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Treck

mnd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
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8

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Treck

Treck

trecken Vb. ‘ziehen, gehen, sich im Treck fortbewegen’, landschaftlich auch transitiv ‘ziehen, schleppen’, mhd. mnd. mnl. trecken (intransitiv) ‘ziehen, wandern, reisen’, (transitiv) ‘ziehen, schleppen’, nl. trekken ist eine Intensivbildung zum starken Verb ahd. bitrehhan ‘(Asche aufs Feuer) schieben, scharren, ziehen’ (11. Jh.), mhd. frühnhd. trechen ‘ziehen, schieben, stoßen, (Feuer, Glut) scharrend bedecken’ (nach dem 16. Jh. nicht mehr üblich), auch (semantisch unklar) mnd. mnl. trēken ‘schaudern’ (selten, meist mit dem schwachen Verb trecken vermischt). Verwandtschaft mit dem unter tragen (s. d.) behandelten Verb und Anschluß an die dort genannte Wurzelerweiterung ie. *dereg- ist wahrscheinlich. trekken bleibt seit etwa 1700 im wesentlichen auf landschaftlichen und fachsprachlichen Gebrauch beschränkt, vgl. (Schiffersprache) ‘ein Schiff vom Uferweg aus durch Ziehen fortbewegen, treideln’. Die heute übliche Bedeutung ‘im Treck (weg)ziehen’, besonders ‘mit dem Ochsenwagen fahren, auswandern’ (Ende 19. Jh.) geht wie die von Treck (s. unten) auf die Sprache der südafrikanischen Buren (nl. trecken) zurück. – Treck m. ‘Siedler-, Flüchtlingszug mit Fuhrwerken’ (Ende 19. Jh.), zunächst im Hinblick auf die Auswanderung der Buren aus der Kapkolonie (nl. de Grote Trek der Boeren). Vgl. mnd. treck, mnl. trec(k) ‘(Kriegs)zug, feierlicher Zug, Prozession’, nl. trek ‘Zug’. Trecker m. ‘Zugmaschine’ (um 1930), vom Nordd. ausgehende Eindeutschung der vielleicht aus dem Engl. übernommenen Bezeichnung Traktor (s. d.). Zuvor ‘herauszuziehendes Verschlußstück, Zapfen’ (15. Jh.), ‘wer ein Schiff zieht, Treidler’ (17. Jh.).
1632 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    treckM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    treck , M. Vw.: s. trecke

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TreckDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    † Der Treck , — es, Mz. — e , im N. D. 1) ein Zug, wenn man etwas Schweres in verschiedenen Absätzen fortziehet. Dann, e…

  3. modern
    Dialekt
    Treckm., trans., f., intrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Treck m. I. trans. trecken entsprechend 1. Zug, Ziehen, Anziehen; Rdaa.: ick möt ehr (die Stute) in 'n Treck hollen, süs…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit treck

190 Bildungen · 168 Erstglied · 10 Zweitglied · 12 Ableitungen

treck‑ als Erstglied (30 von 168)

Treckäg'

MeckWB

Treckäg' f. kleine, handgezogene Egge Lu Laup ; Ha Belsch .

Treckbändel

RhWB

treck·baendel

Treck-bändel -ę·ŋ.- MGladb-Rheind m.: der herabhängende Teil der Schleife, des Schlipses.

Treckbänk

MeckWB

treck·baenk

Treckbänk f. wie Toggbänk: hei hett sinen Kopp för sick as ne Treckbänk Gü Bütz ; als Folterinstrument: up dei Treckbänk leggen Seem. And. 9…

Treckbalg

RhWB

treck·balg

Treck-balg m.: 1. Blasebalg in der Schmiede Gummb . — 2. übertr. scherzh. Ziehharmonika Gummb-Dieringhsn , Lennep-Halbach Lüttringhsn , Barm…

Trêckband

Adelung

treck·band

Das Trêckband , des -es, plur. die -bänder, auf den Hammermünzen, ein eisernes Werkzeug auf einem starken Bande, die Zähne oder Zeine zu dem…

Treckbank

Campe

treck·bank

† Die Treckbank , Mz. — bänke , eine Bank daran etwas zu ziehen. Auf den Hammermünzen führt diesen Namen ein eisernes Werkzeug auf einer sta…

Treckbas

RhWB

treck·bas

Treck-bas Kemp-Kaldenk m.: verächtl. Pferd, das nicht ziehen will.

Treckbaum

RhWB

treck·baum

Treck-baum -ō- Heinsb-Scheifendahl , Leverkusen m.: Langbaum des Wagens, Deichsel.

Treckbirne

RhWB

treck·birne

Treck-birne -bīər, –pEr MülhRh-BGladb , Klevld f.: sticksige Birne, die den Hals zuzieht.

Treckblumen

RhWB

treck·blumen

Treck-blumen (s. S.) Allg. f. Pl.: bunte Bl. aus Papier u. Stoff, mit Gold u. Silber verziert, die die Burschen nach der Musterung an den Ro…

Treckbolten

MeckWB

Treckbolten m. Handgriff der Schrotsag' Lu Damb .

Treckbrett

RhWB

treck·brett

Treck-brett optręks- Gummb-Berghsn n.: Br. des Maurers, mit dem er beim Verputzen der frischen Wand zuletzt den Feinputz ausführt.

Treckbrief

RhWB

treck·brief

Treck-brief -ē:- Sieg-ODollend m.: Spielkarte, mit der man übertrumpfen kann.

treckbrücke

DWB

treck·bruecke

-brücke : sublicius eyn treckbrugghe gemm. gemm. ( Köln 1507) bei Diefenbach gloss. 560 b ;

treckburen

DWB

treck·buren

treckburen : auf jeden fall wollen sie ( die buren ) sich hier nicht fest ansässig machen, sondern trekburen bleiben tägl. rundschau (1905) …

treckeisen

DWB

treck·eisen

-eisen : treckeisen, drahteisen fil d'archal Schwan nouv. dict. 2 (1784) 781 ;

treckeknecht

DWB

trecke·knecht

-knecht : helciarii treckeknechte, die am seile gehen und das schiff vom sande abfüren Bas. Faber thes. (1587) 378 a ; ein treckeknecht, trO…

Treckel

MeckWB

Treckel n. 1. kleines Heufuder; das Wort ist in Lu herrschend, begegnet in Pa und Ha öfter, sonst aber nur vereinzelt neben der Hauptbezeich…

Treckelband

Campe

† Das Treckelband , — es, Mz. — bänder , in Hamburg, das Gängelband.

Treckeldag

MeckWB

Treckeldag m. Umziehtag der Dienstboten und Tagelöhner: de Trekkeldag' wiren früher de 28. un 29. September (Micheil) Schö Tesch ; an den 24…

Treckelfauhr

MeckWB

Treckelfuhr , Treckelfauhr f. kleines Heufuder: Treckelfauhr Gü Eick .

Treckelfest

MeckWB

Treckelfest n. Name für den Treckeldag im Reim: Treckelfest, Treckelfest, Treckt dat all' von Nest tau Nest. Jeder denkt in sinen Sinn, Woan…

treck als Zweitglied (10 von 10)

Antreck

DRW

ant·reck

Antreck nl. Besitzergreifung Stallaert I 35 Faksimile

Gestreck

MeckWBN

gest·reck

Wossidia Gestreck n., f. Wegstrecke: wenn sei denn ganze Gestrecken gahn sünd Ha Hagenow@Belsch Belsch .

kindertreck

DWB

kinder·treck

kindertreck , m. nd., der feierliche kirchgang zur taufe. Heynatz antib. 2, 181 , er citiert den Hamburg. patrioten: confect so bei der tauf…

Ableitungen von treck (12 von 12)

betrecken

RhWB

be-trecken: 1. trans. a. das Bett beziehen Rip. — b. einen b., überraschen; enen van eiten b.; einen in de Schlop b. jmd. so früh besuchen, …

Betreckung

MeckWB

Betreckung f. Beziehung: denken Se in dissejenigste Betreckung man nicks Args von mi Bri. 2, 67. Br. Wb. 5, 105.

en(t)trecken

MNWB

en(t)trecken , swv. , wegziehen, entziehen, sich entziehen, sik e. sich entziehen.

ertrecken

MeckWB

ertrecken erziehen; in der Gärtnerfachspr. Pflanzen ziehen Sta Zipp ; Wa Jab . Kü. 1, 422.

getreck

KöblerMnd

getreck , N. Vw.: s. getrecke

getrecke

DWB

getrecke , n. , verstärkte bildung zu treck, gehört mit diesem und dem verbum trecken dem niederdeutschen sprachgebiet in erster linie an, w…

getrecken

DWB

getrecken , verb. , verstärktes trecken ( vgl. Weinhold beiträge zu einem schles. wb. 99 b ), vereinzelt in der älteren sprache belegt, vgl.…

trecke

DWB

trecke , f. , zu trecken 1. 1 1) remulcus, ziehseil Nürnberger wb. (1713) 116; Steinbach (1734) 2, 847 : an der Plauschen gassenecke ist ein…

vertreck

DWB

vertreck , n. , subst. zu vertrecken ( s. d. ) : mnd. vortreck Lübben - Walther 529 a ; brem. wb. 5, 105; holst. Schütze 4, 278 ; ostfries. …

vertrecke

BMZ

vertrecke swv. zerre auseinander, verziehe. ouch was der frouwen runzît vertwâlet unde vertrecket Parz. 256,25.

vertrecken

DWB

vertrecken , verb. , intensivbildung zu vertrechen, aber obd. neben diesem nur vereinzelt, md. und nd. allein herrschend. in der schriftspra…

zertrecken

RhWB

zer-trecken: 1. etwas z., lang ziehen, überdehnen Allg. — 2. sich z., angestrengt ziehen, sich dabei abrackernd Allg.