Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
reinheit f.
reinheit , f. puritas, munditia ( dän. renhed, schwed. renhet, nld. reinheid); erst spät an die stelle des früher herrschenden reinigkeit getreten. Adelung verzeichnet nur letzteres, Campe bemerkt unter reinigkeit, es sei ' im gemeinen leben am üblichsten, dagegen reinheit und reine gehörten mehr der edleren sprache an '. doch führt nld. reynheyd schon Kilian mit reynigheyd auf; es begegnet auch vereinzelt im älteren nhd.: soll ich den geist zu gotte ziehen, auff das er bleib in reineheit. erneuerung des alten Taulerliedes (1620) bei Wackernagel kirchenl. 2, 457, 6 , hat sich aber in älterer s…