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Sommer

mnd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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23 in 18 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Sommer Der

Bd. 4, Sp. 471a
Der Sommer, — s, Mz. gl. die anhaltend wärmere Zeit des Jahres, in welcher die Gewächse grünen, blühen und Frucht tragen; in Gegensatz des Winters. I diesem weitern Sinne, da man das Jahr nur in diese zwei Jahreszeiten, Sommer und Winter theilet, sagt man noch, es wird Sommer, es ist Sommer, wenn warme Witterung eintritt. I engerer und gewöhnlicher Bedeutung verstehet man aber bei uns unter Sommer nur die Zeit von drei Monaten, von der Sommersonnenwende bis zur Herbstnachtgleiche, oder vom letzten Drittel des 6ten bis zum letzten Drittel des 9ten Monats, welche auf den Frühling folgt und dem Herbste vorhergeht, oder wo die Sonne durch die drei Sternbilder des Thierkreises, den Krebs, den Löwen und die Jungfrau scheinbar läuft. Der Anfang des Sommers, Sommersanfang. Ein warmer, trockener, nasser, fruchtbarer  Sommer. Wir haben jetzt Sommer und doch ist es nicht warm. Den Sommer auf dem Lande zubringen. Х Der Mittensommer, in manchen Gegenden, der Johannstag, der mittelste Tag zwischen den beiden Nachtgleichen, wenn man diese Zeit nach der gemeinen Eintheilung des Jahres in Sommer und Winter, Sommer nennt. Der Nachsommer, die warmen, sonnenhellen Tage nach dem eigentlichen Sommer, im Weinmonat und der ersten Hälfte des darauf folgenden Monats, welchen man im gemeinen Leben auch den alten Weiber Sommer nennt Uneigentlich 1) I der dichterischen Schreibart; sowol für Jahre, wenn man die Jahre nach den Sommern zählt. Ih — bin nun sechzehn Sommer alt. Hagedorn. Als auch, wenn man vom Sommer des Lebens spricht, für, denjenigen Theil des ganzen Lebens, welcher gleichsam der Sommer darin ist, das Alter der Reife, das männliche Alter; zum Unterschiede vom Frühlinge, dem jugendlichen Alter, und dem Herbste und Winter, dem spätern und Greisenalter. »Er starb, ach er starb in dem Sommer seines Lebens.« Geßner. »Obwol aus dem Frühlinge des Lebens schon in den Sommer getreten, da sie bereits ihr dreißigstes Jahr zurückgelegt hatte « C. A. Buchholz. 2) Die zarten Fäden, mit welchen im Spätsommer Felder und Wiesen überzogen sind, welche auch häufig von der Luft fortgeführt werden, und eigentlich das Gewebe sehr kleiner Spinnen, der Sommerspinnen sind, bei deren Fliegen in der Luft der gemeine Mann sagt: daß der Sommer fortziehe. S. Sommerspinne. Man nennt diese Fäden, fliegenden Sommer, auch Sommerfäden, Sommerflocken, Sommerweben, Marienfäden, unserer lieben Frauen Fäden, Mariengarn, der alten Weiber Sommer, weil sie im Nachsommer, welcher diesen Namen in der niedrigen Sprechart führt, sich zeigen; im N. D. Slammetje und Slammetjesommer.
2584 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sommerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    sommer , M. Vw.: s. sōmer

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sommer

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Sommer , des -s, plur. ut nom. sing. die wärmere Zeit des Jahres. 1. Eigentlich, wo überhaupt die wärmere Zeit des J…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sommer

    Goethe-Wörterbuch

    Sommer [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sommer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Sommer , die auf den Frühling folgende Jahreszeit, in der nördl. Hälfte astronomisch vom 21. Juni bis 23. Sept., in der …

  5. modern
    Dialekt
    Sommerm.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Sommer m. Sommer: 'des samers' (im Sommer; 1496) Jb. 47, 79; 'volgendes sommers' (im folgenden Sommer) Slagg. 178; Somme…

  6. Sprichwörter
    Sommer

    Wander (Sprichwörter)

    Sommer 1. Auf einen heissen Sommer folgt ein kalter (strenger) Winter. – Petri, II, 24. 2. Bô is woll en Summer, bô et n…

  7. Spezial
    Sommer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Som|mer m. (-s,-) isté (istá) m. ▬ im Sommer d’isté.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sommer

961 Bildungen · 946 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von sommer

sommern + -er

sommer leitet sich vom Lemma sommern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von sommer 2 Komponenten

som+mer

sommer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sommer‑ als Erstglied (30 von 946)

Sommerabend

SHW

Sommer-abend Band 5, Spalte 1071-1072

Sommeranzug

SHW

Sommer-anzug Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerapfel

SHW

Sommer-apfel Band 5, Spalte 1071-1072

Sommeraster

SHW

Sommer-aster Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerau

SHW

Sommer-au Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerbaum

SHW

Sommer-baum Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerberg

SHW

Sommer-berg Band 5, Spalte 1071-1072

Sommerbirne

SHW

Sommer-birne Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerblume

SHW

Sommer-blume Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerbrand

SHW

Sommer-brand Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerdamm

SHW

Sommer-damm Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerdecke

SHW

Sommer-decke Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerei

SHW

Sommer-ei Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerende

SHW

Sommer-ende Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerfeld

SHW

Sommer-feld Band 5, Spalte 1073-1074

Sommerfest

SHW

Sommer-fest Band 5, Spalte 1073-1074

sommer als Zweitglied (14 von 14)

Hochsommer

RDWB1

Hochsommer f (Lakune) разгар лета

Spätsommer

RDWB1

Spätsommer m разгар лета (а не "позднее лето")

altweibersommer

DWB

altweib·er·sommer

altweibersommer , m. fila divae virginis, s. mädchensommer , Mechtildesommer, Mariengarn , die im nachsommer auf dem gefilde fliegenden fäde…

hochsommer

DWB

hoch·sommer

hochsommer , m. hoher sommer, zeit der hundstage, zu welcher die hitze am grösten ist.

mädchensommer

DWB

maedchen·sommer

mädchensommer , m. nachsommer. auch die fäden, die zu dieser zeit auf den feldern herumfliegen. vergl. altweibersommer.

Martinssommer

Wander

martins·sommer

Martinssommer Der Martinssommer währt nicht lange. In Toscana heisst es: Er währt drei Tage und ein bischen. ( Orakel, 894. )

mittsommer

DWB

mitt·sommer

mittsommer , m. die mitte des sommers, die zeit um den Johannistag; engl. midsummer.

nachsommer

DWB

nach·sommer

nachsommer , m. sommerwetter im herbste, spätsommer Stieler 2060 : bei dem herrlichen wetter, das sich nun bald in den ächten mäszigen zusta…

vorsommer

DWB

vor·sommer

vorsommer , m. , das wort wird erst von den neueren lexikographen verzeichnet, und zwar als gleichbedeutend mit frühling: vorsommer, früheso…

weibersommer

DWB

weib·er·sommer

weibersommer , m. 1 1) nachsommer, spätjahr: o trage keinen kummer, der diebstahl wird noch kund im alten weiber-sommer Neukirch in Hoffmann…

Ableitungen von sommer (1 von 1)

unsommer

DWB

unsommer (un IV B): Kramer (1702) 2, 835 c ; Göthe IV 34, 295 W.; Schopenhauer an Holtei 50 . unsommerhaft Campe , Mozin,

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sommer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sommer/campe
MLA
Cotta, Marcel. „sommer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sommer/campe. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sommer". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sommer/campe.
BibTeX
@misc{lautwandel_sommer_2026,
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