nutzen,
nützen,
verb. uti und prodesse. die doppelform geht zurück auf ahd. nuzzôn
und nuzjan (nuzzan, nuzzen),
die wie das ags. nytjan,
altn. nytja
und nd. nutten
nur transitive bedeutung haben; mhd. nutzen
und nützen,
nhd. in den älteren vocabularien nur nutzen (
frui, fungi, uti, prodesse Dief. 249
a. 252
c. 631
c. 462
b),
ebenso in den wörterbüchern von Maaler, Denzler, Erberg
und Rädlein;
auch Stieler
setzt nutzen
an mit der bemerkung '
dicitur etiam nützen'; Alberus KK 3
a (
nur transitiv), Schottel (1371)
und Hederich
haben nur (
wie auch Luther)
die umgelautete form, während Ludwig, Steinbach
und Frisch
beide formen ansetzen, dieser mit der angabe (2, 25
a) 'nutzen
ist mehr in Ober - Teutschland (
vgl. Schm.
2 1, 1777)
gebräuchlich bis an Thüringen, nützen
aber gegen und in Obersachsen'.
aus Heynatz (2, 301),
der die form nutzen
verwirft, und Adelung (3, 546)
ersieht man, dasz zu jener zeit nutzen
transitiv üblicher war als nützen,
während Campe (3, 528
a)
wieder umgekehrt behauptet, dasz transitives nützen
schon lange von vielen guten schriftstellern gehörig unterschieden werde von intransitivem nutzen.
eine strenge regel hat sich aber, wie man aus den nachfolgenden belegen ersieht, nicht ausgebildet und das wort wird auch jetzt noch wie in der alten sprache in beiden formen promiscue als transitivum und intransitivum gebraucht, nur dasz für den ersten fall nutzen
üblicher geblieben ist als nützen (
aufgefaszt als nütze sein),
das aber im reime der leichteren bindung wegen in beiden bedeutungen das übergewicht hat. die oberd. mundarten halten an nutzen
fest, doch wird schwäbisch (
nach Schmid 411) nutzen
nur intransitiv und nützen
transitiv gebraucht, während die mundart der sieben und dreizehn gemeinden für beide bedeutungen nur nützen
kennt, s. Schm.
cimbr. wb. 150
b. II.
Transitiv, sinnverwandt mit genieszen,
brauchen, gebrauchen (
s.nützen und gebrauchen
th. 4
1, 1828), anwenden, sich bedienen
und oft durch benutzen, benützen
ersetzt. I@11)
mit sächlichem objecte. I@1@aa)
als nahrung (
oder arznei)
brauchen, genieszen. mhd. und md. (
mit accusativ oder theilungsgenetiv): swer daʒ iht nüzet geʒʒen oder getrunken. Br. Berthold,
Wackernagel lesebuch 1, 676, 15; die schüllen des pfeffers niht nützen. Megenberg 373, 18; (
sie) nuzte ein lutzel spîse.
heil. Elisabeth 5207; (
er hatte) gesên di brûdre eʒʒin kol, des di Prûʒin nicht inpflâgin nutzin dennoch bî den tagin. Jeroschin 9876;
nhd. nuczen,
frui, vesci Dief. 249
a; von früchten mögen genützt werden. Ryff
kochbüchlein für die kranken 71
a; den trank nützen.
arzneibuch (
Erfurt 1546) 79
b. 81
b; negella und enzian zuosamen gemischet und das genützt oder genummen. Braunschweig
chir. 28; also genützt = also getrunken. Bock
kräuterbuch 44
b. 54
b; das gebrant wasser davon (
schlüsselblumen) mag wol auch zuo andern innerlichen presten genützt werden. 65
b; alle diese zucker haben, innerlich genutzet, eine besänftigende kraft. Hohberg 3, 1, 543
b. I@1@bb)
aus etwas äuszerlichen oder innerlichen nutzen ziehen, etwas (
um vortheil zu ziehen)
anwenden, gebrauchen, benutzen; überhaupt wozu gebrauchen, fungi, uti Dief. 252
c. 631
c:
mhd. und swaʒ der rîche mac gehân wîstuomes unde witze, daʒ nütz ich und besitze vil gar nach mînes herzen ger. Konrad
troj. kr. 2160; diu (
ros) beide wol genützet dâ wurden und gebrûchet. 34512; nütz eʒ, eʒ ist sîn swert. H. v. Neustadt
Apoll. 5239;
nhd. alle gastgeben sollen .. masz, die mit der grösz der Salzburger masz geleicht haben, nutzen.
österr. weisth. 6, 232, 16 (15.
jahrh.); wen ain knecht dem andern .. seinen zeug nützt über seinen willen. 105, 40 (16.
jahrh.); der die pruggen mer nutzt den sein hausznotturft erfordert. 293, 32; zinene kendelen nützen. A. Tucher
haushaltbuch 82; liedren aimer und spützen, inn fewers not zu nützen. H. Sachs 3, 243, 37; solch bberei wer hoch zu nützen (: trützen). Fischart
nachtrab 1653; die (
kriegsleut) uns in kriegssachen beschützn, für uns die wehr und waffen nützn. Ayrer 86, 24; die federwisch die nützt man auch und sind bein schreibern stets in brauch. Alberus 153
a; das alt haus soll man stützen und das geld soll man nützen. Creidius 294; wenn man dieselben (
thiere) braucht und nützt. Brockes 9, 310; fragen sie einmal in meiner gegend nach, mit welchem eifer ich meine gerichtsbestallungen nutze. Rabener (1755) 3, 119; sie nutzte die kurze zeit sehr vorsichtig. 4, 84; keiner wuszt ihn (
reichthum) recht zu nützen (: sitzen). Gellert 1, 79; was ihr (
der erfinder) geist grübelnd entdeckt, nutzen wir. Klopstock 1, 186; sobald die menschen die natur nützten (
daraus nutzen zogen). Kant 7, 344; der fleiszige Deutsche macht die collectanea, die der witzige Franzose nutzt. Lessing 1, 145; du würdest ... deinen schatz doch nicht genutzt haben. 148; was er (
der dichter) vor sich selbst nicht nutzen kann, setzt er als ein ingrediens, um gewisse vermischte empfindungen hervorzubringen. 6, 508; endlich fiel man darauf, selbst das, was mich zu einem so langsamen ... arbeiter macht, an mir nutzen zu wollen, die critik. 7, 449; ich darf mich rühmen, dasz der erbprinz mehr darauf gesehen, dasz ich die bibliothek, als dasz die bibliothek mich nutzen soll (
vergl. 2). 12, 252; wenn sie diese (
buchausgabe) nutzen zu können glauben. 276; das, was ich nicht selbst zu nutzen verstehe. 292; ich wünschte sehr, dasz sie (
Heyne) mich nicht blosz in gedanken durch Italien begleitet hätten; wenn es in person gewesen wäre, würde ich meine reise erst haben nutzen können. 451; ich könnte doch vielleicht einmal etwas davon (
Nicolais collectaneen zu einem deutschen wörterbuche) nützen. 13, 175; die menschliche gattung .. kann, um weise zu werden, nicht nur ihre eignen erfahrungen nützen. Wieland 8, 104; ich schenke ihnen ihre rede ..; sie können sie vielleicht bei einer andern gelegenheit besser nützen. 12, 167; ich nutze die unersättliche wiszbegierde der kinder und suche ihnen keine antwort schuldig zu bleiben. Hermes
Sophie (1776) 3, 185; (
ich) warf eine bemerkung hinein, die er nutzen sollte. Thümmel
reise 9 (1803), 105; kann er (
der dichter) häszliche formen nutzen, wie weit eher schöne. Herder
krit. wälder 1, 238; nutze deine jungen tage, lerne zeitlich klüger sein. Göthe 1, 144; (
sie war) ohnehin gewohnt die gegenwart zu nutzen. 17, 43; um sein leben dort ... höher zu nutzen. 318; dergleichen (
unterhaltung) könne von einem jungen frauenzimmer aufgenommen und genutzt werden.
an Zelter 747; nutzten sie das nicht (
lieszen sie sich das nicht zum nutzen, zur lehre gereichen)? Leisewitz
Julius 1, 1; meine jetzige laune könnte darüber verfliegen und ich will sie nützen. 3, 3; nützen musz man den augenblick, der einmal nur sich bietet. Schiller 5, 2, 300 (
don Carlos 3, 9); das ist der augenblick mein kind zu retten, ich will ihn nutzen. 13, 298 (
jungfr. von Orl. 4, 8); izt nuz ich den zeitpunkt. 2, 258 (
räuber, trauersp. 2, 9); sie nuzten die gelegenheit. 4, 115; sogleich entschlosz ich mich, sie (
nachricht) zu nützen. 4, 225; mit schneller besonnenheit wuszte er diesen umstand zu nützen. 8, 231; Mithridates nutzte die erbitterung der einwohner. Schlosser
weltgesch. 3, 549; mann, der seine kräfte nützt (: beschützt). Rückert
brahm. 2, 12. I@1@b@aα) nutzen (nützen) zu,
wozu anwenden, gebrauchen, benutzen: si nützet irn munt niht zuo eʒʒen und zuo trinken. Megenberg 277, 16; man nützet das holz zuo den ältern (
altären) in den gotshäusern. 355, 23; er sol solch essen (
das abendmahl) nützen zur vergebung der sü
nd. Luther 8, 378
a; so stehestu, dornbusch, bei der erdt und must veracht daniden sitzen, man thut dich nit zum ehren nützen. Waldis
Es. 2, 3, 18
Kurz; und wozu wolltest du diese wissenschaft nützen? Wieland 13, 110; du hast die dir verliehene hohe kraft .. zur befriedigung der niedrigsten leidenschaften genutzt. Klinger 5, 31; vieles traf zusammen, das ich zu unserm vortheil nutzen konnte. Göthe 9, 126 (
Tasso 1, 4); sie nutzte kühn des morgenrittes abgemeszne stunden mit ungeheurer schnelligkeit zum zweck, den alten, vielgeliebten mann zu sehn. 9, 314 (
nat. tochter 3, 2). I@1@b@bβ)
statt des accusativs kann in der älteren sprache auch ein theilungsgenetiv (
wie im mhd.)
stehn: das der mensch derselben güter also nützen und .. brauchen möge. Melanchthon
corp. doctr. 984. I@22)
mit persönlichem objecte. I@2@aa)
aus jemanden äuszerlichen oder innerlichen nutzen ziehen, ihn wozu gebrauchen: leute nützen zu,
wozu verwenden. österr. weisth. 6, 304, 26 (15.
jahrh.); ich bin dem bischof nun wol oft kon (
kommen) und hab in genützt wol zehen jar mê dann fünfzig rinsch guldin bar.
N. Manuel
vom papst u. seiner priesterschaft 297; wenn ich min pfruond verdienen sol, so tuon ichs gern und bedarf ir wol ... den bapst möchte ich sunst gar nüt nützen. 833; o liebs weib thu mich nur nicht schlagn! ich lasz mich all deins gfallens nützen (
zu jedem dienste brauchen). Ayrer 2883, 33; ich habe fette hämmel darunter (
unter den unterthanen), die mag er (
der schösser) nutzen, bis er satt und bezahlt ist. Rabener (1755) 3, 126; ich dächte, dasz sie meinen oheim besser genutzt (
ihm mehr geld abgenommen) hätten. Hermes
Sophie (1776) 2, 247; er soll den dichter nicht blosz als erzähler, er soll ihn als dichter nutzen. Lessing 6, 446; Plutarch in der abhandlung, wie man seine feinde nützen solle. 7, 176
anm.; ich .. will ihn (
Mendelssohn) noch auf dieser erde recht nutzen. K. Lessing
bei Lessing 13, 220; theuer ist mir der freund, doch auch den feind kann ich nützen. Schiller 11, 189; nutze den, der dich will nutzen. Rückert 6, 103. I@2@bb) eine nutzen,
stuprare Keller
erzählungen aus altd. handschriften 388, 16; da sie sie hetten genutzet die ganzen nacht (
qua cum tota nocte abusi essent).
bibel von 1483 121
b (die erkenneten sie und zuerbeiten sich die gantze nacht.
richt. 19, 25); so wert ir euch ie darzu geben, daʒ ich euch auf der truhen nutz. H. Folz
fastn. sp. 1445.
vgl.brauchen theil 2, 316. IIII.
Intransitiv, mit persönlichem oder sächlichem subjecte, nutzen bringen, von nutzen, nütze sein, prodesse Dief. 462
b;
synonym mit dienen, frommen (
th. 4
1, 246
f.), taugen, helfen,
gegensatz zu schaden. II@11)
ohne weitere beziehung: nicht aller räthe anschläg nützen (: schützen). Kirchhof
wendunm. 2, 346 (3, 82)
Öst.; was nützt ist nur ein theil des bedeutenden. Göthe 21, 49; wie es denn dem geselligen menschen ganz gleichgültig ist, ob er nutzt oder schadet, wenn er nur unterhalten wird. 26, 15; ein liedchen, das gefällt und nützt (: schützt). 5, 10; damit sie (
fremde menschen) nutzen sollen. 9, 184 (
Tasso 3, 4); dasz er (
Kotzebue) aus bosheit schaden mag, das ist ihm wohl erlaubt; doch fluch ich, dasz er tag für tag auch noch zu nützen glaubt. 52, 84; anstatt zu nützen, schadeten seine (
Drakos) gesetze. Schiller 9, 165. II@22)
mit angabe des grades, etwas (
fragend was), viel, wenig, nichts
u. s. w. nützen:
mhd. daʒ sint alleʒ schützen, die mohten wol gar nützen. H. v. Neustadt
Apoll. 20737;
nhd. was nützet es, das wir sein gebot halten?
Mal. 3, 14; was nützet die beschreibung?
Röm. 3, 1; weichet nicht dem eiteln nach, denn es nützet nicht.
1 Sam. 12, 21; unser veter haben falsche .. götter gehabt, die nichts nützen können.
Jer. 16, 19; was nitz das? Th. Platter 104
B.; es nützt nit, alweg die warheit sagen. Frank
sprichw. 1, 87
a; was nicht nutzt ist nicht recht. Lehmann (1630) 563, 93; von dingen, so nichts nutzen, sagt man .. es nutzt so viel als spinnweben zum kleid
u. s. w. 834, 3; was bäurisch etwa nützt, nützt allemal nicht herrlich. Logau 1, 8, 100; was mag das gold doch nützen (: sitzen)? Opitz (1644) 1, 160; ob nun gleich in arzeneien gold und silber wenig nützt (: stützt). Brockes 9, 9; was nutzet ihnen grosz die zufuhr des Rheinstroms? Leibnitz 1, 179; ach was nutzen die fragen. Lessing 1, 223; solch zweideutig achseltragen nutzen wirds nicht, noch behagen. Göthe 4, 351; wie eine flamme, die so herrlich nützt. 9, 178 (
Tasso 2, 3); was unerreichbar ist .. nicht nützt noch frommt. 40, 384; etwas nützet ihr doch. Schiller 11, 105; ich bin krank. 'nutzt nichts, geh 'nauf und zieh dich
an.' Auerbach
ges. schriften 1, 19. II@33)
mit angabe des ortes, der zeitdauer: das geistlich essen, welchs da (= hie) nützet. Luther 3, 360
b; (
das werk) nutzet, doch nicht .. nur an einer stäte. Klopstock 2, 82; doch wäre dieser tröstliche spruch (
wo mirs wohlgeht ist mein vaterland) noch besser ausgedrückt, wenn es hiesze 'wo ich nütze ist mein vaterland!' Göthe 23, 120; im gegentheil nutzt die wahrheit nothwendig auf die länge, wenn sie auch im augenblick schadet. 36, 13. II@44)
die person oder sache, der etwas zum nutzen gereicht und förderlich ist, steht (
mit oder ohne angabe des grades u. s. w.) II@4@aa)
im dativ: als wir oft lieben unser thier, das sy uns söllen nutzen schier. Schwarzenberg 131
b; nach den göttern mügen die menschen einander allermeist nutzen.
Cicero de offic. 41
b; ja, es ist ein zierliche und grosze statt; was nützt sie dir aber? Kirchhof
wend. 1, 56 (1, 47)
Öst.; eins musz das ander schützen, und dieses das musz dem für seinen schaden nützen. Fleming 223; was dir meine faust genützt. Gryphius
trauersp. 45
Palm; dasz man als ein knecht dem armen nechsten nütze (: schwitze). Günther 29; wenn du straffen must und sollt, so willst du nur dem sünder nützen (: schützen). 126; die rose nützt uns nicht, sie musz gebrochen sein. 593; geld macht, dasz sich menschen nützen, helfen, bessern, dienen, schützen. Brockes 9, 11; was nützest du der welt? was mag sie dir in deinem körper nützen (: sitzen)? Drollinger 140; so lang es (
das recht) unsrer absicht nützet (: stützet). Hagedorn 2, 117; wer dir als freund nicht nützen kann, kann allemal, als feind, dir schaden. Gellert 1, 75; was nutzt mirs, dasz mein freund mit mir gefällig weine? Lessing 3, 333; was nutzt alle die gelehrsamkeit .. uns lesern. 6, 495; meine erfahrung kann dir nützen. Wieland 7, 168; recht menschlich musz die tugend sein, wenn sie menschen nutzen soll. Klinger 11, 32; er schadet uns und nützt sich nicht. Göthe 8, 186 (nutzt 7, 27
H.); es sei von einer wissenschaft die rede .. (
die) dem menschen nutzt, indem sie ihn erhebt. 9, 106 (
Tasso 1, 1); still und mäszig weisz Gregor den seinigen zu nutzen. 9, 128 (1, 4); was nützte mir der ganzen erde geld? 56, 55; dein schade soll es nicht sein, dasz du mir nutzest. 14, 165 (
grosz-cophta 2, 6); trachte jeder sich und andern zu nutzen. 23, 121; sie behaupteten, das theater könne lehren und bessern, und also dem staat und der gesellschaft unmittelbar nutzen. 49, 170; die dummen, die dich vergötterten, nüzen dir wenig. Schiller 3, 131 (
Fiesko 4, 14); in jener welt wird mir und dir sein schutz nicht nützen (: schützen). Rückert
brahm. 3, 46 (15); nütze dem, der dir kann nützen (: stützen).
ged. 6, 103
f. II@4@bb)
nach sächlichem subjecte kann die person (
als ziel und resultat des nützens)
wie bei helfen (
th. 4
2, 956)
im accusativ stehn: mhd. mich nutzte baʒ ein gerstenkorn denn du (
der edelstein). Boner 1, 12; waʒ nützest mich? 1, 14; die nützet nicht der edel stein. 1, 29; den nützent nicht die vrühte guot. 4, 18;
nhd. der (
gewalt) wirt üch ietz nit nutzen vil.
N. Manuel
todtentanz 10; so nutzt es weder ander noch mich. 21; was nutzt mich ietz mein härin gwand? 31; was nutzt dich ob du dich recht heltst und allweg kluog und weiszlich stelst? Scheidt
Grobian. 1404; aber was nutzet mich das klagen? Fischart
flöhhaz 2263
Kurz; das nutzet in nit ein erweisz. Reuchlin
Cic. Tusc. 1, 5 (
Hartfelder, deutsche übersetzungen class. schriftsteller aus dem Heidelberger humanistenkreis s. 21); das kraut mit essig vermischt nutzet die schlaffsüchtigen. Thurneisser
erdgew. 129; dich nutzt auch nichts, dasz du wunden kanst heilen. Paracelsus 170; was nützte dann dich dein geweihe? Pfeffel 1, 148
Hauff; so noch mundartlich: was nutzt mi a~ ringl .. und was nutzt mi â~ sträuszl. v. Kobell,
Frommann 3, 160
a; es nutzt di nix man! Kaltenbrunner,
Frommann 3, 192
b; jetzt nutzt dich all dein ansehen von früher nichts mehr. Auerbach
ges. schriften 4, 95; was nützt mich das alles? 7, 177; wann ich später in der gmeind auch einmal etwas drein zu reden hab, soll diese erfahrung die andern ärmern leut schon etwas nützen. Felder
Nümmamüllers 230. II@55) nützen zu; nützen mit, durch: aber wozu meinen sie dasz es nützen werde? Wieland 30, 509.
mit dativ der person: kupfer musz zum dach uns nützen, und vor wind und regen schützen. Brockes 9, 14; der welt mit rath und that zu nützen (: stützen). Günther 138; nur fleisz und vorschusz sinds, wodurch man freunden nützt (: sitzt). Hagedorn 1, 44.