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Nahrung

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Nahrung

Bd. 6, Sp. 578
Nahrung ‘Nährung’ GWB47,316,11 1 nomen actionis: Vorgang der Nahrungsaufnahme; auch bildh; wiederholt ‘Organe, Werkzeuge der N. in unserer Abwesenheit muß, bilden wir uns ein, Leben, N. und Athem stocken GWB23,89,20 Lj VII 8 Wir mögen nämlich das Thier ansehen, wie es im freien Zustand sein Haupt trägt, oder dessen Schädel zur Betrachtung vor uns legen; so finden wir immer, daß die Werkzeuge der N. uns am stärksten in die Augen fallen GWBN8,173,13 AllgKnochLehre Der hinterste Theil [des Insektenkörpers] enthält die Organe der N. und Fortpflanzung, so wie der gröbern Absonderung GWBN8,13,25 VglAnatomie 3 1795 N8,85,14 Vortr VglAnatomie 3 1796 47,316,30 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller] 2 nomen acti: Nahrungsmittel; Subsistenz a konkr: Lebensmittel α Essen, Kost, Speise, Futter; ‘animalische/vegetabilische N. für das unterschiedliche Nahrungsspektrum der Fleisch- u Pflanzenfresser; einmal ‘spagirische N. iSv (auf die Arzneimittellehre des Paracelsus zurückgehendes) aus pflanzlichen, mineralischen u animalischen Bestandteilen zusammengesetztes Futter; ‘strenge N. iSv magere Kost Abends bewirthete er uns auf chinesischem Porzellan und Silber mit fetter Schafmilch, die er als höchst gesunde N. pries und aufnöthigte GWB35,221,15 TuJ 1805 Nun ward ihr das ungewohnte Fasten, Beten und Arbeiten mit jedem Tage lästiger, und die übertriebene Enthaltsamkeit schien den gesunden Zustand eines an Ruhe und reichliche N. gewöhnten Körpers gänzlich zu zerrütten GWB18,185,20 Unterhaltungen Prokurator einige [Tiere] sind auf animalische N. begierig, auf vegetabilische die meisten GWBN8,250,28 SkelNagetiere [1824] [wilde Ziegen], welche vorziehen auf schroffen Felsen eine strenge N. zu suchen GWB252,197 Wj Var 2,123 Dem Ackermann 3 35,225,7 TuJ 1805 N7,197,8 PrincPhilZool II 1832 21,53,10 Lj I 10 β Nährstoffzufuhr, auch mBez auf Dünger für Pflanzen; ‘magere N. iSv nährstoffarmer Boden Wie nun die Blätter hauptsächlich ihre erste N. den mehr oder weniger modificirten wässerichten Theilen zu verdanken haben, welche sie dem Stamme entziehen.. GWBN6,35,13 MetamPfl 24 Der Wein will magre N. an Bergen und viel Sonne haben GWBT1,320,7 v 25.10.86 brachte..einen ganzen Sommer mit einer Folge von Versuchen hin, die mich belehren sollten wie durch Übermaß der N. die Frucht unmöglich zu machen, wie durch Schmälerung sie zu beschleunigen sei GWBN6,17,1 MorphH Inhalt der parasitische Samen..verlangt zu seiner Entwicklung und N. ein organisch Vorbereitetes, da die andern sich mit dem bloßen Element begnügen, obschon auch der zu einer kräftigern Vegetation nöthige Dünger eben dahin deutet: daß ein Durchgearbeitetes nöthig ist zu vollkommenerer Entwicklung gewisser Pflanzennaturen GWBB39,112,4 Martius 8.2.25 N3,46,3 FlH I Theophr b Lebensunterhalt, Auskommen, Einkommen, auch: Wohlstand; vereinzelt übertr auf intellektuelle Befriedigung; ‘jdn in N. setzen’ iSv in Lohn u Brot bringen so lange einer lebt und sich rührt, findet er immer seine N. GWB22,20,17 Lj IV 2 Seit dießem unseeligen Prozeß ist unsre ganze N. zuruck gegangen, die Fabrick hat aufgehört, und es blieb mir nichts übrig als von den Einkünfften des Haußes und übrigen Gutes zu leben GWBDjG33,393,3 RAnw [17.11.73] Lassen Sie die Akademien noch mehr zusammengehen als jetzt, lassen Sie die Hoffnung, wo nicht auf Anstellung bey derselben, doch auf N. an derselben, wie bisher so unzählige Privatdocenten existirten, immer schmäler werden; so werden so mäßige und so fromme Wünsche wie die Ihrigen noch immer unerfüllter bleiben GWBB21,463 Reinhard [vor 1.10.09] K Wie doch ein einziger Reicher so viele Bettler in N.|Setzt! Wenn die Könige baun, haben die Kärrner zu thun GWB51,212 Xen 53(775) B6,398,21 CarlAug 26.11.84 c Brennstoff für das Feuer, einmal zugl allg mBez auf den Sauerstoff als Energiequelle (in Berührung mit 2aα) GWB21,81,5 Lj I 14 51,298 XenNachl 199(692) d für: Feuchtigkeitsgehalt, Sättigung, mBez auf Elastizität u Vitalität erhaltende Substanzen wenn auch dieser letzte zarte Öltünch im Anfange, als die darauf getragenen Farben des Bildes genugsame N. hatten, seinen Theil davon aufnahm und sich eine Weile guthielt, so verlor er doch, als das Öl mit der Zeit austrocknete, gleichfalls seine Kraft und fing an zu reißen GWB491,213,26 Bossi,Leonardo Abendmahl Unter den vielen Dingen, die man von jeher versucht hat, um dem Äußeren einige N. zu geben, das oft viel früher als das Innere abnimmt, gibt es wirklich unschätzbare, einfache sowohl als zusammengesetzte Mittel GWB24,270,12 Wj II 3 e wohl (fachsprachl) für auszufällende Beimengungen, Schlacke (beim Schmiedeeisen) In der Schmiede erweicht man das Eisen, indem man das Feuer anbläs't und dem Stabe seine überflüssige N. nimmt; ist er aber rein geworden, dann schlägt man ihn und zwingt ihn, und durch die N. eines fremden Wassers [durch den Vorgang des Härtens] wird er wieder stark GWB422,186,19 MuR(632) f übertr: Material, Nachschub zur Förderung, Erhaltung, Steigerung von Empfindungen, Interessen, Begabungen oä; auchN. geben/finden’; ‘frische/neue N. die gegenwärtige herrliche Umgebung..Die Klarheit des Himmels, der Hauch des Meeres, die Düfte..alles dieß gab N. meinen Vorsätzen GWB31,199,7 ItR wenn sie [junge Männer] in dem Umgange mit unsern schönen und gebildeten Frauenzimmern Beschäftigung und N. für Herz, Geist und Einbildungskraft finden, so werden sie abgehalten von allen den Ausschweifungen, denen sich die Jugend..hingibt GWBB43,242,7 Carlyle 15.1.28 so erhielt meine halbbefriedigte Neugierde frische N. GWB21,20,9 Lj I 4 17,62,12 TriumphEmpfindsamk V B12,109,9 Meyer 28.4.97 40,40,3 Üb:Piccolom [G/Schiller] iSv Nutzen, Anstöße, Impulse; auch ‘aus etwas N. ziehen/saugen’ Das akademische Leben..gewährt..unendliche Vortheile, weil wir stets von Menschen umgeben sind, welche die Wissenschaft besitzen oder suchen, so daß wir aus einer solchen Atmosphäre..immer einige N. ziehen GWB27,235,15 DuW 9 Byron..hat meinen Faust in sich aufgenommen und hypochondrisch die seltsamste N. daraus gesogen GWB411,189,8 Üb:Byron,Manfr 14,14 Faust I 177 19,225,13 BrSchweiz II 3 Gewerbe, Erwerbstätigkeit, -möglichkeit; ‘in guter N. iSv prosperierend, wirtschaftlich gesund in's obere Thal..dort legt er Maschinen an, du wirst ihn alle N. an sich ziehen sehen GWB251,258,6 Wj III 13 Kommt dereinst der Bergbau in einen lebendigern Umtrieb, wird die Bewegung und N. dadurch in diesen Gegenden [um Ilmenau] stärker GWB36,371,27 RedeEröffnBergbIlmenau 1784 Zug..an einer Anhöhe, ist der Stapelort von den Gütern, die nach Zürch gehen und daher kommen..Es sind auch verschiedene Feuerhandwerke daselbst in guter N. GWBT2,185,16 v 7.10.97 44,340,3 CellAnh X 4 rechtssprachl: Vermögen Ein weiser Herr Richter..legt mir auf, die Übergabe der gantzen N. zu erweisen. Ich schlage das Zeugen Verhör vor; nun sieht mein Vatter, was er zu erwarten hat, und in unüberlegter Angst ist ihm nichts zu heilig, das er nicht antasten sollte GWBDjG32,243,39 RAnw [3.2.72] DjG32,239,14 RAnw [16.10.71] °Brau- GWBGewerbs- GWBHaupt- GWBKnochen- GWBBürgernahrungsgraus Syn zu 1 GWBErnährung zu 2a Lebensmittel Nahrungsmittel Unterhalt zu 2aα Essen Fressen Futter Kost zu 2aβ Dünger zu 2b Alimente Auskommen Einkommen Einkünfte Lebensunterhalt zu 2c Brennstoff zu 2f Förderung Nutzen Zusatz Zuwachs zu 3 Gewerbe zu 4 Vermögen Beatrice FrankB.F.
7263 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nahrung

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Nahrung , plur. die -en. 1. Dasjenige, was nähret. 1) Eigentlich. Diejenigen Theile eines genießbaren Körpers, welch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nahrung

    Goethe-Wörterbuch

    Nahrung ‘Nährung’ 47,316,11 1 nomen actionis: Vorgang der Nahrungsaufnahme; auch bildh; wiederholt ‘Organe, Werkzeuge de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nahrung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Nahrung , s. Nahrungsmittel ; N. in der Gerberei, s. Leder , S. 310.

  4. modern
    Dialekt
    Nahrungf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Nahrung f. : 1. wie schd., Nahrung [ HB-Jägbg , mancherorts], Nahring [ RO-Gundw ]; vgl. Kost . — 2. a. vom Milchertrag …

  5. Sprichwörter
    Nahrung

    Wander (Sprichwörter)

    Nahrung 1. Böse Nahrung macht kunstreiche Leute. 2. De Nahrung hebben will, mot mennig Hôre Jüffer heten. ( Ostfries. ) …

  6. Spezial
    Nahrung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nah|rung f. (-,-en) 1 (Nahrungsmittel) nudrimënt (-nc) m. 2 spëisa (-ses) f. 3 mangé m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nahrung

99 Bildungen · 90 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von nahrung

nahr + -ung

nahrung leitet sich vom Lemma nahr ab mit Suffix -ung.

nahrung‑ als Erstglied (30 von 90)

Nahrungbrief

DRW

nahrung·brief

Nahrungbrief, m. Urkunde über einen Leibzuchts- oder Unterhaltsvertrag nahrungbrüeff auf folio [kosten] ieden plat zwelf kreizer [Schreibgel…

nahrungen

DWB

nahr·ungen

nahrungen , verb. reflexiv, sich nahrung und lebensunterhalt verschaffen, ernähren: wann vil sich ab der stat narungen ( von der stadt leben…

nahrunglich

DRW

nahrung·lich

nahrunglich, adj. nahrungliche Güter als Übs. von bona profectitia: einem Teil des Kindesvermögens, über das der Vater den Verwaltungsnießbr…

Nahrungsabbruch

DRW

nahrung·s·abbruch

Nahrungsabbruch, m. I Beeinträchtigung von Handel und Gewerbe privilegium, welcher maßen uff eine meyle weges kein schumacher sich setzen [d…

nahrungsabfall

DWB

nahrung·s·abfall

nahrungsabfall , m. abfall der nahrung (4, c ), defectus rei familiaris Frisch 1, 243 b ; nahrungsabfall eines gantzen landes, einer stadt, …

Nahrungsangebot

LDWB2

nahrung·s·angebot

Nah|rungs|an|ge|bot n. (-[e]s,-e) oferta de mangiaria f. , pîta de mangiaria f. , lîta de mangiaria f.

nahrungsaufnahme

DWB

nahrung·s·aufnahme

nahrungsaufnahme , f. : die organischen wesen .. zeigen ohne ausnahme zwei allgemeine erscheinungen: die nahrungsaufnahme und die ausscheidu…

nahrungsbedürfnis

DWB

nahrung·s·beduerfnis

nahrungsbedürfnis , n. das bedürfnis nach, der bedarf an nahrung: nahrungsbedürfnisz eines erwachsenen. Klencke hauslex. 2, 921 a .

nahrungsbedürftig

GWB

nahrung·s·beduerftig

nahrungsbedürftig 1 hungrig Die Mutter [ Myrons Kuh ] ..bereitet durch ihren prächtigen Körper dem jungen Säugling [ dem Kalb ] ein Obdach; …

nahrungsbestandtheil

DWB

nahrung·s·bestandtheil

nahrungsbestandtheil , m. : im chymus sind alle mehligen nahrungsbestandtheile schon in zucker verwandelt. Minerva 1847 s. 408; der thierisc…

nahrungsdieberei

DWB

nahrung·s·dieberei

nahrungsdieberei , f. : nahrungsdieberei, brotdieberei, nahrungstörerei, pfuscherei ist, wenn .. unberechtigte andern ( zu einem gewerbe pri…

nahrungsdotter

DWB

nahrung·s·dotter

nahrungsdotter , m. : die gelbe dottermasse ( des eies ) wird als nahrungsdotter ( vom weiszlichen bildungsdotter) unterschieden. Meyer konv…

nahrungserwerb

DWB

nahrung·s·erwerb

nahrungserwerb , m. das erwerben oder die mittel zum erwerben der nahrung. blätter für lit. unterhaltung 1846 s. 515.

Nahrungsfleiß

Campe

nahrung·s·fleiss

○ Der Nahrungsfleiß , — es , o. Mz . der Fleiß welchen man anwendet sich Nahrung zu verschaffen, oder welchen man in seiner Nahrung, d. h. i…

nahrungsfleisz

DWB

nahrung·s·fleisz

nahrungsfleisz , m. auf die nahrung angewendeter fleisz, erwerbs- oder gewerbsfleisz: eine hand im nahrungs-fleisz. Logau 1, 10, 2 .

nahrungsgabe

DWB

nahrung·s·gabe

nahrungsgabe , f. abgabe für die ausübung eines gewerbs, gewerbsteuer, auch nahrungsgeld Frisch 2, 13 c . Zedler 23, 147 .

nahrungsgelust

DWB

nahrung·s·gelust

nahrungsgelust , m. begierde nach nahrung: die nahrungsmittel und nahrungsgelüste der nächtlichen thiere. Minerva 1847 s. 408.

nahrungsgeschäft

DWB

nahrung·s·geschaeft

nahrungsgeschäft , n. gewerbe: so müssen die meisten und austräglichsten nahrungs-geschäfte .. in verfall gerathen. Zinck 2011 .

nahrung als Zweitglied (8 von 8)

Wohlstandsnahrung

RDWB1

Wohlstandsnahrung f (Lakune) питание состоятельных слоёв населения; пища состоятельных людей; питание, свидетельствующее о материальном благ…

braunahrung

DWB

brau·nahrung

braunahrung , f. braugewerk: es hatte sich kein leibarzt beifallen lassen, der braunahrung zum nachtheil das wasser gesunder zu finden. Möse…

Portersnahrung

DRW

porter·s·nahrung

Portersnahrung, f. zu Nahrung (III 1) nur für Stadtbürger zugelassener Beruf dat alle vrijlaten, nu op eenighe van den vors. tween cueren wo…

sattelnahrung

DWB

sattel·nahrung

sattelnahrung , f. lebensunterhalt, den man sich durch raub verschafft ( vergl. sattel 1, d ). die sattelnarung. Murner narrenbeschw. 24 übe…

stadtnahrung

DWB

stadt·nahrung

stadtnahrung , f. gelegenheit und mittel, den lebensunterhalt zu gewinnen, wie sie die stadt bietet. dazu stadtnahrungsgeschäft, n.: denn es…

Straßennahrung

DRW

Straßennahrung, f. in einer ¹Straße (III 3) betriebenes (Klein-)Gewerbe wegen der straßen-nahrung, so in kraͤmereien, hoͤkereien und andern …

Tischnahrung

DRW

tisch·nahrung

Tischnahrung, f. Versorgung mit Essen und Trinken [mutter hat von mir zu geniessen] einen würdigen winkhl in der stuben, zur wohnung die obe…

Ableitungen von nahrung (1 von 1)

urnahrung

DWB

urnahrung , f. , erste, ursprüngliche nahrung (ur- C 4 c) Brandt über den stoffwechsel im meer ( Kieler rektoratsrede 1899) 10; 16; 22. —