Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rapport m.
Rapport m.
Rapport m. ‘dienstliche Meldung, Bericht’, Übernahme (Anfang 17. Jh.) von frz. rapport ‘Bericht, Meldung’, zu frz. rapporter, nhd. rapportieren (s. unten). Ursprünglich besonders im Militär- und Polizeiwesen für ‘(regelmäßige) dienstliche Meldung an eine übergeordnete Stelle über Erledigung eines Auftrags’; vgl. sich zum Rapport melden ‘wegen eines Disziplinarvergehens vor dem Vorgesetzten erscheinen, sich bei ihm melden’. Dann im kaufmännischen, später im betriebswirtschaftlichen Bereich für ‘(regelmäßiger) Bericht an eine zentrale Verwaltungsstelle’. Seit dem frühen 18. Jh. begegnen auch andere, heute im Dt. nicht mehr übliche Bedeutungen von frz. rapport, etwa ‘Übereinstimmung, Einklang, Verwandtschaft, Zusammenhang, Beziehung, Verhältnis’; auf solchen Verwendungen beruht wohl der spezielle Gebrauch in der Weberei, Textil- und Tapetendruckerei ‘richtiges Aneinanderpassen, regelmäßige Wiederkehr von Mustern oder Motiven’ (18. Jh.). – rapportieren Vb. ‘berichten, Nachricht überbringen, Meldung abstatten’ (Mitte 17. Jh.), dann auch fachsprachlich (von einem Motiv, Muster, Ornament) ‘sich regelmäßig wiederholen’, aus frz. rapporter ‘zurück-, wiederbringen, berichten, zutragen’, reflexiv ‘passen, sich beziehen’ (s. apportieren).