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Sympathie

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Sympathie f.

Sympathie f.

Sympathie f. ‘Zuneigung, Wohlwollen’, entlehnt (Mitte 16. Jh., bis ins 17. Jh. in lat. Form) aus lat. sympathīa, griech. sympátheia (συμπάθεια) ‘gleiche Empfindung, Stimmung oder Leidenschaft, Mitleiden, Teilnahme’, einer Substantivbildung (mit Ableitungssuffixuffix -eia, -εια) zu griech. sympathḗs (συμπαθής) ‘mitfühlend, mitempfindend, mitleidend’; vgl. griech. páthos (πάθος) ‘(Miß)geschick, Leid, Gemütsbewegung, Leidenschaft’ (s. Pathos). Zuerst (vor dem Hintergrund naturphilosophischer und naturmystischer Anschauungen) ‘geheimnisvolle Übereinstimmung durch übernatürliche Zusammenhänge’, danach erweitert ‘gefühlsmäßige Übereinstimmung, Wesensverwandtschaft’, auch ‘Mitleiden, Teilnahme, Rührung’ (2. Hälfte 17. Jh.), als Modewort der Empfindsamkeit ‘Einklang, Harmonie’ zwischen empfindsamen Seelen (18. Jh., besonders durch Wieland), schließlich (seit dem 19. Jh.) zunehmend in der heute abgeschwächten Bedeutung ‘(Zu)neigung, Wohlgefallen, freundliche Gesinnung’. Fachsprachlich im medizinischen Bereich ‘gegenseitige Beeinflussung, Aufeinanderwirken’ von Körperteilen, Organen, körperlichen Reaktionen (Anfang 18. Jh.). Vgl. die Fügung aus Sympathie ‘aus dem Gefühl innerer Verbundenheit und Übereinstimmung’ (18. Jh.). – sympathisch Adj. ‘in geheimnisvoller Wechselbeziehung stehend, mit Heilkräften ausgestattet’ (2. Hälfte 17. Jh.), in diesem Sinne mit gleichbed. sympathetisch (s. unten) konkurrierend, in der Medizin ‘gleichzeitig betroffen, in Mitleidenschaft gezogen’ (2. Hälfte 18. Jh., vgl. sympathische Nerven), ‘gefühlsmäßig mitempfindend, gleichgestimmt’ (2. Hälfte 18. Jh.), danach ‘Zuneigung erweckend, zusagend’; vgl. mfrz. sympathic, frz. sympathique. sympathetisch Adj. ‘(über Entfernungen hinweg) in geheimnisvoller Wechselbeziehung stehend, auf übernatürlichen Kräften beruhend’ von Heilmitteln, Heilverfahren (2. Hälfte 17. Jh.), ‘in gefühlsmäßiger Wechselbeziehung stehend, (geistig, seelisch) mitfühlend, mitempfindend, mitleidend’ (Mitte 18. Jh.), medizin.-lat. sympatheticus, spätgriech. sympathētikós (συμπαθητικός) ‘mitempfindend, mitleidend, in innerer Beziehung stehend’. sympathisieren Vb. ‘angenehm, erfreulich machen’ (2. Hälfte 17. Jh.), dann ‘übereinstimmen, harmonieren, mitempfinden’ und ‘(Zu)neigung empfinden, zugetan sein, wohlwollend gesinnt sein’ (18. Jh.), in neuerer Zeit weiterentwickelt zu ‘gleicher Gesinnung, Ansicht oder Meinung sein’; vgl. frz. sympathiser.
2418 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sympathīe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Sympathīe , (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) aus dem Griech. und Lat. Sympathia, welches eigentlich Mitleid…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sympathie

    Goethe-Wörterbuch

    Sympathie [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sympathie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sympathie , Mitgefühl, Theilnahme; die geheimnißvolle Wirkung eines Körpers auf einen andern; in der Physiologie die Ein…

  4. modern
    Dialekt
    Sympathie

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Sympathie Simpathie, meist mit stimmlosem Anlaut Z- (häufig auf der ersten Silbe betont) f. geheimnisvoll wirkendes Mitt…

  5. Spezial
    Sympathief

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Sympathie , f симпатия , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sympathie

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sympathie‑ als Erstglied (8 von 8)

Sympathieglow

MeckWB

Sympathieglow m. Glaube an Sympathien: dat is sonn' ollen Sympathiegloben Ma Lupl .

sympathiekunst

DWB

sympathie·kunst

sympathiekunst , f. , zu sympathie 1 b: teufelsbannerei und sympathiekünste G. Keller ges. w. (1889) 1, 72 . —

sympathiemittel

DWB

sympathie·mittel

sympathiemittel , n. , zu sympathie 1 b, vgl. auch sympathetisches mittel ( sp. 1397): es gibt doch allerhand sympathiemittel gegens zahnweh…

sympathiestreik

DWB

sympathie·streik

sympathiestreik , m. , zu sympathie 2 c α ; streik, durch den eine gruppe von arbeitern ihre sympathie mit den forderungen einer anderen gru…

sympathievogel

DWB

sympathie·vogel

sympathievogel , m. , benennung einer papageienart, der sogenannten unzertrennlichen ( agapornis pullaria L. ): unter blühender myrte saszen…

sympathievoll

DWB

sympathie·voll

sympathievoll , adj. , zu sympathie 2 c: wenn die sanfte theilnehmung dieser vortrefflichen freundin ... seine leiden ... sympathievoll mit …