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zwiefach

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
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13

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

zwiefach

zwiefach

zwie- ‘doppelt, zweimal auftretend, zweifach’, zuweilen auch ‘auseinander, gespalten, halb, geteilt, schwankend’ (s. Zwielicht), Kompositionsform des unter zwei (s. d.) behandelten Zahlworts in nominalen Zusammensetzungen (neben ahd. mhd. nhd. zwei-, dessen Gebrauchshäufigkeit in Neubildungen vom 16. Jh. an zunimmt), ahd. zwi- (zwifalt, s. unten), mhd. zwi- (zwivach, s. unten), asächs. twi- (twihōvdig ‘zweihäuptig’), mnd. twē-, twi- (twē-, twibōte ‘doppelte Buße’), mnl. twi-, twē- (twēdracht, älter twidracht), nl. twee-, aengl. twi-, twe- (twifēte ‘zweifüßig’), anord. tve-, tvī- (tvīviðr ‘Bogen’, eigentlich ‘Doppelholz’), schwed. tve- (tvegifte ‘Doppelehe’). Außergerm. entsprechen aind. dvi- (dvi-pád- ‘zweifüßig’), griech. di-, δι- (dípūs, δίπους ‘zweifüßig’; s. 1di-), lat. bi-, alat. dvi- (lat. bipēs ‘zweifüßig’; s. bi-), lit. dvi- (dvikõjis ‘zweibeinig’). Auszugehen ist von ie. *du̯i- bzw. *di-, einer Kompositionsform des unter zwei (s. d.) behandelten Zahlworts. – zwiefach Adj. ‘zweifach, doppelt’, mhd. zwivach; daneben zweifach (seit 15. Jh.); zum zweiten Kompositionsglied s. Fach. Zwieback m. ‘zweimal Gebackenes’, besonders ‘leicht gesüßtes, in Scheiben geschnittenes knuspriges Weißbrot’, Zweigeback (15. Jh.), Zweiback (16. Jh.), Zwiback (17. Jh.), Zwieback (18. Jh.), Übersetzung von gleichbed. ital. biscotto (s. Biskuit). zwiefältig Adj. ‘doppelt, zweifach, gespalten’, mhd. zwivaltic, -veltic, die ältere Bildung ahd. zwifalt (8. Jh.), mhd. zwivalt verdrängend; vgl. auch zweifaltig, -fältig (15. bis 18. Jh.); zum Grundwort s. falten. Zwiegespräch n. ‘Dialog’ (um 1800); zuvor Zweigespräch (2. Hälfte 17. Jh.). Zwiesprache f. ‘(im Inneren geführte) Aussprache mit einem meist nicht anwesenden Partner, also mit sich selbst’ (um 1800). zwiespältig Adj. ‘in zwei Teile gespalten’, ahd. zwispaltīg (11. Jh.), mhd. zwispaltic, -speltic; übertragen ‘uneins, uneinheitlich, gegensätzlich, widerspruchsvoll’ (16. Jh.); vgl. auch gleichbed. zweispaltig, -spältig (15. bis 19. Jh.), heute ‘in zwei Spalten beschrieben, bedruckt’ (seit 19. Jh.). Zwiespalt m. ‘Aufspaltung in zwei Teile, das Gespaltensein, Uneinigkeit, Zank, Streit’ (16. Jh.), heute vielfach ‘Zerrissenheit des Fühlens und Empfindens’ (18. Jh.), rückgebildet aus dem Adj.; gelegentlich auch Zweispalt ‘Uneinigkeit’ (16. bis 19. Jh.).
2320 Zeichen · 98 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zwīefách

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Zwīefách , adj. et adv. ein vermehrendes Zahlwort, zwey Mahl genommen, doppelt. Es soll dir zwiefach vergolten werden, d…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zwiefach

    Goethe-Wörterbuch

    zwiefach [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Sprichwörter
    Zwiefach

    Wander (Sprichwörter)

    Zwiefach Nimbs zwifach, ist's einfach zu lang. – Franck, II, 113 b ; Gruter, I, 62; Eyering, III, 267.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zwiefach

10 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von zwiefach 2 Komponenten

zwie+fach

zwiefach setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zwiefach‑ als Erstglied (8 von 8)

zwiefachel

DWB

zwiefachel , n. , m. (?), rockschosz, der unten zweigeteilt ist; im steir. ' zwickel ', als m. Unger-Khull 660 b ; bair.-österr. in der rede…

zwiefachen

DWB

zwie·fachen

zwiefachen , vb. , mhd. zwivachen; älter als zweifachen, in derselben bedeutung bezeugt, s. oben sp. 994; von Heynatz antibarb. 2 (1797) 686…

zwiefachheit

DWB

zwiefach·heit

zwiefachheit , f. : zwiefachheit ist dem genusze ... wesentlich allg. dtsche bibl. 54, 200; und eben diese zwiefachheit der beiden obersten …

zwiefachig

DWB

zwiefachig , zwiefachtig, zweifechtig , adj. , seit dem 13. jh. und bis ins frühe 17. jh. in denselben bedeutungen wie zwiefach bezeugt; vgl…

zwiefachigen

DWB

zwiefach·igen

zwiefachigen , vb. , im 16. jh. belegte bildung aus zwiefachig. im sinne von 1 ' verdoppeln ': da der pabst sollte wieder ins regiment komme…

zwiefachung

DWB

zwiefach·ung

zwiefachung , f. , verdoppelung: so wil hiebei nicht wol schickerlich sein, den leser mit zwifachung der me ze bekmern G. Alt buch der cro…

Ableitungen von zwiefach (2 von 2)

Verzwiefachen

Campe

Verzwiefachen , v. trs . zwiefach machen, verdoppeln. — so hätten durch Weisheit wir unsere Kräfte verzwiefacht . Sonnenberg. D. Verzwiefach…

zwiefach(e)

DWB

zwiefach(e) , m., f. , das doppelte, die verdoppelung, das duplikat: zwifacht die zwifachen nach seinen wercken ( duplicate duplicia secundu…