rubbeln das Wort setzt vereinzelt in Wend, Ottw, Saarbr, Saarl ein u. herrscht geschlossen in Merz, Saarbg, Trier, Wittl, Bitb, Prüm, also im WMosfrk, [abseits
-ob- uMos], u. dann mit der durchgehenden SGrenze Prüm, Malm, Schleid, Ahrw über das ganze LRip, SNfrk bis nach Mörs hinein u. vereinzelt in Klev; rrhn. Siegld, [
-ob-] RRip, Berg, u. zwar
-ub- [in Saarbr-Altenkessel Hilschb Sulzb, Ottw-Wiebelsk, Saarl-Beaumarais Hüttersd Wallerfang, Merz-Hilbringen, Wittl-Schwarzenborn, Kobl-Stdt, Altk-Seelb Hellert
-uw-; Saarbg-Serrig
-oub-; Trier, Wittl, Bitb
-ūb-; Geilk-Birgden, Heinsb-Erpen Porselen Scheifend Schleiden
-ǫb- (doch
s. rappeln); Malm hier u. da
-ob- u.
s. o.]:
schw.: 1. intrans. poltern, rumpeln, dröhnen mit leichtem dumpfem Schall;
et rubbelt wenn es fernhin donnert, wenn eine Kugel über den Holzboden rollt;
et rubbelt mer em Bauch (Lif) es kollert, knurrt mir im Magen;
ech han Rubbeles em Lif MüEif;
et rubbelt him op der Brost beim Röcheln; der Wagen, die Kegelkugel
rubbelt über eine Unebenheit;
der Zog (Eisenbahnzug)
rubbelt an enem vorbei; der Desch (Stohl) rubbelt wenn man ihn verrückt Aach-Walh;
de Äppel (udgl.)
r. (vam Bom heraf), — komme (heraf)gerubbelt gekollert uMos;
de Trone (Tränen)
rubbelde et ärm Kengk (Kind)
langs de Bäckelchere eraver Aach;
r. on dubbele Schleid-Hellenth. RA.:
Et rubelt an (in)
der Krebank (Krügebank) bei Streit zwischen Mann u. Frau Trier-Welschbillig.
Botterbroch (Brot in Buttermilch hineingebrockt)
rubelt am (im)
Loch (Leib) Bitb-Mettend.
Jong, wat rubbelt dech de Buk (Bauch)
? Dat deht de decke Bottermelk on dann de Bocketskuk (Buchweizenkuchen)! MGladb. — 2. absol. u. trans. a. absol. α. dumpfes, rollendes Geräusch verursachen, poltern; sich unter dumpfem Geräusch bewegen;
rubbelt net so möt die Stöuhl Kref, Allg. — β. an oder mit etwas r., geräuschvoll rütteln;
an de Dir r.; rubbel doch net su am Desch; rubel net esu mat (mit)
dengem Geschier Bitb, Allg.; laut anklopfen Heinsb-Myhl. — γ. über etwas r., rciben, schleifen NBerg;
he rubbelden öwer de Rutt (Fensterscheibe) Mörs-Rheinbg;
dann geng dat R. los met de Afsepsbüarschte (Abseifsbürste) Barm;
Stielmus r. Rübstiel abstreifen, zum Einmachen Mettm-Gruiten. — δ. auf (mit) dem Rummelspott (
s. d.) an Fastnacht lärmen Kemp-Kaldenk. — ε. an den Kartagen mit der Rubel rasseln Trier-Fell Mehring. — ζ. unruhig sitzen u. dadurch Geräusch verursachen Prüm-Büdesh. — η. zu eilig u. daher unordentlich arbeiten, Unordnung schaffen; auch
ebbes r. Saar, Birkf, Trier, Wittl, Bitb, Daun, Prüm, Malm, Monsch, auch
r. u.
drüvverr. Sieg, uWupp;
jet opee (aufeinander)
r. Eup-Raeren;
ebbes hinr. nur schnell erledigen Trier, Bitb;
dat es ävver gerubbelt beim Nähen unordentlich zusammengezogen Ahrw. — θ. nicht tief pflügen Daun-Strohn, Eusk. — ι. Schlitten fahren Wend. — κ. der Boden, die Schnitte Brot
es gerubbelt vertrocknet Sieg-Fussh. — λ.
rubəlχəs, –uw- ein Klickersp., wobei die Kl. gegen eine Wand geworfen werden, dass sie zurückschnellen; wessen Kl. einen der daliegenden Kl. bei Zurückschnellen trifft, dem gehören alle Saarbr, Ottw. — b. trans. α. einen r., verprügeln Heinsb-Breberen. — β. sich r., sich bei der Arbeit überstürzen Merz-Mettlach. — γ. sich r., sich balgen Aach-Stdt. — δ. sich r. im Kinderld.:
Möhn Annekät (Anna Katherina),
M. A., wat machen eure Gäns? Se hobbeln sich, se robbeln sich, se wäschen sich de Schwänz Malm, Verbr. — Abl.
die Rubbel(er)ei, dat Gerubbel(s) [Bitb
-i-, –e-],
der Rubbeler nur Saarb, Wittl, Bitb, Prüm, Malm;
-yb- Malm-Amel;
-uw- der beim Kegeln alle Neun wirft Wittl-Schwarzenborn;
die Rubbelersch.