Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
grimmen
grimmen
Grimmen n. ‘Leibschmerzen’, frühnhd. grimmen, krimmen (15. Jh.). Das vor allem in der Zusammensetzung Bauchgrimmen (16. Jh.) Verbreitung findende Neutr. (daneben gleichbed. mhd. frühnhd. grimme, krimme m.) ist der substantivierte Infinitiv des mit krumm (s. d.) verwandten, literatursprachlich bis ins 17. Jh. lebendigen Verbs ahd. krimman (9. Jh.), mhd. frühnhd. krimmen, grimmen ‘mit gekrümmten Klauen packen und verletzen, Schmerzen verursachen, kneipen’; vgl. aengl. crimman ‘stopfen, einstecken, zerbröckeln’, anord. kremja ‘klemmen, drücken’. Die zuerst im Mhd. bezeugten Formen mit stimmhaftem Anlaut erklären sich wohl durch Einfluß des anders herzuleitenden, aber in einigen Verwendungen semantisch nahestehenden Verbs mhd. grimmen ‘wüten, brüllen, zürnen’ (s. Grimm).