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abhold

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Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abhold

abhold

hold Adj. ‘geneigt, günstig gesinnt, zugetan’, auch (seit dem 18. Jh.) ‘anmutig, lieblich, bezaubernd’. Das Adjektiv ahd. hold (8. Jh.), mhd. mnd. holt ‘geneigt, zugetan, gnädig, treu, ergeben, dienstbar’, asächs. afries. aengl. hold, mnl. hout, anord. hollr, schwed. dän. huld, got. hulþs (germ. *hulþa-) bezieht sich im Mittelalter besonders auf das gegenseitige Verhältnis zwischen Lehnsherrn und Gefolgsmann und bedeutet daher einerseits ‘gnädig, geneigt’, andererseits ‘treu ergeben’. Dazu gehören das Abstraktum Huld (s. d.) und die Substantivierungen ahd. holdo m. (9. Jh.), mhd. holde m. ‘Freund, Geliebter, Diener, Dienstmann’, holde f. ‘Freundin, Dienerin’, die auch übernatürliche Wesen (Geister, Dämonen, mythische Gestalten) bezeichnen können, vgl. mhd. die guoten holden ‘Hausgeister’, des tievels holde ‘Höllengeister’, ferner Unhold (s. unten) und Frau Holle. Das Adjektiv führt im Sinne von ‘geneigt’ mit der unter Halde (s. d.) dargestellten Wortgruppe auf die Wurzel ie. *k̑el- ‘neigen’. – abhold Adj. ‘nicht gewogen, abgeneigt, feindlich gesinnt’, mhd. abholt. holdselig Adj. ‘reizend, lieblich, anmutig’ (15. Jh.), Zusammensetzung aus hold und -selig (s. d.) und früher als das Simplex (s. oben) auf die Anmut der Erscheinung bezogen; dazu Holdseligkeit f. (16. Jh.). Unhold m. ‘böser, furchterregender Geist des Volksglaubens, Teufel, Ungeheuer, roher, gewalttätiger Mensch’, asächs. unholdo, mhd. unholde ‘der Ungeneigte, Böse, Feindselige, Dämon, Teufel’, aengl. unholda, got. unhulþa sowie die fem. Formen ahd. unholda (8. Jh.), mhd. unholde (wofür im 17. Jh. Unholdin neben Unhold f.), got. unhulþō sind Substantivierungen des heute selten gebrauchten Adjektivs unhold ‘böse, feindselig, unfreundlich, abgeneigt’, ahd. (9. Jh.), asächs. aengl. unhold, mhd. unholt ‘nicht geneigt, feindlich, feindselig’. Unhold bezeichnet ursprünglich ein ‘dämonisches Wesen’, im christlichen Sinne den ‘Teufel’, heute einen ‘bösartigen Menschen’, oft einen ‘Sittlichkeitsverbrecher’.
1993 Zeichen · 71 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abhold

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    * Abhold , adv. welches noch aus der Oberdeutschen Mundart übrig, aber größten Theils veraltet ist, für ungünstig, abgen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abhold

    Goethe-Wörterbuch

    abhold Er [ Schubarth ] ist durch die Thüre, an der ich gerade Pförtner bin, in meines Vaters Haus gekommen und beträgt …

  3. modern
    Dialekt
    abhold

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    abhold Band 2, Spalte 1182 abhold 2,1182

  4. Sprichwörter
    Abhold

    Wander (Sprichwörter)

    Abhold Sie sind einander abhold. Lat. : Ne via quidem eadem cum eo vult ingredi.

  5. Spezial
    abhold

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    abhold терпеть не мочь, не терпеть, избегать всеми силами (не имеет отношения к "благородный, приятный, нежный") allem P…

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Abholdin

Idiotikon

Abholdin Band 2, Spalte 1184 Abholdin 2,1184

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Cotta, M. (2026). „abhold". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abhold/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „abhold". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abhold/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „abhold". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abhold/pfeifer_etym.
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