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ekelhaft

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ekelhaft

ekelhaft

Ekel m. ‘Abscheu, heftiger Widerwille’, im 16. Jh. vom Md. ausgehend (öfters bei Luther); wohl Substantivbildung zu ekeln (s. unten). Die Herkunft ist nicht geklärt. Bedeutungsnah stehen sich das wohl dem nd. md. Bereich entstammende Adjektiv ekel, auch eikel, und obd. heikel (s. d.) gegenüber, wobei der h-Anlaut, ähnlich wie bei heischen (s. d.), prothetisch hinzugetreten sein könnte, sofern man für heikel nicht eine andere Herleitung vorzieht. Nicht sicher gedeutet ist auch das Verhältnis von ekeln zu dem im Alem. neben erken bezeugten erkeln, erkelen (16. Jh.), vgl. noch schweiz. erggelen ‘physischen Widerwillen auslösen’. Hierzu gehört das vereinzelt bezeugte mhd. erklich ‘ekelhaft’. Das lange ē der Stammsilbe ist wohl im Nd. und Md. kontrahiert aus germ. ai (obd. ei). Die bis ins 18. Jh. festgehaltene Schreibung Eckel weist auf Nebenformen mit ursprünglicher Doppelkonsonanz. Ekel bezeichnet einen hohen Grad der Abneigung und wird weithin eingeengt auf die Bedeutung ‘Reiz zum Erbrechen’. Seit dem 18. Jh. wird Ekel n. umgangssprachlich für ‘widerwärtiger, ekelhafter Mensch’ gebraucht. – ekeln Vb. reflexiv ‘Ekel empfinden’; vgl. mnd. (vom Ostfäl. ausgehend) ēkelen, ēchelen ‘verdrießen, nicht gefallen, widerwärtig sein’. Die Schreibung mit ch kann im Mnd. für k stehen, aber auch auf den Übergang zu spirantischer Aussprache des k nach i (und e) hinweisen. Hd. (noch lange ausschließlich md.) seit dem 16. Jh. eckeln, daneben zunächst selten ekeln. Bei Luther auch im Sinne des mnd. vorherrschenden Gebrauchs ‘verdrießen, mißfallen, zuwider sein’. ekel Adj. ‘Ekel, Abscheu erregend, Ekel empfindend’ (daneben auch eckel); wie Ekel seit dem 16. Jh. bezeugt, in jüngerer Zeit veraltend. ekelhaft Adj. ‘Ekel erregend’, landschaftlich (südd.) auch ‘Ekel empfindend’, im 17. Jh. aufkommend. eklig Adj. ‘unangenehm, widerwärtig’ (17. Jh.).
1854 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êkelhaft

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Êkelhaft , -er, -este, adj. et adv. 1) Ekel erweckend, wie ekel 1. Eine ekelhafte Speise. Ein ekelhafter Geruch. Ein eke…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ekelhaft

    Goethe-Wörterbuch

    ekelhaft mehrf -ck-, in frühen Br auch -fft; gelegentl subst u superl abstoßend, widerlich, unangenehm a phys Abscheu er…

  3. modern
    Dialekt
    ekelhaft

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ekelhaft [èklhàft Hf. ] widrig.

  4. Sprichwörter
    Ekelhaft

    Wander (Sprichwörter)

    Ekelhaft Es ist nichts ekelhafter, als wenn einer sich selbst lobt.

  5. Spezial
    ekelhaft

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    ekelhaft (nicht immer "отвратительный", "тошнотворный", "мерзкий" oder "паскудный") Wie ekelhaft! - Какая гадость!

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekelhaft

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ekelhaft

ekel + -haft

ekelhaft leitet sich vom Lemma ekel ab mit Suffix -haft.

ekelhaft‑ als Erstglied (2 von 2)

EKELHAFTIG

DWB2

ekel·haftig

EKELHAFTIG adj. älter nhd. zuweilen neben ekelhaft adj. nach mitte 18. jhs. auf die mda. beschränkt. 1 ekelerregend zu ekelhaft adj. 1 1664 …

Ekelhaftigkeit

GWB

ekelhaftig·keit

Ekelhaftigkeit für wiss Unredlichkeit Einer der .. nicht anerkennen will, was ich in meiner Farbenlehre .. geleistet .. muß doch zuletzt, wa…