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Scheusal

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Scheusal

Scheusal

scheu Adj. ‘schüchtern, zurückhaltend, furchtsam’. Mhd. schiech, schiehe, schie ‘verzagt, abschreckend, häßlich’ (noch obd. mundartlich schiech, s. d.), aengl. scēoh, engl. shy und (mit Ablaut und grammatischem Wechsel von h und g) mnd. schǖ(we), schügge, schūwe, mnl. scū, scou, nl. schuw, schwed. skygg führen auf germ. *skeuhwa-, *skūhwa-, *skugwa-. Setzt man danach ie. *skeuk- ‘gehetzt’ an, so kann dies als eine Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *skē̌u- ‘werfen, schießen, stoßen’ (wozu auch schieben und schießen, s. d.) angesehen werden. Die heutige Form scheu (vgl. schew, scheuch bei Luther, schüch im 15. Jh.) hat sich lautlich an das Verb scheuen (s. unten) angelehnt. – Scheu f. ‘Schüchternheit, (furchtsame) Zurückhaltung’, mhd. schiuhe ‘(Ab)scheu, Schreckbild’, frühnhd. Schew (Luther; noch Scheue im 18. Jh.), mnd. schǖwe, schū(w)e. S. dazu Abscheu, abscheulich. scheuen Vb. ‘zurückfahren, stutzen’, auch transitiv ‘aus Bangigkeit zu vermeiden suchen’ und reflexiv ‘Furcht, Widerwillen empfinden, sich zurückhalten’, ahd. skiuhen ‘sich entsetzen, meiden’ (8. Jh.), mhd. schiuhen, schiuwen, schūen ‘scheu machen, erschrecken, meiden, sich entsetzen, scheuchen, verjagen’, mnd. schǖwen, schū(w)en, mnl. scūwen, scouwen, nl. schuwen, gebildet zum Adjektiv. Scheusal n. ‘Schreckbild, grauenerregendes Wesen’, mhd. schiuwesal, frühnhd. schusel (15. Jh.), gebildet mit dem Suffix -sal, -sel (s. d.) zum Substantiv (s. oben) in seiner frühen Bedeutung ‘Schreckbild’ oder zum Verb im Sinne von ‘(Ab)scheuerregendes’.
1525 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Scheusal

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Scheusal , des -es, plur. die -e. 1) Ein Schreckbild, andere Geschöpfe dadurch zu verscheuchen, dergleichen dasjenig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Scheusal

    Goethe-Wörterbuch

    Scheusal beim jungen Goethe auch -aa- (zB DjG 3 1,382 Vs 423u425 ) a Ungeheuer, Untier, Monstrum, wildes u bedrohliches …

  3. modern
    Dialekt
    Scheusal

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Scheusal Band 8, Spalte 148 Scheusal 8,148

  4. Sprichwörter
    Scheusal

    Wander (Sprichwörter)

    Scheusal 1. Einem Scheusal muss man aus dem Wege gehen (oder: geht man aus dem Wege). Böhm. : Nebeř v racé šeredu, nez p…

  5. Spezial
    Scheusal

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Scheu|sal n. (-[e]s,-e) 1 (Ungeheuer) mostro (-ri) m. 2 (Schreckbild) bestia (-ies) f. 3 (brutaler Mensch) mostro (-ri) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheusal

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von scheusal

scheu + -sal

scheusal leitet sich vom Lemma scheu ab mit Suffix -sal.

scheusal‑ als Erstglied (2 von 2)

scheusalsgötze

DWB

scheusal·s·goetze

scheusalsgötze , m. scheusäliger götze: ja sie ( die Israeliten ) ereiferten ihn ( gott ) über fremdlingen, mit scheusalsgötzen reizeten sie…