Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
es
es
er es Pers.pron. m. n. der 3. Pers. Sing. Ahd. ir, er ‘er’, iʒ, eʒ ‘es’, mhd. er, eʒ, asächs. it ‘es’, anord. (runisch) is, eʀ ‘er’, got. is ‘er’, ita ‘es’ sind verwandt mit aind. idám ‘es’, lat. is ‘der(jenige), dieser, er’, id ‘das(jenige), dieses, es’, lit. jìs ‘er, sie’, air. ē ‘er’ (wohl aus *eis), so daß ein Pronominalstamm ie. *ei-, *i-, daneben wohl auch ie. *e- anzusetzen ist. Für das Germ. wird im Nominativ Sing. Mask. ein allen Sprachen ursprünglich gemeinsames *is, *iz bzw. *ez angenommen; jedoch sind im Asächs. und Aengl. *iz, *ez in schwachtoniger Stellung zu *ē̌, *ī̌ geworden und durch anlautendes h- aus dem Demonstrativpronomen germ. *hi- (z. B. in ahd. *hiu tagu, s. heute) gestützt worden, daher asächs. hē̌, hī̌ ‘er’, mnd. hē, aengl. hē̌ ‘er’, engl. he. Das gleiche h- erscheint in anord. hann ‘er’ (aus hānn, *hānʀ, dessen Wortkern *ānn, *ānʀ wohl aus germ. *jainaz, vgl. got. jains, s. jener, hervorgegangen ist). Die Anrede Er (17. Jh.) beruht auf dem Einfluß frz.-ital. Höflichkeitssprache und steht stellvertretend für Herr und dgl. Im 18. Jh. wird sie ersetzt durch Sie (s. sie), während Er Anrede sozial niedrigstehender Personen wird.