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florieren

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

florieren

florieren

1Flor m. ‘Blumenfülle, Blütenpracht’. Mhd. flōre, frühnhd. Flore f. ‘Blume, Blüte’ (in metaphorischer Verwendung) ist zunächst Entlehnung aus gleichbed. afrz. flor, flour (frz. fleur), dem es auch im Genus folgt; vgl. daneben mhd. flōrī ‘blühendes Aussehen’ (wohl nach afrz. flori, Part.adj. zum Verb afrz. florir, s. unten), flōrīe ‘Blume, Blütenpracht’ (als Kollektivbildung?). Seit dem 16. Jh. erscheint nhd. Flor(e) häufig in Wendungen wie in aller Flore, in Flor sein, stehen (mehrfach entstellt in Flor und esse kommen, erhalten), nach im Nlat. üblichem in flore esse ‘in Blüte, Ansehen stehen’, nun also im Anschluß an lat. flōs (Genitiv flōris) ‘Blume, Blüte, Periode der höchsten Kraftentfaltung, bester, edelster Teil’ (verwandt mit blühen, s. d.), das der frz. Form ebenfalls zugrunde liegt. Maskulines Genus (nach lat. Vorbild) gilt vom 17. Jh. an. Freier Gebrauch außerhalb der präpositionalen Fügung findet sich erst um 1700, die auf konkrete Sachverhalte bezogene Bedeutung ‘große Zahl von Blüten, Blumenfülle’ nicht vor der 2. Hälfte des 18. Jhs. – florieren Vb. ‘blühen, gedeihen, vorankommen’ (Ende 16. Jh.), mhd. flōrieren ‘(mit Blumen) schmücken, stattlich ausrüsten’ (von afrz. florir ‘mit Blumen schmücken, blühen’, spätlat. flōrīre, lat. flōrēre ‘blühen, in Blüte, hohem Ansehen stehen’); vgl. gleichbed. mhd. flōren (abgeleitet von mhd. flōre). deflorieren Vb. ‘entjungfern’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. dēflōrāre ‘Blüten abpflücken, des Ansehens, der Ehre, der Jungfernschaft berauben’. Defloration f. ‘Entjungferung’, teils auch ‘Schändung’ (18. Jh.), aus lat. dēflōrātio (Genitiv dēflōrātiōnis) ‘das Entblüten, Blumenlese, Entjungferung’.
1665 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    flôrierenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    flôrieren stn. ich wil die rede furrieren ân alleʒ fl. Erlœs. 88 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    florieren

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    florieren , 1 1) intr. florere, blühen: dieses reich ist so beständig gefasset worden, das es cc jahre geflorieret. Micr…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    florieren

    Goethe-Wörterbuch

    florieren -ir- wirtschaftl gedeihen, Erfolg haben das neue kritische Institut [ JALZ ] .. das auf eine wunderliche Weise…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Florieren

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Florieren (lat.), blühen, in Flor sein.

  5. modern
    Dialekt
    florieren

    Nachträge (Mecklenb.) · +3 Parallelbelege

    Wossidia florieren blühen, bildl.: ok hier floriert de Tuuschhannel as noch nie Wi Wismar@Poel Poel .

  6. Spezial
    florieren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    flo|rie|ren vb.intr. 1 florí (-rësc) 2 (gedeihen) prosperé (-rëia). ▬ das Geschäft floriert i afars vá dassënn bun.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit florieren

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Zerlegung von florieren 2 Komponenten

flori+eren

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