Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
quacksalbern
quacksalbern
Quacksalber m. ‘unqualifizierter Heilpraktiker, Kurpfuscher’, Entlehnung des 16. Jhs. von nl. kwakzalver, zu mnl. quacsalven (s. unten), einer Bildung aus mnl. quāken, quacken, nl. kwaken ‘quaken, schwatzen, prahlen’ (s. quaken) und mnl. salven, nl. zalven ‘salben’ (s. Salbe). Entsprechend der früheren Praxis dieser Berufsgruppe ist der Ausdruck wohl als ‘Salbenkrämer’, der marktschreierisch Salben und Heilmittel bzw. Heilverfahren feilbietet, zu verstehen (vgl. ahd. salbāri ‘Salbenhändler’, 10. Jh.). Kaum einleuchtender erscheint die von Nl. 373 aufgezeigte Möglichkeit, in dem ersten Wortbestandteil nl. kwak (älter) ‘kleiner Klecks’ (z. B. zalf ‘Salbe’) zu sehen. – Quacksalberei f. ‘unsachgemäße medizinische Praxis, unwirksames oder schädliches Heilmittel bzw. Heilverfahren’ (17. Jh.), nl. kwakzalverij. quacksalbern Vb. ‘unseriöse Heilmethoden anwenden’ (18. Jh.), älter quacksalben (16. Jh.); vgl. mnl. quacsalven ‘mit unzureichenden Heilmitteln kurieren’.