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Sympathīe

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Sympathīe

Bd. 4, Sp. 509
Die Sympathīe, (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) aus dem Griech. und Lat. Sympathia, welches eigentlich Mitleiden bedeutet, im Deutschen aber in folgenden Fällen üblich ist. 1. Die Eigenschaft eines lebendigen Wesens, vermöge welcher die Vorstellung des Zustandes eines Dinges ähnliche Empfindungen in uns hervor bringet, und diese ähnlichen Empfindungen selbst; besonders in engerm Verstande, so fern sie auf undeutliche Begriffe gegründet ist, oder aus uns unbekannten Gründen herrühret. Ist die Freundschaft zugleich die Sympathie der Natur, der Vernunft und der Tugend, so kann für den empfindlichen Menschen nichts schätzbarers und nützlichers gedacht werden, Gell. Wir sympathisiren[] mit jemanden, wenn wir ähnliche Empfindungen mit ihm haben. 2. Die Neigung zu einem Dinge, besonders so fern sie auf dunkle Begriffe oder uns unbekannte Gründe beruhet, im Gegensatze der Antipathie; in welchem Verstande man auch leblosen Dingen eine Sympathie gegen einander zuschreibt. In weiterm Verstande gebrauchen die Mahler dieses Wort von den Farben, wenn sie in der Vermischung eine angenehme dritte Farbe hervor bringen, wie z. B. Blau und Gelb; dagegen zwischen Blau und Zinnober eine Antipathie herrschet, weil beyde eine unangenehme harte Farbe geben. 3. Die Wirkung eines körperlichen Dinges in ein anderes entferntes ohne ein merkliches dazwischen kommendes Mittel; da man denn im gemeinen Leben Sympathien oder sympathetische Wirkungen hat, besonders solche Heilarten u. s. f. Wenn eine solche Wirkung ohne alles dazwischen befindliches begreifliches Mittel hervor gebracht werden soll, so ist sie ein Unding, nicht aber, wenn das Mittel nur gröbern Sinnen unmerklich oder unempfindbar ist, wie z. B. bey sympathetischen Dinten, bey dem Magnete u. s. f.
1766 Zeichen · 22 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sympathīe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Sympathīe , (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) aus dem Griech. und Lat. Sympathia, welches eigentlich Mitleid…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sympathie

    Goethe-Wörterbuch

    Sympathie [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sympathie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sympathie , Mitgefühl, Theilnahme; die geheimnißvolle Wirkung eines Körpers auf einen andern; in der Physiologie die Ein…

  4. modern
    Dialekt
    Sympathie

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Sympathie Simpathie, meist mit stimmlosem Anlaut Z- (häufig auf der ersten Silbe betont) f. geheimnisvoll wirkendes Mitt…

  5. Spezial
    Sympathief

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Sympathie , f симпатия , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sympathie

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sympathie‑ als Erstglied (8 von 8)

Sympathieglow

MeckWB

Sympathieglow m. Glaube an Sympathien: dat is sonn' ollen Sympathiegloben Ma Lupl .

sympathiekunst

DWB

sympathie·kunst

sympathiekunst , f. , zu sympathie 1 b: teufelsbannerei und sympathiekünste G. Keller ges. w. (1889) 1, 72 . —

sympathiemittel

DWB

sympathie·mittel

sympathiemittel , n. , zu sympathie 1 b, vgl. auch sympathetisches mittel ( sp. 1397): es gibt doch allerhand sympathiemittel gegens zahnweh…

sympathiestreik

DWB

sympathie·streik

sympathiestreik , m. , zu sympathie 2 c α ; streik, durch den eine gruppe von arbeitern ihre sympathie mit den forderungen einer anderen gru…

sympathievogel

DWB

sympathie·vogel

sympathievogel , m. , benennung einer papageienart, der sogenannten unzertrennlichen ( agapornis pullaria L. ): unter blühender myrte saszen…

sympathievoll

DWB

sympathie·voll

sympathievoll , adj. , zu sympathie 2 c: wenn die sanfte theilnehmung dieser vortrefflichen freundin ... seine leiden ... sympathievoll mit …