Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
heulen
heulen
heulen Vb. ‘laute klagende Töne von sich geben, laut weinen’, ahd. hūwilōn, hūlōn (11. Jh.), mhd. hiulen, (md.) hūlen. Das Verb ist entweder im Sinne von ‘schreien wie eine Eule’ von ahd. hūwila, spätmhd. hiuwel, hūwel ‘Eule’, ahd. hūwo, mhd. hūwe ‘Uhu’ (s. Eule) abgeleitet oder aber als selbständige lautmalende Bildung ‘den Klagelaut hū bzw. hiu ertönen lassen’ anzusehen. Vgl. in: PBB (H) Sonderbd. (1957) 88 ff. Das Verb ist Bestandteil mehrerer Wendungen, vgl. es ist zum Heulen ‘ist mißlich, beklagenswert’, heulen wie ein Schloßhund ‘herzzerreißend weinen’, das heulende Elend haben ‘tief bekümmert, deprimiert sein’, mit den Wölfen heulen ‘sich bedingungslos anpassen’.