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eklig

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

eklig

eklig

Ekel m. ‘Abscheu, heftiger Widerwille’, im 16. Jh. vom Md. ausgehend (öfters bei Luther); wohl Substantivbildung zu ekeln (s. unten). Die Herkunft ist nicht geklärt. Bedeutungsnah stehen sich das wohl dem nd. md. Bereich entstammende Adjektiv ekel, auch eikel, und obd. heikel (s. d.) gegenüber, wobei der h-Anlaut, ähnlich wie bei heischen (s. d.), prothetisch hinzugetreten sein könnte, sofern man für heikel nicht eine andere Herleitung vorzieht. Nicht sicher gedeutet ist auch das Verhältnis von ekeln zu dem im Alem. neben erken bezeugten erkeln, erkelen (16. Jh.), vgl. noch schweiz. erggelen ‘physischen Widerwillen auslösen’. Hierzu gehört das vereinzelt bezeugte mhd. erklich ‘ekelhaft’. Das lange ē der Stammsilbe ist wohl im Nd. und Md. kontrahiert aus germ. ai (obd. ei). Die bis ins 18. Jh. festgehaltene Schreibung Eckel weist auf Nebenformen mit ursprünglicher Doppelkonsonanz. Ekel bezeichnet einen hohen Grad der Abneigung und wird weithin eingeengt auf die Bedeutung ‘Reiz zum Erbrechen’. Seit dem 18. Jh. wird Ekel n. umgangssprachlich für ‘widerwärtiger, ekelhafter Mensch’ gebraucht. – ekeln Vb. reflexiv ‘Ekel empfinden’; vgl. mnd. (vom Ostfäl. ausgehend) ēkelen, ēchelen ‘verdrießen, nicht gefallen, widerwärtig sein’. Die Schreibung mit ch kann im Mnd. für k stehen, aber auch auf den Übergang zu spirantischer Aussprache des k nach i (und e) hinweisen. Hd. (noch lange ausschließlich md.) seit dem 16. Jh. eckeln, daneben zunächst selten ekeln. Bei Luther auch im Sinne des mnd. vorherrschenden Gebrauchs ‘verdrießen, mißfallen, zuwider sein’. ekel Adj. ‘Ekel, Abscheu erregend, Ekel empfindend’ (daneben auch eckel); wie Ekel seit dem 16. Jh. bezeugt, in jüngerer Zeit veraltend. ekelhaft Adj. ‘Ekel erregend’, landschaftlich (südd.) auch ‘Ekel empfindend’, im 17. Jh. aufkommend. eklig Adj. ‘unangenehm, widerwärtig’ (17. Jh.).
1854 Zeichen · 63 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    eklig

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Ekel m. ‘Abscheu, heftiger Widerwille’, im 16. Jh. vom Md. ausgehend (öfters bei Luther); wohl Substantivbildung zu ekel…

  2. modern
    Dialekt
    eklig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ekli g [èkəlik Hi. Katzent. ; èkli Z. ; èkliχ Wörth ] 1. Ekel empfindend Hf. 2. ekelhaft ‘eckelicht desgousté’ Martin Pa…

  3. Spezial
    eklig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ek|lig adj. da sgricé, sgriciorus (-sc, -rosa).

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APA
Cotta, M. (2026). „eklig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/eklig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „eklig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/eklig/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „eklig". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/eklig/pfeifer_etym.
BibTeX
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