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zweifelhaft

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

zweifelhaft

zweifelhaft

Zweifel m. ‘Bedenken an der Richtigkeit (eines Sachverhalts, einer Tat, einer Entscheidung)’, ahd. zwīfal, zwīval m. n. ‘Ungewißheit, Bedenken’ (8. Jh.), mhd. zwīvel m. ‘Ungewißheit, Unsicherheit, Wankelmut, Untreue, Verzweiflung’, mnd. twīfel m. n., mnl. twīvel, twīfel m., nl. twijfel m., got. tweifls m. (oder tweifl n.) ist Substantivierung des Adjektivs ahd. zwīfal, zwīval (8. Jh.), mhd. zwīvel, frühnhd. zweifel ‘ungewiß, unentschieden, strittig, ungläubig’ (bis 16. Jh., dann durch zweifelhaft, s. unten, abgelöst) und (als ja/jō-Stamm) ahd. zwīfali, zwīvali (8. Jh.), asächs. twīfli ‘zweifelnd’. Es handelt sich bei germ. *tweifla- um ein Kompositum, dessen erstes Glied sich an ie. *du̯ei-, Kompositionsform der unter zwei (s. d.) dargestellten Grundform, anschließt. Das zweite Kompositionsglied entspricht ie. *plo-, einer Form der unter falten (s. d.) genannten Wurzel ie. *pel- ‘falten’. Zu ie. *du̯eiplo- gehören germ. *tweifla- ‘einen zweigeteilten Sinn habend’, eigentlich ‘(unsicher bei) zweifach(er Möglichkeit)’, mir. dīabul ‘zweifach, doppelt’ und zu ie. *du̯iplo- griech. diplóos (διπλόος), lat. duplus ‘zweifach, doppelt’. Schwed. tvivel und dän. tvivl sind Entlehnungen aus dem Mnd. zweifeln Vb. ‘unsicher sein, nicht von der Richtigkeit eines Sachverhalts überzeugt sein’, ahd. zwīfalen (8. Jh.), mhd. zwīvel(e)n ‘in Ungewißheit sein, wankelmütig, untreu werden, verzagen, jmdn. in Verdacht haben’, asächs. twīflian, mnd. twīfelen, mnl. twīvelen, got. tweifljan neben ahd. zwīfalōn (8. Jh.), asächs. twīflon. bezweifeln Vb. ‘mit Zweifeln bedenken, nicht an die Richtigkeit glauben’, mhd. bezwīveln. verzweifeln Vb. ‘verzagen, die Hoffnung auf Besserung verlieren’, mhd. verzwīveln ‘die Hoffnung aufgeben’. zweifelhaft Adj. ‘ungewiß, fraglich, bedenklich’, mhd. zwīvelhaft.
1799 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zweifelhaft

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Zweifelhaft , -er, -este, adj. et adv. 1. Zweifel habend, empfindend, Gründe des Gegentheils habend. Ich bin zweifelhaft…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zweifelhaft

    Goethe-Wörterbuch

    zweifelhaft [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    zweifelhaft

    Rheinisches Wb.

    zweifel-haft nach dem Nhd. verbr. Adj.: wie nhd.

  4. Spezial
    zweifelhaft

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    zwei|fel|haft adj. 1 dubius (-sc, -iosa) 2 (ungewiss) malsigü (-sc, -da) 3 (fraglich) problematich (-cs, -ca), de dübe 4…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zweifelhaft

6 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von zweifelhaft

zweifel + -haft

zweifelhaft leitet sich vom Lemma zweifel ab mit Suffix -haft.

zweifelhaft‑ als Erstglied (2 von 2)

zweifelhaftig

DWB

zweifel·haftig

zweifelhaftig , adj. , seit dem 13. jh. belegt; mhd. zwîvelhaftic, mnd. twivelaftich, mnl. twivelachtig, nnl. twijfelachtig. im 16. jh. reic…

zweifelhaftigkeit

DWB

zweifel·haftigkeit

zweifelhaftigkeit , f. , mhd. zwivelhafticheit, vgl. Diefenbach gl. 28 b und zwifelhaftigenheit E. Windeck denkw. 45 Altmann. 1 1) unbestimm…

zweifelhaft als Zweitglied (1 von 1)

unzweifelhaft

DWB

unzweifel·haft

unzweifelhaft , adj. adv. , nicht zweifelhaft. mhd. unzwîvelhaft. vgl. unbezweifelhaft. gewisz, augenscheinlich, ausgemacht, entschieden, un…

Ableitungen von zweifelhaft (3 von 3)

unzweifelhaft

DWB

unzweifelhaft , adj. adv. , nicht zweifelhaft. mhd. unzwîvelhaft. vgl. unbezweifelhaft. gewisz, augenscheinlich, ausgemacht, entschieden, un…

verzweifelhaft

DWB

verzweifelhaft , adv. , vereinzelt: sie sind krank von wunden, welche verzweiffelhaft schmerzen Birken ostl. lorbeerh. (1657) 35 .

Zweifelhafte

GWB

Zweifelhafte [bisher nicht publizierter Wortartikel]