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bezweifeln

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bezweifeln

bezweifeln

Zweifel m. ‘Bedenken an der Richtigkeit (eines Sachverhalts, einer Tat, einer Entscheidung)’, ahd. zwīfal, zwīval m. n. ‘Ungewißheit, Bedenken’ (8. Jh.), mhd. zwīvel m. ‘Ungewißheit, Unsicherheit, Wankelmut, Untreue, Verzweiflung’, mnd. twīfel m. n., mnl. twīvel, twīfel m., nl. twijfel m., got. tweifls m. (oder tweifl n.) ist Substantivierung des Adjektivs ahd. zwīfal, zwīval (8. Jh.), mhd. zwīvel, frühnhd. zweifel ‘ungewiß, unentschieden, strittig, ungläubig’ (bis 16. Jh., dann durch zweifelhaft, s. unten, abgelöst) und (als ja/jō-Stamm) ahd. zwīfali, zwīvali (8. Jh.), asächs. twīfli ‘zweifelnd’. Es handelt sich bei germ. *tweifla- um ein Kompositum, dessen erstes Glied sich an ie. *du̯ei-, Kompositionsform der unter zwei (s. d.) dargestellten Grundform, anschließt. Das zweite Kompositionsglied entspricht ie. *plo-, einer Form der unter falten (s. d.) genannten Wurzel ie. *pel- ‘falten’. Zu ie. *du̯eiplo- gehören germ. *tweifla- ‘einen zweigeteilten Sinn habend’, eigentlich ‘(unsicher bei) zweifach(er Möglichkeit)’, mir. dīabul ‘zweifach, doppelt’ und zu ie. *du̯iplo- griech. diplóos (διπλόος), lat. duplus ‘zweifach, doppelt’. Schwed. tvivel und dän. tvivl sind Entlehnungen aus dem Mnd. zweifeln Vb. ‘unsicher sein, nicht von der Richtigkeit eines Sachverhalts überzeugt sein’, ahd. zwīfalen (8. Jh.), mhd. zwīvel(e)n ‘in Ungewißheit sein, wankelmütig, untreu werden, verzagen, jmdn. in Verdacht haben’, asächs. twīflian, mnd. twīfelen, mnl. twīvelen, got. tweifljan neben ahd. zwīfalōn (8. Jh.), asächs. twīflon. bezweifeln Vb. ‘mit Zweifeln bedenken, nicht an die Richtigkeit glauben’, mhd. bezwīveln. verzweifeln Vb. ‘verzagen, die Hoffnung auf Besserung verlieren’, mhd. verzwīveln ‘die Hoffnung aufgeben’. zweifelhaft Adj. ‘ungewiß, fraglich, bedenklich’, mhd. zwīvelhaft.
1799 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bezweifeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Bezweifeln , verb. reg. act. in Zweifel ziehen. Etwas bezweifeln. Ich will es nicht bezweifeln. Daher die Bezweifelung.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bezweifeln

    Goethe-Wörterbuch

    bezweifeln -fflen DjG 3 4,296,17 etw anzweifeln, Zweifel hegen an etw (u äußern); einmal ‘öffentlich b.’ [ iZshg mit Ans…

  3. modern
    Dialekt
    bezweifeln

    Rheinisches Wb.

    be-zweifeln: wie nhd., Allg.; ek well et net betw. Geld , Allg.

  4. Spezial
    bezweifeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|zwei|feln vb.tr. dubité (-tëia), mëte en dübe. ▬ das bezweifle ich chësc dubitëii.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bezweifeln

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bezweifeln

be- + zweifeln

bezweifeln leitet sich vom Lemma zweifeln ab mit Präfix be-.

Keine Komposita gefunden — bezweifeln kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bezweifeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bezweifeln/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „bezweifeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bezweifeln/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bezweifeln". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bezweifeln/pfeifer_etym.
BibTeX
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