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Sommer

mnd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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23 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Sommer

Bd. 8, Sp. 202
Sommer das Wort, auf <em>Summer zurückgehend, ist allg., u. zwar Rhfrk -u-, seltener -o- [in Birkf, Simm, Zell (Hunsr) auch -ū-]; Mosfrk -u-, seltener -o- [Trier bis Bernk (Mos), Bitb, Prüm -ū-]; Westerw (u. -u-), Siegld -o-; Rip, Berg -o-, vielfach -u- [Remschd, Elbf -ūə-]; Eup -o-; SNfrk -ūə-; Klevld -o-; Pl. -ərə, –ərn m.: 1.a. wie nhd. die Jahreszeit; ene hesse, drüge, köhle, nasse S.; em (huhe) S.; de S. durch; dat schlech Wedder hält bes en de S. eren Rip, Allg.; Sommersch im S. Berg; van ne S. diesen S. SNfrk, Klevld; Einteilung des S. nach der hauptsächl. landwirtschaftl. Tätigkeit: es Gromberesetze, es Kappessetze, es Heimache, es Grommetm., es Korschneide, es Grombereausmache Rhfrk; öm sint Jann en de S. 24. VI. Nfrk. — Wetterregeln. Drifft de Eike (Eiche) für de Esche, häult der S. grute Wäsche; dr. de Esche für de Eike, h. de S. gr. Bleike (Bleiche) Sol, NBerg. Stent (hagelt) et em S., dann wird et schlommer (schlimmer) Schleid-Hellenth. Wenn et kene Wengkter git, dann g. et k. S. Dür, Allg. Drüge S.ə sind de beste Kemp, Allg. Nen dr. S. hät den Bur noch nit vam Hoff gejat, wall äwwer nen naten Sol. De S. muss broden (braten), wat den Hirst soll geroden Mosfrk. Et as ke S. su hess, et erkalt e Schneider oder en Gess (Ziege) WEif. Wenn et blitzt un donnert iwer de kalle Wald, gebt's e S. rauh un kalt Nahe. Es et in de Januar wärm, dann wörd et in de S. ärm Klev. Em Hartmond en Ei schad dem S. er zwei Waldbr-Bladersb. Wie der März, su de ganze S. Prüm-Ringhuschd. Fasselowend es ene Geck, Possen (Ostern) es ene Eierbeck, Pengsten es en groten Her, den brengt uns de S. weər, Her, St Jann br. ons de S. w. Klevld. Posche huəh (spät), P. neər (nieder, früh), P. kömmt de S. weər MGladb-Liedbg, Kemp. Freh Usteren, fr. S. Prüm-Waxw. Für Servaz (13. V.) kene S., no S. k. Frost Rip, Verbr. Brengk Allerhellige (1. XI.) ene Wengkter, dann br. zint Mäərte (11. XI.) ene S. MGladb, SNfrk, Rip. Sall der Winzer glecklich sein, fällt A. un (in) de S. Bernk. — RA.: En Schwalf mach kenen S. Rip, Allg. Kömmt der S., schwänd (schwindet) der Jommer (Jammer) Eup-Stdt. Der S. es ne Ernährer, der Wengkter es ne Verzehrer Dür-Gürzenich. Das macht (du machscht mir) a (auch) S. on Wenter! diese Kleinigkeit nützt u. schadet nicht viel Saarbr-Sulzb. Et es marr Oəvend en Morge, sät de Frau, du wor et öm sint Jann en de S. Geld-Wachtendonk. Im S. Is! Ausr. des Erstaunens, wenn einer etwas sieht, das eigentlich nicht dahin gehört, z. B. im Winter blühende Rosen oder im März reife Birnen oder ein alter Junggeselle verlobt sich usf. Gummb-Berghsn. Wer em S. net well gehn mem Reche, wenn de Mecke steche, der moss em Wenter g. m. Strohsäl on froə (fragen): dir Leitcher, wer hat Hau (Heu) fäl? Rhfrk, Mosfrk. Wen in de S. niet ärbet, den hät in de Wenter necks te freten Mörs-Asbg. We em Wengkter lit op de Bank (u. nicht drischt), bei dem hält em S. et Brut net em Schrank, dem h. em S. et Br. net langk MülhRh. Em S. es denne Meirer (Maurer) kan Schoppe Wein ze deier (teuer) on em Weanter k. Kurscht Brut ze hart May, Eif, Kreuzn. Do es et em huhe S. gefror man stösst beim Pflügen, Graben gleich auf den Felsen (s. S.frost) May-Kollig. Leck mich doch meddse em S. micht mer Hei (Heu)! scherzh. euphemist. abschl. Antw. Kobl-Bendrf; du kanns mech wengkterkippen, dat hescht em S.! Wippf. Wenn et S. ös on et schwarz schneit! niemals, Vertröstung auf unbestimmte Zeit, auf den Nimmerchenstag Eusk; (de) S. in acht (vierzehn) Dag! Rhfrk; de S. iwer drei Kochleffel! Birkf-Hosenb. — Et wor emol on es net mih, em Wenter gitt (geht) mer dorch de Schni, em S. g. mer dorch de Hetzt, dann hot mer e nass Himd geschwetzt Zell-Enkirch. — b. der Altweiwers. oder der Allerhellges. Spätsommer, die an schönen Herbsttagen in der Luft fliegenden Spinnfäden; man sagt dann: der S. flüg (geht) fort, geht flege, ze Eng (Ende) Rip, Verbr.; der flegende S. May-MüMaif. Wenn Allerhelliges. flüg, git et Ren Aach-Eschw. Allerheilige brengt S. vor alt Weiwer; er es des Summers Verdreiwer Ottw-Wiesb. Allerhelliges. durt drei Dag Eusk-Friesh. A.s., Allerseele Mess, da sen mer de Wenter gewess Ottw. — c. allg. Bezeichnung für »Ernte«; mer sin em S., em Höwers. (Haferernte) (ein anderes Wort für »Ernte« fehlt) Saarl, Merz, Saarbg. — 2. übertr. a. sachl. α. S. em Korn unreifes, taubes Korn Sieg-Fussh. — β. Flur mit (für) Sommergetreide Altk-Dickend. — γ. en drüə S. verächtl. sehr steif gekochtes Gemüse Gummb-Nümbrecht. — b. persönl. verächtl. verkallder S. ein Mensch, dem es leicht zu kalt ist Bernk-Bruchw.
4584 Zeichen · 172 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sommerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    sommer , M. Vw.: s. sōmer

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sommer

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Sommer , des -s, plur. ut nom. sing. die wärmere Zeit des Jahres. 1. Eigentlich, wo überhaupt die wärmere Zeit des J…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sommer

    Goethe-Wörterbuch

    Sommer [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sommer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Sommer , die auf den Frühling folgende Jahreszeit, in der nördl. Hälfte astronomisch vom 21. Juni bis 23. Sept., in der …

  5. modern
    Dialekt
    Sommerm.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Sommer m. Sommer: 'des samers' (im Sommer; 1496) Jb. 47, 79; 'volgendes sommers' (im folgenden Sommer) Slagg. 178; Somme…

  6. Sprichwörter
    Sommer

    Wander (Sprichwörter)

    Sommer 1. Auf einen heissen Sommer folgt ein kalter (strenger) Winter. – Petri, II, 24. 2. Bô is woll en Summer, bô et n…

  7. Spezial
    Sommer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Som|mer m. (-s,-) isté (istá) m. ▬ im Sommer d’isté.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sommer

961 Bildungen · 946 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von sommer

sommern + -er

sommer leitet sich vom Lemma sommern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von sommer 2 Komponenten

som+mer

sommer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sommer‑ als Erstglied (30 von 946)

Sommerabend

SHW

Sommer-abend Band 5, Spalte 1071-1072

Sommeranzug

SHW

Sommer-anzug Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerapfel

SHW

Sommer-apfel Band 5, Spalte 1071-1072

Sommeraster

SHW

Sommer-aster Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerau

SHW

Sommer-au Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerbaum

SHW

Sommer-baum Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerberg

SHW

Sommer-berg Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerbirne

SHW

Sommer-birne Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerblume

SHW

Sommer-blume Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerbrand

SHW

Sommer-brand Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerdamm

SHW

Sommer-damm Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerdecke

SHW

Sommer-decke Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerei

SHW

Sommer-ei Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerende

SHW

Sommer-ende Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerfeld

SHW

Sommer-feld Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerfest

SHW

Sommer-fest Band 5, Spalte 1073-1074

sommer als Zweitglied (14 von 14)

Hochsommer

RDWB1

Hochsommer f (Lakune) разгар лета

Spätsommer

RDWB1

Spätsommer m разгар лета (а не "позднее лето")

altweibersommer

DWB

altweib·er·sommer

altweibersommer , m. fila divae virginis, s. mädchensommer , Mechtildesommer, Mariengarn , die im nachsommer auf dem gefilde fliegenden fäde…

hochsommer

DWB

hoch·sommer

hochsommer , m. hoher sommer, zeit der hundstage, zu welcher die hitze am grösten ist.

mädchensommer

DWB

maedchen·sommer

mädchensommer , m. nachsommer. auch die fäden, die zu dieser zeit auf den feldern herumfliegen. vergl. altweibersommer.

Martinssommer

Wander

martins·sommer

Martinssommer Der Martinssommer währt nicht lange. In Toscana heisst es: Er währt drei Tage und ein bischen. ( Orakel, 894. )

mittsommer

DWB

mitt·sommer

mittsommer , m. die mitte des sommers, die zeit um den Johannistag; engl. midsummer.

nachsommer

DWB

nach·sommer

nachsommer , m. sommerwetter im herbste, spätsommer Stieler 2060 : bei dem herrlichen wetter, das sich nun bald in den ächten mäszigen zusta…

vorsommer

DWB

vor·sommer

vorsommer , m. , das wort wird erst von den neueren lexikographen verzeichnet, und zwar als gleichbedeutend mit frühling: vorsommer, früheso…

weibersommer

DWB

weib·er·sommer

weibersommer , m. 1 1) nachsommer, spätjahr: o trage keinen kummer, der diebstahl wird noch kund im alten weiber-sommer Neukirch in Hoffmann…

Ableitungen von sommer (1 von 1)

unsommer

DWB

unsommer (un IV B): Kramer (1702) 2, 835 c ; Göthe IV 34, 295 W.; Schopenhauer an Holtei 50 . unsommerhaft Campe , Mozin,