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Reinheit

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
65

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Reinheit

Reinheit

rein Adj. ‘ohne fremdartige Bestandteile, unvermischt, unverfälscht, frei von Schmutz, sauber, frisch gewaschen, unberührt, keusch, vollkommen, fehlerlos’, ahd. (h)reini (8. Jh.), mhd. rein(e), asächs. hrēni, mnd. rein, mnl. reine, rēne, nl. rein, afries. (h)rēne, anord. hreinn, schwed. ren, got. hrains. Mit dem Suffix ie. -ni- gebildetes germ. *hraini- ist verwandt mit ahd. (h)rītara (um 800), mhd. rīter, nhd. (obd.) Reiter ‘Sieb’, aengl. hridder, hriddel, engl. riddle ‘Sieb’ und außergerm. mit griech. krī́nein (κρίνειν) ‘scheiden, trennen, unterscheiden, sichten, urteilen, entscheiden’, lat. cernere (aus *crin-) ‘sichten, scheiden, sondern, unterscheiden, entscheiden’, crībrum ‘Sieb, Durchschlag’, air. criathar (aus *krē̌itro-) ‘Sieb’. Auszugehen ist von ie. *(s)kerī̌-, *(s)krē̌i-, *(s)krī̌- ‘schneiden, scheiden’, einer Form der unter 1scheren (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet rein vor allem ‘nicht schmutzig, sauber’ und ‘unverfälscht’; in Teilen der Schweiz und Rheinfrankens noch erhalten im Sinne von ‘fein gemahlen, gesiebt’ (von Mehl, Zucker, Sand u. dgl.). – Reinheit f. ‘Sauberkeit, Klarheit, Lauterkeit, Unschuld’ (17. Jh.), anfangs konkurrierend mit Reinlichkeit (s. unten) und (dem zu Anfang des 19. Jhs. untergegangenen) Reinigkeit, mhd. reinecheit, reinekeit, reinikeit, ahd. in un(h)reinigheit ‘Unreinheit’ (11. Jh.). reinigen Vb. ‘säubern’, mhd. reinegen, rein(i)gen, abgeleitet von mhd. reinec, reinic ‘rein’; vgl. ahd. (h)reinen (8. Jh.), (h)reinōn (9. Jh.), mhd. reinen, asächs. hrēnian, hrēnon, got. hrainjan. Dazu Reinigung f., mhd. reinegunge, reinigunge. bereinigen Vb. ‘ins reine, in Ordnung bringen, beilegen, klären’ und Bereinigung f. (beide 15. Jh.). verunreinigen Vb. ‘beschmutzen, schmutzig machen’ (15. Jh.); vgl. mhd. verunreinen; Verunreinigung f. (15. Jh.). reinlich Adj. ‘sauber, ordentlich’, mhd. reinlich; Reinlichkeit f. ‘Sauberkeit, Genauigkeit, Sorgfalt’ (16. Jh.).
1979 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reinheit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Reinheit , S. Adelung Reinigkeit .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reinheit

    Goethe-Wörterbuch

    Reinheit in frühen Briefen gelegentl Kleinschr; rund 160 Belege gegenüber ca 3300 Belegen ‘rein’ 1 zu ‘rein’ 2: Freisein…

  3. modern
    Dialekt
    Reinheit

    Rheinisches Wb.

    Rein-heit Rip, Nfrk (meist -igkeit ) Sg. t. f.: wie nhd.

  4. Spezial
    Reinheitf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Reinheit , f чистота , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reinheit

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von reinheit 2 Analysen

rein + -heit

reinheit leitet sich vom Lemma rein ab mit Suffix -heit.

Alternativen: re+-in+-heit

Ableitungen von reinheit (1 von 1)

unreinheit

DWB

unreinheit , f. , mangel u. gth. der reinheit. mnl. onreinheit, nl. onreinheid, dän. urenhed, schwed. orenhet. obwohl vereinzelt auch früher…