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Kunstgriff

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Kunstgriff

Kunstgriff

Griff m. ‘das Greifen, Zufassen, Vorrichtung zum Anfassen’, auch in terminologischen Verwendungen, z. B. ‘vorschriftsmäßige Handhabung der Waffe’, ‘beim Anfassen festzustellende Eigenschaften eines Gewebes’, ahd. -grif in Zusammensetzungen (zuerst hantgrif, um 800, s. unten, s. auch Angriff, Übergriff, vgl. schon langobard. anagrip ‘Antastung’, 7. Jh.), mhd. grif ‘das Greifen, Tasten, Klaue, Umfang’ (spätmhd. auch ‘Zugehöriges’), mnd. grēpe ‘das Greifen, Zugriff, Henkel, Kunstgriff’, mnl. grēpe, greep ‘das Greifen, Umfang’, nl. greep ‘das Greifen’, aengl. gripe ‘Griff, Ergreifung, Angriff, Gewalt’, engl. grip ‘das Greifen, Griff, Händedruck, Gewalt’, anord. gripr ‘Eigentum, Kleinod’ beruhen auf einem Maskulinum germ. *gripi-, das zu dem in nhd. greifen (s. d.) fortlebenden starken gemeingerm. Verb gebildet ist; zu vergleichen sind weiterhin anord. -grip (in Zusammensetzungen), norw. grep, schwed. grepp, dän. greb ‘Griff’, die auf ein ebenfalls deverbatives Neutrum germ. *gripa- zurückgehen. Das schwundstufige Verbalabstraktum wird im Mhd. jägersprachlicher Ausdruck für ‘Greifvogelfuß, Klaue’ und ist mnd. und im älteren Nhd. im Sinne von ‘Kunstgriff, Kniff’ gebräuchlich (16. bis 18. Jh., auch Grifflein). Außerdem bezeichnet es mnd. seit dem 15. Jh., hd. vom 17. Jh. an den zum Anfassen bestimmten Teil eines Gegenstands (Henkel, Stiel, Knauf, Hebel u. ä.). – Handgriff m. ‘Zugriff, Handhabung’ (namentlich ‘geschicktes Herangehen, Kunstfertigkeit’) sowie ‘Vorrichtung zum Anfassen’, nhd. in beiden Bedeutungen seit dem 16. Jh.; vorher ahd. hantgrif ‘Handvoll’ (um 800), mnd. hantgrēpe ‘Stiel, Henkel, Türgriff’, auch ‘Griff mit der Hand’ (vgl. mhd. hantgrift f. ‘das Handanlegen’). Kunstgriff m. ‘geschicktes, besondere Fertigkeiten voraussetzendes Herangehen, Kniff’ (17. Jh.), vgl. gleichbed. nl. kunstgreep. griffig Adj. ‘handlich, gut anzugreifen’, bis ins 19. Jh. auch ‘gierig’, ahd. griphīg ‘zugreifend, begierig’ (11. Jh.), mhd. griffec ‘greifbar’; vgl. mhd. griphec ‘raubgierig, handlich’, ferner mhd. grīfec, frühnhd. greifig ‘wonach greifend, gierig’.
2080 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kunstgriff

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Kunstgriff , des -es, plur. die -e, ein jeder bey Ausübung einer Kunst nöthiger Handgriff. In engerer und figürliche…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kunstgriff

    Goethe-Wörterbuch

    Kunstgriff Kleinschr 7,325 Var ; überwiegend pl 1 Methode, Verfahren Leben ist ihre [ der Natur ] schönste Erfindung, un…

  3. modern
    Dialekt
    Kunstgriffm.

    Pfälzisches Wb.

    Kunst-griff m. : wie schd., Kunschtgriff [ KU-Schmittw/O ]. —

  4. Sprichwörter
    Kunstgriff

    Wander (Sprichwörter)

    Kunstgriff Von Kunstgriffen leben. Von Ränken, Schelmereien, Betrügereien, Intriguen.

  5. Spezial
    Kunstgriffm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Kunstgriff , m манипуляция , ж

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Wortbildung

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Zerlegung von kunstgriff 2 Komponenten

kunst+griff

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Cotta, M. (2026). „kunstgriff". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kunstgriff/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „kunstgriff". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kunstgriff/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „kunstgriff". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kunstgriff/pfeifer_etym.
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  author       = {Cotta, Marcel},
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