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rappeln

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
23
Verweise raus
20

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rappeln

rappeln

rappeln Vb. ‘klappern, rasseln’ (17. Jh.), reflexiv ‘sich (mühsam) bewegen, sich aufraffen’ (18. Jh.) vereint in sich wohl einerseits lautnachahmendes, mit iterativem l-Suffix und Konsonantengemination gebildetes nd. rappeln ‘rasseln, klappern’ (vgl. entsprechendes mhd. raffeln ‘lärmen, klappern, schelten’ sowie engl. to rap ‘klopfen’) und andererseits zu mnd. rāpen ‘raffen’, md. rappen ‘gewaltsam an sich reißen’ (16. Jh.) gebildetes nd. rappeln ‘sich aufraffen, bewegen, an sich reißen’ (s. raffen). Aus ‘lärmen’ entwickelt sich die Bedeutung ‘nicht recht bei Verstande, verrückt sein’ (18. Jh., doch wohl älter, s. unten rappelig, rappelköpfig); vgl. es rappelt bei jmdm. aufrappeln Vb. reflexiv ‘sich aufraffen’ (18. Jh.). Rappel m. ‘Verrücktheit, plötzlich aufsteigender Zorn’ (19. Jh.); älter mundartlich Rappel f. ‘Klapper, Flachsraufe’. rappelig Adj. ‘verrückt, nervös, unruhig’ (17. Jh.). Rappelkopf m. ‘eigensinniger, störrischer, zum Jähzorn neigender Mensch’, rappelköpfig Adj. ‘eigensinnig, störrisch, jähzornig’ und gleichbed. rappelköpfisch Adj. (alle 17. Jh.); vielleicht aus der Sprache der Pferdezüchter, wo rappelköpfisch ‘am Koller leidend’ neben kollerig gebraucht wird.
1196 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rappeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rappeln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1) Eigentlich, klappern oder rasseln, von harten lockern Körpern, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rappeln

    Goethe-Wörterbuch

    rappeln lautmalerisch: ein hartes, schepperndes Geräusch machen [ beim festlichen Bankett ] Nun dappelt's und rappelt's …

  3. modern
    Dialekt
    rappelnrefl., refl.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    rappeln rawweln 1. schnell und unbedacht reden, plappern: Mi 69 a ; allgem.; he rappelt so väl Ro Warn ; dei rappelt ümm…

  4. Sprichwörter
    Rappeln

    Wander (Sprichwörter)

    Rappeln 1. Wann et einem ze rappeln ânfängk, dann fängk et boven em Häuv ân. ( Köln. ) – Firmenich, I, 474, 142. 2. Es r…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rappeln

6 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von rappeln 2 Komponenten

rapp+eln

rappeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rappeln‑ als Erstglied (1 von 1)

rappeln als Zweitglied (2 von 2)

aufrappeln

DWB

auf·rappeln

aufrappeln , unhochdeutsch für aufraffeln: da rappelte der rath vom mittagsschlaf sich auf aus seinem bette Gökingk 2, 201 .

betrappeln

DWB

bet·rappeln

betrappeln , deprehendere, ertappen, betreten: das wären die dümmsten weiber, die sich mit einem liebhaber von ihren männern betrappeln lies…

Ableitungen von rappeln (3 von 3)

berappeln

DWB

berappeln , was beraffeln: ich musz dich darum berappeln.

verrappeln

PfWB

ver-rappeln schw. : einen v. = verhauen 1, verappele [ KU-Wolfst ]. — Wohl zu rappeln ; doch vgl. veräpfeln 1 b. — Bad. II 93 and. Bed.

zerrappeln

RhWB

zer-rappeln: 1. sich z., immerfort zur Belästigung anderer r. Allg. — 2. wild, ausgelassen spielen, laufen Monsch , Sieg , Bitb-Ernzen .