Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schimmeln
schimmeln
Schimmel m. ‘weißliche Pilzschicht’, ahd. skimbal, skimb(a)li (9. Jh.), mit Assimilation von mb zu mm mhd. schimel, übertragen ‘Fleck, Makel, Glanz’, mnl. scimmel, mnd. nl. schimmel setzen ein aus dem Ahd. (vgl. auch irskimbalēn und skimb(a)lag, s. unten) zu erschließendes germ. *skimb(a)la- (aus *skimla-?) voraus, wohl eine Bildung mit einem unter Schemen (s. d.) angeführten Wort für ‘Glanz’. Mit der Bedeutung ‘weißes Pferd’ begegnet Schimmel zuerst im 15. Jh.; vorauf gehen ahd. blancros, spätmhd. schemeliges perd (1374), mnd. dat scymelinghe perd (1373). – schimmeln Vb. ‘sich mit einer Schimmelpilzschicht überziehen, faulen’, ahd. irskimbalēn ‘vergehen, verkommen’ (11. Jh.), frühnhd. schimelen; daneben vom Adjektiv (s. unten) abgeleitetes ahd. irskimb(a)lagēn (11. Jh.), mhd. schimel(e)gen; verschimmeln Vb. (16. Jh.). schimm(e)lig Adj. ‘mit Schimmelpilzen bedeckt’, ahd. skimb(a)lag (8. Jh.), mhd. schimelec, schimelic.