Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Filter m.
Filter m.
Filter m. n. ‘Vorrichtung, die bestimmte Substanzen auffängt, zurückhält’, im 19. Jh. (in Anlehnung an älteres filtern, s. unten) aus mlat. filtrum (seit dem 16. Jh. in dt. Texten) eingedeutscht. Mlat. filtrum, eigentlich ‘Seihvorrichtung aus Filz’, ist als Latinisierung der Alchimistensprache (8. Jh.) gebildet aus einer unverschobenen germ. Form (etwa westgerm. bzw. anfrk. *filtir Plur.) von dem unter Filz (s. d.) behandelten Substantiv. – filtrieren Vb. ‘durch ein Filter geben’, im 16. Jh. wohl eher aus mlat. filtrare als aus (ebenfalls seit dem 16. Jh. bezeugtem) mfrz. frz. filtrer entlehnt. filtern Vb., gleichbed. mit filtrieren, bereits im 16. Jh. zu mlat. filtrum (s. oben) gebildet. Filtrat n. ‘gefilterte Flüssigkeit’ (19. Jh.), nach dem Part. Perf. mlat. filtratum. infiltrieren Vb. ‘eindringen, einsickern, einflößen’, auch ‘politisch-ideologisch unterwandern’, gelehrte Bildung des 19. Jhs.; dazu Infiltration f.