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Nahrung

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Nahrung

Bd. 3, Sp. 424
Die Nahrung, plur. die -en. 1. Dasjenige, was nähret. 1) Eigentlich. Diejenigen Theile eines genießbaren Körpers, welche durch ihren Übergang in den thierischen Körper denselben erhalten und stärken, d. i. die auf mancherley Art abgehenden Theile ersetzen; wo der Plural nur von mehrern Arten gebraucht wird. Kohl gibt eine schlechte Nahrung. Milch gibt viele Nahrung. Die abgehenden Theile der thierischen Körper müssen durch neuen Zugang der Nahrung ersetzt werden. S. Nahrhaft und Nähren. 2) In weiterer Bedeutung, derjenige genießbare Körper, welcher solche Theile enthält. (a) Eigentlich. Speise und Trank, so wohl von Menschen als Vieh; als ein Collectivum und ohne Plural. Ich will dir Kleider und deine Nahrung geben, Richt. 17, 10. Die Äcker bringen keine Nahrung, Habac. 4, 17. Wachteln zur Nahrung, Weish. 16, 2. In großer Dürre findet das Vieh keine Nahrung auf dem Felde. Der täglichen Nahrung mangeln, Jac. 2, 15. (b) Figürlich, was die Fortdauer des Feuers, und in noch weiterer Bedeutung eines andern Dinges befördert und vermehrt; ohne Plural, außer allenfalls von mehrern Arten. Dem Feuer frische Nahrung geben. Fett ist des Feuers Nahrung. Der Flamme die Nahrung entziehen. Nahrung für seine Wißbegierde finden. Menschenfreundliche Neigungen sind eine süße Nahrung edler Herzen, Gell. Immer neue Nahrung zum Vertrauen auf die Vorsehung einsammeln, ebend. Das Herz wird in der Wohlfahrt der andern die Nahrung seiner Freude finden, ebend. Fliehe alles, was deiner Flamme Nahrung gibt. Thörigte Wünsche, die aus einer abgöttischen Meinung von sich selbst ihre Nahrung ziehen. 3) In noch weiterm Verstande, der Unterhalt, d. i. alles was zur Erhaltung des natürlichen Lebens dienet; ohne Plural. Der zeitlichen Nahrung warten, Sir. 38, 38. Kein Kriegsmann flicht sich in die Händel der Nahrung, 2 Tim. 2, 4. Sorgen der Nahrung, Nahrungssorgen. Seine Nahrung in einem Lande suchen. Seiner Nahrung nachgehen. Jemanden seine Nahrung entziehen. 2. Der Inbegriff aller derjenigen Mittel, womit man sich die Nahrung der vorigen Bedeutung verschaffet, das Gewerbe; auch ohne Plural, außer allenfalls von mehrern Arten. Die Nahrung gehet schlecht. Was treibst du für Nahrung? Was ist eure Nahrung? 1 Mos. 46, 33. Auf die Nahrung erpicht seyn. Die Braunahrung, der Bierbrau als ein Gewerbe, als ein Mittel des Unterhaltes betrachtet. So auch die Schenknahrung u. s. f. Da denn in manchen Gegenden dieses Wort auch zuweilen im Concreto[] gebraucht wird; z. B. zwey Schenknahrungen, drey Braunahrungen, d. i. so viele mit der Schenk- oder Braugerechtigkeit versehene Häuser. Auch in Absicht der äußern Umstände, der Gelegenheit und Mittel von außen, sich den nöthigen Unterhalt zu verschaffen; ohne Plural. Die Nahrung ist schlecht, geht nicht. Gute Nahrung, schlechte Nahrung haben. Es ist keine Nahrung unter den Leuten, es fehlt unter ihnen an Gelegenheit, sein Brot zu verdienen. Eine Stadt hat gute Nahrung, wenn mehrere Menschen leichtlich ihren Unterhalt in derselben finden. Anm. Im Nieders. gleichfalls Narung, im Dänischen und Schwed. Näring, im Pohln. Nerzeia. Es scheinet von dem veralteten Nar, Nara, welches im Tatian und andern ältern Schriftstellern, für Speise, Nahrung, noch häufig vorkommt und der Ableitungssylbe -ing oder -ung zusammen gesetzet, und also nicht zunächst von nähren gebildet zu seyn; da es denn eigentlich ein nährendes Ding bedeuten würde.
3397 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nahrung

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Nahrung , plur. die -en. 1. Dasjenige, was nähret. 1) Eigentlich. Diejenigen Theile eines genießbaren Körpers, welch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nahrung

    Goethe-Wörterbuch

    Nahrung ‘Nährung’ 47,316,11 1 nomen actionis: Vorgang der Nahrungsaufnahme; auch bildh; wiederholt ‘Organe, Werkzeuge de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nahrung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Nahrung , s. Nahrungsmittel ; N. in der Gerberei, s. Leder , S. 310.

  4. modern
    Dialekt
    Nahrungf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Nahrung f. : 1. wie schd., Nahrung [ HB-Jägbg , mancherorts], Nahring [ RO-Gundw ]; vgl. Kost . — 2. a. vom Milchertrag …

  5. Sprichwörter
    Nahrung

    Wander (Sprichwörter)

    Nahrung 1. Böse Nahrung macht kunstreiche Leute. 2. De Nahrung hebben will, mot mennig Hôre Jüffer heten. ( Ostfries. ) …

  6. Spezial
    Nahrung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nah|rung f. (-,-en) 1 (Nahrungsmittel) nudrimënt (-nc) m. 2 spëisa (-ses) f. 3 mangé m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nahrung

99 Bildungen · 90 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von nahrung

nahr + -ung

nahrung leitet sich vom Lemma nahr ab mit Suffix -ung.

nahrung‑ als Erstglied (30 von 90)

Nahrungbrief

DRW

nahrung·brief

Nahrungbrief, m. Urkunde über einen Leibzuchts- oder Unterhaltsvertrag nahrungbrüeff auf folio [kosten] ieden plat zwelf kreizer [Schreibgel…

nahrungen

DWB

nahr·ungen

nahrungen , verb. reflexiv, sich nahrung und lebensunterhalt verschaffen, ernähren: wann vil sich ab der stat narungen ( von der stadt leben…

nahrunglich

DRW

nahrung·lich

nahrunglich, adj. nahrungliche Güter als Übs. von bona profectitia: einem Teil des Kindesvermögens, über das der Vater den Verwaltungsnießbr…

Nahrungsabbruch

DRW

nahrung·s·abbruch

Nahrungsabbruch, m. I Beeinträchtigung von Handel und Gewerbe privilegium, welcher maßen uff eine meyle weges kein schumacher sich setzen [d…

nahrungsabfall

DWB

nahrung·s·abfall

nahrungsabfall , m. abfall der nahrung (4, c ), defectus rei familiaris Frisch 1, 243 b ; nahrungsabfall eines gantzen landes, einer stadt, …

Nahrungsangebot

LDWB2

nahrung·s·angebot

Nah|rungs|an|ge|bot n. (-[e]s,-e) oferta de mangiaria f. , pîta de mangiaria f. , lîta de mangiaria f.

nahrungsaufnahme

DWB

nahrung·s·aufnahme

nahrungsaufnahme , f. : die organischen wesen .. zeigen ohne ausnahme zwei allgemeine erscheinungen: die nahrungsaufnahme und die ausscheidu…

nahrungsbedürfnis

DWB

nahrung·s·beduerfnis

nahrungsbedürfnis , n. das bedürfnis nach, der bedarf an nahrung: nahrungsbedürfnisz eines erwachsenen. Klencke hauslex. 2, 921 a .

nahrungsbedürftig

GWB

nahrung·s·beduerftig

nahrungsbedürftig 1 hungrig Die Mutter [ Myrons Kuh ] ..bereitet durch ihren prächtigen Körper dem jungen Säugling [ dem Kalb ] ein Obdach; …

nahrungsbestandtheil

DWB

nahrung·s·bestandtheil

nahrungsbestandtheil , m. : im chymus sind alle mehligen nahrungsbestandtheile schon in zucker verwandelt. Minerva 1847 s. 408; der thierisc…

nahrungsdieberei

DWB

nahrung·s·dieberei

nahrungsdieberei , f. : nahrungsdieberei, brotdieberei, nahrungstörerei, pfuscherei ist, wenn .. unberechtigte andern ( zu einem gewerbe pri…

nahrungsdotter

DWB

nahrung·s·dotter

nahrungsdotter , m. : die gelbe dottermasse ( des eies ) wird als nahrungsdotter ( vom weiszlichen bildungsdotter) unterschieden. Meyer konv…

nahrungserwerb

DWB

nahrung·s·erwerb

nahrungserwerb , m. das erwerben oder die mittel zum erwerben der nahrung. blätter für lit. unterhaltung 1846 s. 515.

Nahrungsfleiß

Campe

nahrung·s·fleiss

○ Der Nahrungsfleiß , — es , o. Mz . der Fleiß welchen man anwendet sich Nahrung zu verschaffen, oder welchen man in seiner Nahrung, d. h. i…

nahrungsfleisz

DWB

nahrung·s·fleisz

nahrungsfleisz , m. auf die nahrung angewendeter fleisz, erwerbs- oder gewerbsfleisz: eine hand im nahrungs-fleisz. Logau 1, 10, 2 .

nahrungsgabe

DWB

nahrung·s·gabe

nahrungsgabe , f. abgabe für die ausübung eines gewerbs, gewerbsteuer, auch nahrungsgeld Frisch 2, 13 c . Zedler 23, 147 .

nahrungsgelust

DWB

nahrung·s·gelust

nahrungsgelust , m. begierde nach nahrung: die nahrungsmittel und nahrungsgelüste der nächtlichen thiere. Minerva 1847 s. 408.

nahrungsgeschäft

DWB

nahrung·s·geschaeft

nahrungsgeschäft , n. gewerbe: so müssen die meisten und austräglichsten nahrungs-geschäfte .. in verfall gerathen. Zinck 2011 .

nahrung als Zweitglied (8 von 8)

Wohlstandsnahrung

RDWB1

Wohlstandsnahrung f (Lakune) питание состоятельных слоёв населения; пища состоятельных людей; питание, свидетельствующее о материальном благ…

braunahrung

DWB

brau·nahrung

braunahrung , f. braugewerk: es hatte sich kein leibarzt beifallen lassen, der braunahrung zum nachtheil das wasser gesunder zu finden. Möse…

Portersnahrung

DRW

porter·s·nahrung

Portersnahrung, f. zu Nahrung (III 1) nur für Stadtbürger zugelassener Beruf dat alle vrijlaten, nu op eenighe van den vors. tween cueren wo…

sattelnahrung

DWB

sattel·nahrung

sattelnahrung , f. lebensunterhalt, den man sich durch raub verschafft ( vergl. sattel 1, d ). die sattelnarung. Murner narrenbeschw. 24 übe…

stadtnahrung

DWB

stadt·nahrung

stadtnahrung , f. gelegenheit und mittel, den lebensunterhalt zu gewinnen, wie sie die stadt bietet. dazu stadtnahrungsgeschäft, n.: denn es…

Straßennahrung

DRW

Straßennahrung, f. in einer ¹Straße (III 3) betriebenes (Klein-)Gewerbe wegen der straßen-nahrung, so in kraͤmereien, hoͤkereien und andern …

Tischnahrung

DRW

tisch·nahrung

Tischnahrung, f. Versorgung mit Essen und Trinken [mutter hat von mir zu geniessen] einen würdigen winkhl in der stuben, zur wohnung die obe…

Ableitungen von nahrung (1 von 1)

urnahrung

DWB

urnahrung , f. , erste, ursprüngliche nahrung (ur- C 4 c) Brandt über den stoffwechsel im meer ( Kieler rektoratsrede 1899) 10; 16; 22. —