Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schnittlauch
Schnittlauch
Lauch m. Name vieler teils wildwachsender, teils als Gewürz- und Gemüsepflanze angebauter Zwiebelgewächse (u. a. Bären-, Gras-, Knoblauch, Porree, Schnittlauch, Zwiebel), ahd. louh (9. Jh.), mhd. louch, asächs. mnd. lōk, mnl. looc, nl. look, aengl. lēac, engl. leek, anord. laukr, schwed. lök (germ. *lauka-). Die Herkunft ist ungesichert, da außergerm. Entsprechungen des Pflanzennamens nicht nachzuweisen sind; finn. laukka ‘Lauch’, aslaw. lukъ ‘Knoblauch’, russ. luk (лук) ‘Zwiebel’ sind frühe Entlehnungen aus dem Germ., lit. lūkai wohl aus dem Slaw. Wegen der nach unten gebogenen Blätter wird jedoch allgemein Verwandtschaft mit griech. lygízein (λυγίζειν) ‘biegen, winden, drehen’, lýgos (λύγος) ‘biegsamer Zweig’, lat. luctārī ‘ringen’, lit. lùgnas ‘biegsam, geschmeidig’ und Anschluß an die Wurzel ie. *leug- ‘biegen’, außerhalb des Germ. fast nur in der Ablautform ie. *lŭg- (wozu auch Locke, s. d.), angenommen. In neuerer Literatursprache ist Lauch hauptsächlich in Zusammensetzungen wie Knoblauch (s. d.) und Schnittlauch (s. unten) sowie in Mehrwortausdrücken wie runder, gelber Lauch gebräuchlich. – Schnittlauch m., ahd. snitalouh (10. Jh.), mhd. snitlouch, mnd. snēdelōk; benannt nach der Nutzungsart, dem Schnitt der immer wieder nachwachsenden röhrenförmigen Blätter.