drangsal·voll

drangsalvoll adj. : 1657 drangsalvolle völker Neumark lustwald 2,132. 1947 mit der drangsalvollen überlegung Gisevius ende 1,57. B. Horlitz

drangsalzeit

DWB2

drangsal·zeit

drangsalzeit f. : 1728 Gottsched s. kl. ged. ( 1763 ) 33. 1850/2 Gerok psalmen ( 1891 ) 1,95. 2 adjektivische zuss.: