Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
wabbelig
wabbelig
wabbeln Vb. ‘sich wackelnd hin und her bewegen’ (von gallertartigen oder fetten, weichen Stoffen und Massen), ‘wimmeln’ (von kleinen Tieren oder Menschen), ‘schlottern’, mhd. wabelen ‘in emsiger Bewegung sein’, engl. to wobble, wabble ‘wackeln, schwanken, taumeln, zittern’, anord. vafla ‘wackeln, umherschweifen’ zeigen iteratives l-Suffix gegenüber mhd. waben, wappen ‘in Bewegung sein’, frühnhd. waben (16. Jh.), nhd. wabben (17. Jh.), aengl. wafian ‘hin und her bewegen’, die wohl am ehesten mit Ablaut zu der unter weben (s. d.) behandelten Wortgruppe zu stellen sind. wabbeln ist vorwiegend in den Mundarten und der Umgangssprache gebräuchlich, literatursprachlich gelegentlich seit dem 16. Jh. Vergleichbar sind weiterhin (mit r-Suffix) wabern Vb. ‘sich unruhig, wallend bewegen’, dann (im Anschluß an Waberlohe, s. unten) ‘flackern, lodern’, mhd. waberen ‘sich hin und her bewegen’, mnl. nl. (mit Intensiv-Gemination) wapperen ‘taumeln, flattern’, anord. vafra ‘sich hin und her bewegen, umherirren’ (woraus engl. to waver ‘schwanken, flackern, zittern’). Dazu Waberlohe f. (in der nordischen Mythologie) ‘loderndes, eine Burg und die schlafende Brünhild schützend umgebendes Feuer’ (W. u. J. Grimm, R. Wagner), nach anord. vafrlogi m. ‘flackerndes Feuer’, s. 1Lohe. – wabbelig Adj. ‘sich zitternd bewegend, gallertartig, weich’ (Ende 17. Jh.).