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Ingrimm

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Ingrimm

Ingrimm

Grimm m. ‘Wut, heftiger Zorn’, auch (seit Ende 18. Jh.) ‘unterdrückter Zorn’, mhd. grim, mnd. grim(me) ‘Wut, Grimm, Wildheit’; vgl. ahd. zano gigrim ‘Zähneknirschen’ (um 800) sowie das zunächst vorherrschende, im Frühnhd. abkommende ahd. grimmī(n) ‘Grausamkeit, Wut, Wildheit, Strenge’ (8. Jh.), mhd. grimme ‘Wut, Wildheit’, feminines Abstraktum zum Adjektiv ahd. grim(mi) (s. unten), aus dem wohl ebenfalls, vielleicht über Fügungen wie mhd. der grimme muot, das jüngere Maskulinum durch Substantivierung hervorgeht (möglich wäre auch Entstehung aus flektierten Formen des Femininums, z. B. ahd. mit grimme). – grimm Adj. ‘wütend, wild, schrecklich’, in der Dichtung bis ins 18./19. Jh. noch lebendig, ahd. grim, grimmi (Adv. grimmo) ‘grausam, wild, streng’ (8. Jh.), mhd. grim(me) ‘zornig, unfreundlich, wild, schmerzlich’, asächs. grim ‘feindlich, böse, schmerzlich, schlimm’, mnd. grim(me) ‘zähneknirschend, wütend, zornig’, mnl. aengl. engl. grim, anord. grimmr ‘grimmig, wild, grausam, schrecklich’, dän. grim ‘häßlich, übel’. Hiervon abgeleitet ist die im gegenwärtigen Nhd. allein übliche Suffixbildung grimmig Adj. ‘von Grimm erfüllt, heftig, stark’, ahd. grimmīg ‘grausam, grimmig’ (11. Jh.), mhd. grimmec, grimmic ‘zornig, schrecklich, wild, schmerzlich’, asächs. grimmag, nl. grimmig ‘grimmig, wütend’. Diese Adjektive stehen zu den bei gram (s. d.) genannten Wortformen im Ablautverhältnis und stimmen überein mit dem Präsensstamm des nur noch im älteren Nhd. gebräuchlichen grimmen Vb. ‘mit den Zähnen knirschen, brüllen, murren’ (im 18./19. Jh. gelegentlich es grimmt jmdn. ‘es versetzt jmdn. in Zorn’, wohl durch Vermischung mit grimmen ‘Schmerzen verursachen, kneipen’, s. Grimmen), ahd. (8. Jh.), asächs. grimman ‘wüten, toben’, mhd. grimmen ‘wüten, brüllen, zürnen’, mnd. grimmen ‘knirschen, brüllen, murren, zürnen’, aengl. grimman ‘rasen, wüten’. Das ursprünglich starke Verb grimmen tritt vom 14. Jh. an in die schwache Flexion über; diese findet sich auch bei dem im Nhd. geläufigeren ergrimmen Vb. ‘zornig werden’ (unpersönlich mit Akkusativ ‘jmdn. zornig machen’), mhd. ergrimmen (13. Jh.). Die Gruppe, zu der auch die verhältnismäßig spät in der Literatursprache nachzuweisenden, aber vermutlich älteren Nominalbildungen Ingrimm m. ‘mühsam unterdrückter Zorn, Groll, Erbitterung’ (18. Jh.) und ingrimmig Adj. ‘erbittert, zornig’ (Ende 18. Jh., vorher ingrimmisch, 17. Jh.), beide zusammengesetzt mit in (s. d.), gehören, schließt sich wie awest. granta- ‘ergrimmt’, griech. chrómē, chrómos (χρόμη, χρόμος) ‘krachender Laut, Gewieher’, aslaw. grьměti ‘donnern’, russ. gremét’ (греметь) ‘donnern, klirren, dröhnen’, aslaw. gromъ, russ. grom (гром) ‘Donner’ (s. Pogrom), lit. gramė́ti ‘mit Gepolter fallen’, grumė́ti ‘dumpf dröhnen’ an ie. *ghrem- ‘laut und dumpf tönen, donnern, grollen, zornig sein’ an.
2828 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ingrimmm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    ingrimm , m. heftiger grimm, gesteigerter zorn; zu dem verbum entgrimmen, was theil 3 sp. 547 aus Gryphius nachgewiesen …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ingrimm

    Goethe-Wörterbuch

    Ingrimm (unterdrückter) Grimm, Groll, Zorn, als momentaner Affekt; auch iSv zornige Verbissenheit, als tendenziell verfe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ingrimm

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ingrimm 2 Komponenten

ing+rimm

ingrimm setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ingrimm‑ als Erstglied (5 von 5)

ingrimmen

GWB

ing·rimmen

ingrimmen (unterdrückt) grimmen, grollen, zürnen, in momentanem Affekt [ Faust zu Meph: ] nichtswürdiger Geist .. Steh nur, steh! Wälze die …

ingrimmend

DWB

ingrimm·end

ingrimmend , part. ingrimm habend: wälze die teuflischen augen ingrimmend im kopf herum! Göthe 12, 232 .

ingrimmig

DWB

ingrimmig , adj. und adv. voll ingrimm: eine ingrimmige miene, geberde; er ballte ingrimmig die faust; auch als verstärkendes adverb: der wi…

ingrimmigen

KöblerMhd

ingrimm·igen

ingrimmigen , sw. V. nhd. ergrimmen, aufseufzen, seufzen, bedauern E.: s. in, grimmigen W.: nhd. DW- L.: Lexer 98c (ingrimmigen)

ingrimmisch

DWB

ingrimm·isch

ingrimmisch , adj. dolore ardens, fremens. Frisch 1, 373 b ( vgl. oben unter ingrimm): wann ihm ( dem Hiob ) gott unglück und widerwertigkei…