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Gunst

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gunst

Bd. 4, Sp. 558
Gunstrund 850 Belege; mehrf mit intensivierenden, wertenden u spezifizierenden Attributen wie ‘groß, besonder, außerordentlich, entschieden’; ‘schön(st), herrlich, vorzüglich, ausgezeichnet, unschätzbar, edel’; ‘göttlich, fürstlich, hoch, (aller-)höchst, öffentlich, dichterisch, geheim, still’; nur selten pl, bes in den paarigen Vbdgn ‘Gaben und G-en, G-en und Hulden’; die Vbdg ‘zugunsten’ (s Punkt 5) bei G. ausschließlich in getrennter Großschreibung  1 Gnade, Huld, Segnung; als Verhalten od gezieltes Wirken einer göttlichen Macht (auch zum Zeichen des Auserwähltseins) bzw als willkürliches od blindes Walten unpersönlicher höherer Mächte wie Schicksal, Glück, Zufall  Die Sacramente sind .. das sinnliche Symbol einer außerordentlichen göttlichen G. und Gnade. In dem Abendmahle sollen die irdischen Lippen ein göttliches Wesen verkörpert empfangen GWB27,119,8 DuW 7  Zwey meiner innigsten Freunde [Schiller gest 1805 u der Staatsminister Voigt gest 1819] haben das Glück gehabt, gerade vor großen und widerwärtigen Epochen zu scheiden. Die moralische Weltordnung hat es bisher so gut mit mir gemeint, und ich hoffe, sie wird auch mir eine ähnliche G. erweisen GWBB33,120,13 Sartorius 17.7.20 K  [aus Eisenach] Adieu. Sey die G. des Himmels bey dir wie meine Liebe GWBB5,295,25 Ch Stein 3.4.[82]  Er [Winckelmann] war dreißig Jahre alt geworden, ohne irgend eine G. des Schicksals genossen zu haben GWB46,21,5 Winckelm  das Glück ist die Göttin der lebendigen Menschen, und um ihre G. wahrhaft zu empfinden, muß man leben und Menschen sehen, die sich recht lebendig bemühen und recht sinnlich genießen GWB21,55,15 Lj I 10  [Dämon der List:] Zu dringen und zu weichen, | Das ist die größte Kunst, | Und so zu überschleichen | Das Glück und seine G. GWB16,352 Epimen 361 GWBB25,190,9 Knebel 8.2.15 GWBB48,103,13 Zelter 1.2.31 GWBB23,172,25 CGKörner 26.11.12 mehrf iS eines konkreten göttlichen Beistands bzw einer verliehenen greifbaren Gabe  ich .. fing .. ein Stück [das Fragment gebliebene Drama ‘Prometheus’] zu schreiben an, worin das Mißverhältniß dargestellt ist, in welches Prometheus zu .. den .. Göttern geräth, indem er auf eigne Hand Menschen bildet, sie durch G. der Minerva belebt GWB28,312,22 DuW 15 GWBFaust II 8492u9951 wiederholt die seit dem 18. Jh stehende Vbdg ‘G. der Musen’ als Quelle u Förderer der (eigenen) dichterischen Schaffenskraft  Danke, daß die G. der Musen | Unvergängliches verheißt, | Den Gehalt in deinem Busen | Und die Form in deinem Geist GWB3,80 Dauer iWechsel 37  [Prinzessin:] Nur durch die G. der Musen schließen sich | So viele Reime fest in Eins zusammen! | Und seine [Tassos] Seele hegt nur diesen Trieb Tasso 272 GWB30,192,7 ItR öfter mit punktueller Komponente idVbdgn ‘G. des Augenblicks’, ‘G. der Stunde’ sowie in der Formel ‘G. und Glück’ (einmal als Wunschzuruf); iS einer günstigen Fügung die Abhängigkeit des Gelingens eines künstlerischen, wissenschaftlichen Werks, einer historischen Unternehmung od auch persönlichen Begegnung von einer bestimmten (schicksalhaften) Konstellation betonend  [betr G-s Stanzengedicht ‘Urworte Orphisch’] Leider ist bey solchen Dingen das Wollen dem Vollbringen nicht sehr förderlich, es sind Gaben und G-en des Augenblicks, die zuletzt, nach langer Vorbereitung, zufällig, ungefordert erscheinen GWBB35,158,13 Riemer 28.10.21  [Dämon des Kriegs zum Kriegsheer:] Die höchste Stunde bricht herein, | Wir wollen ihre G. erfassen: | .. Entfaltet euch, gedrängte Massen GWB16,342 Epimen 165  Daß sie [die gesellige Bildung] aber universell werde, dazu gehört Glück und G., deren wir uns gegenwärtig rühmen können GWB412,362,11 Epoch gesellgBildg GWBB21,154,4 Reinhard 31.12.09 GWB3,25 TrilogLeid Eleg 104  [Zit s v Günstling] GWBB44,232,15 Kanzl Müller 28.7.28 K   2 Geneigtheit, Wohlwollen; Wertschätzung (als Gesinnung, Haltung u deren Äußerung)   a überwiegend als vom Herrscher bzw einer hochgestellten Persönlichkeit gewährte Gnade, zum Zeichen der Anerkennung besonderer Fähigkeiten u Verdienste sowie als Ausdruck persönlicher Hochschätzung u Gewogenheit (einmal mit personifiziertem Sachsubj); im ‘Tasso’ ein Schlüsselwort für die Rolle des Fürsten als Gönner u Mäzen des von ihm begünstigten Künstlers; einmal ‘Schlägel der G.’ im ausgeführten Bild vom Kugelspiel aus der persischen Poesie (im ‘Divan’); gelegentlich in ambivalenter Bewertung im Hinblick auf die Flüchtigkeit u Unbeständigkeit der herrschaftlichen Gnade  [Hzg Alphons:] Ich thue was ich kann, um Sicherheit | Und Zutraun seinem [Tassos] Busen einzuprägen. | Ich geb’ ihm oft in Gegenwart von vielen | Entschiedne Zeichen meiner G. Tasso 338  [Tasso zu Hzg Alphons:] Du willst erlauben, daß ich eine Zeit | Von deiner Seite mich entferne, willst | Mir deine G. großmüthig vorbehalten. | .. Es soll mein Geist auf’s neue sich erheben, | .. Sich deiner G. auf’s neue würdig machen Tasso 2996u3003  [Faust:] Ich grüße dich, du einzige Phiole! | Erweise deinem Meister deine G.! GWBFaust I 695  Höchste G. [als Titel eines Huldigungsgedichts1)] GWB6,88 DivBetrachtgn GWB7,85,7 DivNot Despotie Tasso 314u2231 GWB131,264,7 Götz3 III GWBB5,302,11 ChStein 7.[4.82] mehrf in Reihung mit verwandten Ausdrücken wie ‘Gnade, Neigung, Wohlwollen, gnädiges Andenken, Teilnahme, Förderung’; auch in allgemeiner Reflexion üb den Wert dieser Gunst-Bekundungen  Die Gnade der Großen, die G. der Gewaltigen, die Förderung der Thätigen, die Neigung der Menge, die Liebe der Einzelnen2), alles wandelt auf und nieder, ohne daß wir es festhalten können .. wir sind ihrer niemals sicher GWB28,211,10 DuW 13  ich .. hoffe meine Farbenlehre zu Ostern herauszugeben und sie als ein dauerndes Denckmal von Ew. Durchl. G., Theilnahme, Förderung und Nachsicht aufzustellen GWBB21,150,22 CarlAug 25.12.09  seit ich Ew. Majestät [König Ludwig I vBayern] höchster G. und Gnade, Theilnahme und Mittheilung, Auszeichnung und Bereicherung .. mich zu erfreuen hatte GWB421,183,5 Widm Ludw I vBayern GWBB40,126,21 Grolmann 14.11.25 K GWBB16,283,15 CarlAug 1.9.03 häufig im Komplimentierstil (insbesondere in G-s Korrespondenz mit Angehörigen des Weimarer Fürstenhauses) die formelhaften paarigen Vbdgn ‘G. und Gnade’, ‘G. und Huld’; mehrf in feststehenden Briefschlußformeln wie ‘sich zu G.(-en) und Gnade(n), G.(-en) und Huld(en) empfehlen’  Erhalten Höchstdieselben mir das lange bewahrte Capital von G. und Gnade, welches mir von jeher so reichliche Zinsen getragen hat GWBB34,62,20 CarlAug 1.1.21 K  Die Sonne Ew. Königl. Hoheit Gnade und G. war von jeher das Lebensprinzip meines Daseyns GWBB27,109,17 Grhzgin Louise [17.7.16] K  Mich und die Meinigen zu fernerer G. und Gnade angelegentlichst empfehlend GWBB36,121,15 CarlAug uGrhzgin Louise 13.8.22 K  Zu ferneren G-en und Hulden mich angelegentlichst empfehlend GWBB46,73,9 Maria Paulowna 3.9.29 K GWBB48,107,6 CarlFriedr 2.2.31 GWBB22,339,8 Friedr IV 20.4.12 GWBB25,114,12 Gersdorff [27.12.14?] K GWBB38,35,15 Grhzgin Louise 2.2.24 K   b als (persönliche) Neigung u Teilnahme, Wohlgesonnensein im Verhältnis zw gleichgestellten (u gleichgesinnten) Partnern (speziell auch die Gewogenheit der Frauen, vgl 2d) sowie als freundliche Aufnahme, beifällige Zustimmung durch eine (größere) feste Gruppe wie ‘G. der Menge, des Volkes, des Publikums’; mehrf im umfassendsten Sinn die ‘G. der Menschen’ überhaupt  In allem wird die, von Ew. Exc. mir zugesicherte G. eine der ersten Triebfedern seyn mich selbst täglich zu bearbeiten GWBB6,31,9 JFFritsch 5.8.82  [betr den an den Bildhauer Rauch erteilten Auftrag zur Errichtung eines Goethedenkmals in Frankf] das unschätzbare Gute .. das mir erst durch Wohlwollen und G. von Ihrer Seite noch im vollsten Maaße werden soll GWBB40,174,19 Rauch 16.12.25  Als ich ihn [Egmont] nun so in meinen Gedanken verjüngt .. hatte, gab ich ihm .. die Gabe alle Menschen an sich zu ziehen (attrattiva) und so die G. des Volks, die stille Neigung einer Fürstin .. die Theilnahme eines Staatsklugen zu gewinnen GWB29,175,15 DuW 20  [mBez auf das Schauspieler-Ensemble am Stuttgarter Theater] da denn doch jeder in einer gewissen Rolle sich die G. des Publikums zu verschaffen weiß GWBT2,126, 22 v 6.9.97  [betr G-s Anfrage an den Verleger Cotta über den Absatz seiner Ausg.l.H. in den verschiedenen Provinzen u Städten] Der Autor mag doch gern erfahren wo die größte G. für ihn in seinem Vaterlande sich hervorthut GWBB46,237,13 Cotta 13.2.30 [Beilage]3) K  Bringst du die Natur heran | Daß sie jeder nutzen kann; | Falsches hast du nicht ersonnen, | Hast der Menschen G. gewonnen GWB3,103 Was es gilt 4=GWBN51,227 Entopt Farb Motto Vs 4 GWBN6,107,9 BotanStudien [1831]  [für: benevolenza] GWB43,7,6 Cell Vorr GWB45,179,19 RamNeffeAnm Tasso 2440 GWBFaust II 6399u10617 speziell im Hinblick auf künstlerische u wissenschaftliche Leistungen iS einer (gewünschten, erbetenen od bereits erworbenen) wohlwollenden, positiven Rezeption u Anerkennung eines dichterischen Werks bzw einer fachwissenschaftlichen Abhandlung od Theorie (öfter mBez auf die Resonanz von G-s eigenen Schriften); wiederholt idWdg ‘(jdm) etw/sich zu G.(-en) (und Huld) empfehlen’; einmal ‘etw in G. bringen’: Interesse u breite Akzeptanz für etw hervorrufen  Er [G-s Vater] hatte .. viel eigene Freude an der G. die meine ersten Arbeiten erworben hatten GWB29,161,28 DuW 19  Das Dämonische .. ist es wohl, was dem Stücke [‘Egmont’] .. G. verschafft hat GWB29,176,5 DuW 20  Auch dieser wunderlichen verspäteten Production [‘Wilhelm Meisters Wanderjahre’] erbitte G. und Antheil GWBB34,132,11 Rochlitz 18.2.21  wenn unsre Farbenlehre G. gewinnt GWBN1,359,11 FlD 920  der Aufsatz [‘Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären’ von 1790], welcher .. sich .. Freunden und Bemerkern lebendiger Naturwirkungen zu G. und Huld aufs neue gar zu gern empfehlen möchte GWBN6,396,17 Entstehen MetamPfl GWBN6,248,5 MetamPfl Wirkg 1830 GWBB6,163,9 Knebel 19.5.83 GWBN2,211,5 FlP 458 mehrf in der präp Vbdg ‘mit G.’: mit Wohlwollen, beifällig; vereinzelt mit pejor-ironischer Akzentuierung iS der formelhaften Redensart ‘mit Verlaub’  Was meine Farbenlehre betrifft deren Sie mit G. erwähnen, so ist sie eigentlich der Zukunft gewidmet GWBB22,150,12 Woltmann 18.8.11  Dr. Blairs Versuche [zur Achromasie] .. wurden von den Newtonianern mit G. aufgenommen GWBN4,264,8 FlH VI GWBN2,267,25 FlP 602 GWBN4,120,27 FlH VI GWB16,28 JahrmPlund2 411   c vom Standpunkt des Begünstigten: iSv Beliebtheit, Ansehen, Einfluß; mit Sachsubj auch: Geltungskraft (selten)  So hat nun Reineke billig | Sich zu großen G-en geschwungen [Reinke de Vos: De alder grotste worden van loue], und alles befolgt man | Was er räth und beschließt, zu Frommen oder zu Schaden GWBReinF XII 297  [Gerichtsrat zu Eugenie:] Ein Mittel gibt es, dich im Vaterland | Zurück zu halten .. Große G. | Hat es vor Gott und Menschen .... Der Ehstand ist es! GWBNatT 2085 GWB29,189,22 DuW 20 mehrf in den verbalen Vbdgn ‘in jds G.(-en) stehen, jds, bei jdm G. haben’ iSv bei jdm in hohem Ansehen stehen, bes begehrt sein (speziell auch bei Frauen); vereinzelt ‘sich bei jdm in G. setzen’: sich beliebt machen; einmal mit Sachsubj ‘das hat meine G.’ iSv dafür habe ich eine Vorliebe  So hoch stand der König [Friedrich dGroße], und alles was ihm mit Leib und Seele ergeben war, in der G. der Menge, unter der sich außer den Frankfurtern schon Deutsche aus allen Gegenden befanden GWB26,290,13 DuW 5  Auch vernahm man, daß Wieland [am Weimarer Fürstenhof] in vorzüglicher G. stehe GWB28,316,21 DuW 15  Ein von dem ganzen Inselvolke angestaunter Brunnen existirte schwerlich, wenn es in Sicilien nicht schönen bunten Marmor gäbe, und wenn nicht gerade ein Bildhauer, geübt in Thiergestalten, damals G. gehabt hätte GWB31,97,12 ItR GWB6,144 Div Daß Suleika von Jussuph entzückt war 3 GWB24,38,23 Wj I 3 GWBFaust II 7954   d mit erotischer Komponente: die (von dem werbenden Mann begehrte bzw ihm gewährte) Liebesgunst der Frau; mehrf in sentenzhafter Reflexion üb den Wert dieses gewährten ‘Schatzes’; aus der Perspektive des eifersüchtigen Rivalen auch in ambivalenter Bewertung  Manto u Faust .. auf Spartanischem Gebiet soll sie [Helena] sich lebendig erweisen. Der Freyer suche ihre G. zu erwerben GWB152,225 Faust II Plp  [Paris zu Julia:] Dem zart’sten Werben wollt’ ich deine G., | Der freisten Liebe deine Hand verdanken GWB9,251 RomJul 1511  [Rugantino:] Ich will nicht ihre G. allein genießen; | Ich will sie [Lucinde] ganz und gar besitzen .. Entführen will ich sie GWB11,219 Claud2443  [Meph zu Faust:] Du sprichst ja wie Hans Liederlich, | Der begehrt jede liebe Blum’ für sich, | Und dünkelt ihm es wär’ kein’ Ehr’ | Und G. die nicht zu pflücken wär’ GWBFaust I 2631  [Faust zu Phorkyas:] .. gleich sollst du versammelt schauen | Der Helden ungetrennten Kreis: | Nur der verdient die G. der Frauen, | Der kräftigst sie zu schützen weiß GWBFaust II 9444 GWBFaust II 6514 GWB8,133,21 Götz2 IV Tasso 2020u2057 GWB22,131,2 Lj IV 20   3 (aktive) Unterstützung (sowohl zur Bezeichnung einer wohlwollend-fördernden Gesinnung u Haltung als auch für die darauf beruhenden Handlungen u Leistungen); oft ‘durch jds G.’   a als (gnädige od freundschaftlich-kollegiale) Förderung insbes von künstlerischen od wissenschaftlichen Aktivitäten u Projekten, geschäftlichen Unternehmungen, auch Begabungen u Fertigkeiten, individuellen Existenzen od Institutionen durch materielle Hilfe bzw durch (gesellschaftlichen, politischen od geistigen) Einfluß; einmal mit Sachsubj  Durch allerhöchste G. wäre sein [Schillers] Dasein durchaus erleichtert .. worden .. dem höchsten Gönner selbst zu fortwährender Freude GWB421,183,14 Widm Ludw I vBayern  Er [der Altertumsforscher JJWinckelmann] hatte sich früher kümmerlich beholfen, später von der Gnade des Hofs, von der G. manches Wohlwollenden gelebt GWB46,66,7 Winckelm  [betr Ausbildung der Angelica Facius als Stempel- u Steinschneiderin in Berlin] Lassen Sie nunmehr das geschickte wundersame Mädchen Ihrer fernern anleitenden G. genießen GWBB49,240,20 Rauch 20.2.32  Außer bedeutenden Schenkungen von geognostischen und mineralogischen Suiten verschiedener Gegenden erhielt das Societätskabinett [die mineralogische Gesellschaft in Jena] durch die G. des letzt verstorbenen Präsidenten, Fürsten von Gallitzin, die ganze Sammlung, welche dieser .. zusammengebracht GWBN10,202,18 MineralogGes GWB7,303 DivNot Plp GWBB26,56,14 Metternich 4.8.15 K GWBB36,379 Cotta 8.9.22 K  [>Förderniß GWBB36,157,8 R] GWB131,72,9u25 Was wir bringen [1802] mBez auf die Besetzung von Positionen speziell iSv Befürwortung, Empfehlung; Protektion  Johannes, ein Carmelit, gebürtig von Cöln, gelehrt, deßhalb Gregor XI. empfohlen, durch dessen G. Bischof von Hildesheim GWB411,194,4 DreiKönigeVerf GWB26,168,13 DuW 3   b konkr: die gewährte bzw in Aussicht gestellte Gunstbezeugung in Form einer zuteilgewordenen Gnade, Auszeichnung, Ehrung, Wohltat sowie zugestandener (finanzieller od beruflicher) Vergünstigungen, bewilligter Privilegien uä; einmal im metonymischen Kontext  [Sekretär:] Der Herzog scheint gewiß, daß ihm der König | Am nächsten Fest die hohe G. gewähren | Und seine Tochter anerkennen wolle GWBNatT 839  Eine besondere G., mich als Ehrenmitglied [in die Gesellschaft des Vaterländischen Museums in Prag] sogleich aufgenommen zu sehen, empfinde ich tief GWBN10,163,3 GesVaterländMusBöhm  [betr die Gewährung des Privilegierungsgesuchs für G-s Ausg.l.H.] die unschätzbare G. des Bundestages wird dir nun auch bekannt geworden seyn und Freude gemacht haben GWBB39,157,11 Zelter 27.3.25  Von Dresden aus habe ich die Erlaubniß, in Schneeberg [die dortigen Kobaltgruben] an zu fahren, welches mich sehr freut und eine ganz besondere G. zeigt4) GWBB8,1,9 Knebel 13.8.86  wir können .. diese allgemeine G. [Befreiung der Schauspieler vom Statistendienst nach zehnjähriger Ensemblezugehörigkeit] .. nicht limitiren noch bedingen GWBB25,237,11 Kirms 20.3.15 GWBB41,4,24 Benecke 3.4.26 GWBB40,65,24 Metternich 17.9.25 GWB16,258 Maskenz 1818 Prol 185 GWBB8,359,25 CarlAug 18.3.88 GWBB51,275 Voigt 10.2.10   c mehrf in erweiterter Bedeutung iSv Gefälligkeit, Entgegenkommen, Freundlichkeit; überwiegend idVbdg ‘durch jds G.’, insbes mBez auf den Erwerb wertvoller Schriften u Sammlerobjekte, die Erledigung wichtiger Geschäfte u Aufträge uä; einmal in scherzhaft-kritisch reflektierender ‘Rede und Gegenrede’ üb die Inanspruchnahme solcher ‘Gefälligkeiten’  darf ich .. nicht verschweigen, daß diese Werke [Abhandlungen üb die Royal Society in London] von der Göttinger Bibliothek, durch die G. des edlen [Altphilologen] Heyne mir zugekommen GWB35,180,24 TuJ 1804  vier Zeichnungen nach dem Casseler Elephanten-Schädel, den ich durch Sömmerrings G. und Gefälligkeit zu benutzen in den Stand gesetzt war GWBN8,122,6 ZwKnoch [1819]  [Meph zu Faust:] In kurzer Zeit ist Gretgen euer. | Heut Abend sollt ihr sie bey Nachbaar Marthen sehn .. Doch gehts nicht ganz umsunst, | Eine G. ist werth der andern G. GWBUrfaust 886  [(Faust:) Ein Dienst ist wohl des andern werth GWBFaust I 3032] GWB28,321,24u26 DuW 15 GWBB49,270,27 Sternbg 15.3.32 GWBB34,73,23 Schreibers 7.1.21 K GWBB35,91,24 Frommann 20.9.21   4 Begünstigung, Bevorzugung   a als Nomen actionis: Bevorteilung, Parteinahme, gelegentl auch iSv Zustimmung; mehrf in der Gegenüberstellung rivalisierender wissenschaftlicher Thesen u Theorien, in der Auswahl konkurrierender künstlerischer Projekte bzw anstehender wichtiger Prozesse uä; vereinzelt auch die Favorisierung einer einzelnen Person aus einer größeren Gruppe; die verbalen Vbdgn ‘G. gewinnen’ bzw ‘jdm G. erweisen’ hier iSv den Vorzug erhalten bzw jdn begünstigen  Im Monat Juni [1830] bringen die Herausgeber der Revue encyclopédique die Angelegenheit [Pariser Akademiestreit zwischen den Naturforschern Cuvier u Geoffroy üb die Entstehung der Arten] zur Sprache, nicht ohne G. für Geoffroy .. Sie rücken einen Aufsatz des vorzüglichen Mannes in extenso ein GWBN7,210,13 PrincPhilZool II  Die Beurtheilung der Wichtigkeit einer Sache vor der andern ist, bei dem Zudrang von bedeutenden Fällen [Rechtshändel am Wetzlarer Kammergericht], schwer, und die Auswahl läßt schon G. zu GWB28,132,3 DuW 12  [betr Neubau des Weimarer Theaters] beide obgemeldeten Pläne schon seit Jahren fertig .. ich will nicht läugnen daß derjenige welcher die G. gewann von mir und .. Coudray seinen Ursprung hat GWBB39,180,18 Zelter 11.4.25  [Phorkyas:] Umworben standst du ausgesuchter Helden-Schaar. | [Helena:] Doch stille G. vor allen, wie ich gern gesteh’, | Gewann Patroclus, er des Peliden [Achills] Ebenbild GWBFaust II 8854 GWB6,110 Div Und wer franzet oder britet 12 GWB16,250 Maskenz 1818 Prol 33 GWB46,222,24 Hackert TgbKnight einmal ‘aus G.’ mit pejor Akzentuierung iS einer parteiischen Bevorzugung  [Quartiermangel in Karlsbad] Die Häuser sind bis in die äußersten Giebel bewohnt .. und sogar Dachkämmerchen werden nur aus G. vergeben GWBB21,342,8 FAWolf 3.7.10   b als Nomen acti (vom Standpunkt des Begünstigten): Vorteil, Nutzen, Privileg (selten); einmal ‘wenig G.’ iS des substantivierten Adjektivs: wenig Günstiges, Vorteilhaftes (mBez auf Nachrichten aus dem feindlichen Lager)  Da solche Personen gewöhnlich den Ort verändern, und als Reisende bald hier bald da eintreffen, so kommt ihnen die G. der Neuheit zu Gute GWB28,185,17 DuW 13  Wenn man mit gutem Grund der Jugend zu rathen hat: daß sie sich hüte, Freundschaften allzuschnell einzugehen, so wird dem Alter .. die G., daß Gefühl und Urtheil schneller zusammen treten und man wohl unmittelbar billigen darf, was man empfindet GWBB35,112,17 Auersperg 26.9.21 K GWBFaust II 10388 GWB27,176,6 DuW 8   5 häufig idVbdg ‘zu G-en’: zur Unterstützung bzw zum Vorteil, Nutzen einer Sache (insbes einer wissenschaftlichen Theorie od eines künstlerischen Projekts, einer geschäftlichen Unternehmung uä) od einer Person (vgl 3 u 4); mehrf im Kontext einer konkurrierenden Gegenüberstellung; öfter in der Vbdg ‘jdm zu G-en sprechen’; einmal im Sg ‘zu meiner G.’  Wie wir diese [entoptischen] Erscheinungen, wenn sie sich bestätigen, zu G-en unserer Farbenlehre deuten, kann Freunden derselben nicht verborgen sein GWBN51,252, 12 EntoptFarb  [Eugenie zum Gerichtsrat:] Im weiten Kreise rechtlicher Erfahrung | Schaust du zu meinen G-en um dich her. | .. Ja du suchst | Ein Mittel mich zu retten GWBNatT 2036  [betr die Rezitation von Bürgers Ballade “Lenore”] War der Gesellschaft die Wahl gelassen, welchen von uns beiden [G od den Komponisten Johann André] sie hören wolle, so fiel die Entscheidung oft zu meinen G-en GWB29,44,27 DuW 17  Da versetzte der König .. fürwahr ich weiß nicht, wie ihr dem Bösen [Reineke Fuchs] | So zu G-en sprecht [Reinke de Vos: vallen eme by] und seine Sache vertheidigt GWBReinF IX 348 GWBNatT 2881  [für: in mio favore] GWB43,130,23 Cell I 9 GWB48,21,22 Kunst inDeutschland  [für: au profit] GWBN7,158,21 Pflanzenbildg Decandolle mehrf vom Standpunkt des Begünstigten: ‘jdm zu G-en gereichen, kommen, zu (jds) G-en stehen’ uä; vereinzelt mit Sachsubj  Unerwartet traf er [Wilhelm] hier auf einen jungen lebhaften Reisegefährten, durch welchen seinem Bestreben und seinem Genuß manches zu G-en gereichen sollte GWB24,353,9 Wj II 7 GWB32,279,6 ItR GWBB15,98,3 Schiller 12.8.00 öfter (unter dem Aspekt eines öffentlichen od privaten Dienst-, Abhängigkeitsverhältnisses zur Obrigkeit) eine gezielte Empfehlung, Förderung, gelegentl auch finanzielle Zuwendung implizierend (als Gnadenbeweis des Herrschers sowie als Belohnung für besondere Leistungen)  [betr Schellings Berufung als Philosophie-Professor an die Universität Jena] Wenn man sich entschlösse zu seinen G-en etwas bey den übrigen Höfen für ihn zu thun, so würde man sich auf diese beyden Schriften [“Von der Weltseele” u “Ideen zur Philosophie der Natur”] beziehen können GWBB13,189,23 Voigt [20.6.98]  Kam ein Schreiben von Minister Altenstein zu G-en [CE] Schubarths in Hirschberg GWBTgb 23.9.30 GWBB38,8,13 CReinhard 2.1.24 GWBB46,217,4 Weller 20.1.30 gelegentlich als banktechnischer Terminus  Assignations Brief an Frege auf 400 rh. sächs. zu G-en Ramanns [Weinhändler] in Erfurt GWBTgb 30.3.15 GWBTgb 18.4.16 GWBFreundesgunst GWBFürstengunst GWBGöttergunst GWBHimmelsgunst GWBHofgunst GWBLiebesgunst GWBMiß- GWBMusen- GWBPartei- GWBUn- GWBVer- GWBWeiber-Syn zu 1u2 GWBGeneigtheit GWBGewogenheit GWBGnade GWBHuld GWBNeigung Wohlwollen zu 3 GWBBeförderung GWBBeistand GWBFördernis GWBFörderung GWBGefälligkeit Privileg(ium) GWBUnterstützung GWBVergünstigung zu 4 GWBBegünstigung GWBNutzen GWBVorliebe GWBVorteil GWBVorzug 1) zu einer möglichen biographischen Deutung dieses Divan-Gedichts s FA 3.2,1077—1079 2) Die gleiche Zuordnung der versch Gunst-Bekundungen zu versch Lebenskreisen findet sich in einer Maxime in ‘Wilhelm Meisters Wanderjahre’ (s GWB422,168,6—12 MuR(446)). 3) Cotta übersandte G diese angeforderte “detaillirte” Übersicht mit seinem Schreiben vom 5. 4. 1830. Abdruck mit ausführlichem Kommentar in: Briefw G/Cotta, ed DKuhn (1979—83),32,256—278 u 33.2,201f. 4) In G-s Brief an Joh. Christoph Schmidt vom gleichen Tag heißt es in diesem Kontext: welches eine auserordentliche Vergünstigung ist, indem sowohl Fremde als Einheimische auf das strengste davon entfernt gehalten werden GWBB30,40,1—3. Dorothea Weiss-SchäferD.W.-S.
22804 Zeichen · 312 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gunstst. F. (i)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    gunst , st. F. (i) nhd. Gunst ne. favour (N.) Hw.: vgl. as. *unst?, ahd. unst (1) Q.: Jur E.: s. germ. *unsti-, *unstiz,…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gunststf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    gunst ( gen. günste) stf. 1. wohlwollen, ergebenheit. swer in (den goten) treit dienstlîche gunst dem lânt si ungelônet …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gunstM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gunst , M., F. nhd. Gunst, Erlaubnis, freundliche Gesinnung, Begünstigung, Parteilichkeit, unrechte Begünstigung, Förder…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gunst

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Gunst , plur. inus. von dem Zeitworte gönnen, welches im Nieders. noch jetzt gunnen lautet. 1) † Derjenige Zustand d…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gunst

    Goethe-Wörterbuch

    Gunst rund 850 Belege; mehrf mit intensivierenden, wertenden u spezifizierenden Attributen wie ‘groß, besonder, außerord…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gunst

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gunst (verwandt mit »gönnen«) ist der Güte (s. d.) darin verwandt, daß beide das Wohl eines andern in uneigennütziger We…

  7. modern
    Dialekt
    Gunst

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Gunst [Kùnt Dü. ] f. Gunst. Wë nn m e r halt ke ine G. het, kummt m e r allewil z u kurz. ‘zuä gïnshtä fo mim Khïnd’ La…

  8. Sprichwörter
    Gunst

    Wander (Sprichwörter)

    Gunst 1. Bâr Gonst hoat, krîgt Hêfe. ( Henneberg. ) – Frommann, II, 411, 128. Und wer Hefen hat, kann natürlich auch Kuc…

  9. Spezial
    Gunst

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gunst f. (-) 1 favur (-s) m. 2 (Wohlwollen) benevolënza (-zes) f. ▬ zu Gunst en von a bëgn de; die Gunst der Stunde nutz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gunst

130 Bildungen · 75 Erstglied · 45 Zweitglied · 10 Ableitungen

gunst‑ als Erstglied (30 von 75)

gunstach

MNWB

guns·tach

° gûdenstach , gûnstach und gūdenstach , gunstach s. gôdenstach, gunstach (Westfalen, Ostfriesland).

gunstag

DWB

guns·tag

gunstag , m. , mittwoch; in westndd. maa., vor allem westfäl. Woeste-Nörrenberg 87 a ; rhein. wb. 2, 1482; aus gudensdach, gunsdach, s. Schi…

gunstausteilung

DWB

gunst·austeilung

gunstausteilung im sinne von gunst C: welchen der könig in gunstausztheilung nicht so liberal als sein herr vater gewesen A. Gryphius verm. …

gunstbändlein

DWB

gunst·baendlein

-bändlein , zu B 1: indem er frommer, züchtiger eheleute sinn und mut mit lauter güldenen liebeshäfftlein und güldenen gunstbändlein zusamme…

Gunstbemühung

Campe

gunst·bemuehung

○ Die Gunstbemühung , Mz. die — en , die Bemühung um eines Andern Gunst, auch Gunstbewerbung .

gunstbereiter

DWB

gunst·bereiter

-bereiter : ( er war ) ein verursacher zur weiberlieb und gunstbereyter guter leut J. Ayrer process. juris (1600) 740 ;

gunstbettler

DWB

gunst·bettler

-bettler zu B 3: er verachtet kriechende gunstbettler Fr. v. d. Trenck ges. ged. u. schr. (1786) 2, 61 ;

gunstbeweis

DWB

gunst·beweis

-beweis bildung des 19. jh. für gunst C: ( die abreise ) wurde mir indirect dadurch verweigert, dasz ich auf das ( königliche ) gefolge über…

gunstbewerbung

DWB

gunst·bewerbung

-bewerbung : man hat zweyerley eingänge ( bei einer rede ) zu unterscheiden: einige werden durch den weg der gunstbewerbung gemacht ... Raml…

gunstbezeigung

DWB

gunst·bezeigung

-bezeigung beweis des wohlwollens im sinne von gunst C: wir bedanken uns dieser offerten halber gnädigst und werden es mit hoher gunstbezeig…

gunstbezeugung

DWB

gunst·bezeugung

-bezeugung dasselbe: für sotahne ( vom groszen Pan ) erwiesene gunstbezeugungen S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäferey (1645) 59 ; wer guns…

gunstblick

DWB

gunst·blick

-blick gutes verheiszender oder bringender blick: ( es möge ) die glückssonne den gunstblick versetzen Valvasor ehre des hzt. Crain (1689) 2…

gunstbrief

DWB

gunst·brief

-brief literae concessionis feudum alienandi, concessio dilationis investiturae Haym jurist. lex. (1738) 276 ; Stieler stammb. 239 ; in allg…

gunstbrunnen

DWB

gunst·brunnen

-brunnen ' aus bes. gunst einem privaten bewilligter brunnen, der sein wasser aus der leitung eines gemeindebrunnens empfängt ': sollte es s…

gunstdiener

DWB

gunst·diener

-diener im sinne von günstling: Mourray hatte ( ihm ) öfters mit dem galgen gedräuet, bisz er das landgütlein, welches ihm seine ehefrau zug…

gunstelīche

KöblerMhd

gunstelīche , Adv. Vw.: s. günstlīche

gunsten

DWB

guns·ten

gunsten , vb. , dem 16. u. 17. jh. angehörende bildung von gunst, vgl. auch begunsten teil 1 sp. 1314; gunsten et saepius begunsten favore c…

gunster

Lexer

guns·ter

gunster stm. der günstic ist. Jupiter ist eín gunster Myst. 2. 212,36 ;

gunsterbe

DWB

gunst·erbe

-erbe wohl rückübersetzung von heres favorabilis, das auf miszverstandenem ganerbe beruht, vgl. ganerbe 3 a teil 4, 1, 1217: ganerben vel gu…

gunstergeben

DWB

gunster·geben

-ergeben , adj. : durch dienst- und gunstergebene küsse Chr. Weise polit. redn. (1677) 471 ;

gunsterregend

GWB

gunsterregend mit sinnl-erotischer Komponente [ Epimeth üb ein der Büchse der Pandora entstiegenes Götterbild: ] Dagegen, g. strebt, mit Fre…

gunsterweisung

DWB

gunster·weisung

-erweisung dass. Chr. Weise drey klügst. leute (1675) 16; A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 642 ;

gunsterwerbend

GWB

gunsterwerbend wie gunsterregend [ Jason ] jung, munter und kühn, blondlockig und g. 49 1 ,97,16 Philostrat Dorothea Weiss-Schäfer D.W.-S.

gunstfreund

DWB

gunst·freund

-freund wohl zu C 4: dann es seindt etliche heuchler, ... maulfreundt, gunstfreundt, genieszfreundt und tischfreundt Huberinus spiegel d. ha…

gunstgeist

DWB

gunst·geist

-geist : Baccho, den sie den guten gunstgeist nenneten Wolfh. Spangenberg anm. weish. lustgarten (1621) 10 ;

gunst als Zweitglied (30 von 45)

Missgunst

RDWB1

Missgunst f недоброжелательство, недобрые чувства, нехорошие чувства, зависть

abegunst

KöblerMhd

abe·gunst

abegunst , st. F. nhd. „Abgunst“, Missgunst, Neid, Hass Hw.: s. abegünste; vgl. mnd. afgunst Q.: EbvErf (um 1220), FvSonnenburg, Mechth, NvJ…

abgunst

DWB

abgunst , f. invidia, misgunst, neid, ahd. apanst apunst f. ( Graff 1, 270. 272 ) vgl. gunst . also das es ( das gebot ) sonderlich wider di…

afgunst

MNWB

afgunst , f. , Mißgunst, Neid; Zwietracht, Hader.

Amtsgunst

DRW

amts·gunst

Amtsgunst amtliche Genehmigung ein groschen von einer amptsgunst nach gelegenheit der schuld 1612 CAug. I 1356 Faksimile es soll auch keine …

anbegunst

Lexer

an-be-gunst stf. ] BMZ anfang — ist von Frisch missverstanden, s. Jer. s. 124 : wol bescheiden an begunst ( im anfange ) ist des bûchis halb…

anebegunst

MWB

ane·begunst

anebegunst stF. ‘Beginn’ (anders Pfeiffer, NvJer. S. 9 und S. 124 an begunst): wol bescheiden anbegunst / ist des bûchis halbe kunst NvJer 2…

Aprilgunst

Wander

april·gunst

Aprilgunst Aprillengunst und Jungferntreu, verliebte Schwüre und Flüche sind eben des Zerreissens frei, wie weite Schneiderstiche.

bigunst

AWB

bigunst st. f. , mhd. begunst. — Graff IV, 215. pi-chunst: nom. sg. Gl 1,493,47 ( Rf, lat. pl. ); -gunst: dass. 4,4,11 ( Jc, lat. inf. ); no…

erbegunst

KöblerMhd

erbe·gunst

erbegunst , st. F. nhd. „Erbgunst“, Vorrecht der Vererbbarkeit eines Pachtguts oder Zinsgutes Q.: DRW (1476) E.: s. erbe (2), gunst (2) W.: …

frauengunst

DWB

frau·n·gunst

frauengunst , f. favor femineus: frauengunst war nie umsunst. Simrock 2632 ; als vom bestreben um frauengunst und minnesold die rede war. Go…

fürstengunst

DWB

fuersten·gunst

fürstengunst , f. die gunst eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person oder fürstlicher personen, fürstliche gunst: den fürsten- …

gegengunst

DWB

gegen·gunst

gegengunst , f. benevolentia mutua Weber 331 b , Rädlein : jugend liebt und wird geliebt ... bevoraus, wenn man noch grünet, das uns gegen-g…

genâdengunst

MWB

genâdengunst stF. ‘Gewogenheit, Wohlwollen’ dignatio: gnâdengunst, geruchunge VocAbstr 372 MWB 2 444,40; Bearbeiter: Diehl

genādengunst

KöblerMhd

genāden·gunst

genādengunst , st. F. nhd. Gewogenheit, Wohlwollen ÜG.: lat. dignatio VocAbstr Q.: VocAbstr I.: Lüt. lat. dignatio? E.: s. genāde, gunst (2)…

gotesgunst

KöblerMhd

gotes·gunst

gotesgunst , st. F. nhd. Gottesgunst Q.: Märt (vor 1300) (FB gotesgunst) E.: s. got (1), gunst W.: nhd. (ält.) Gottesgunst, F., Gottesgunst,…

herrengunst

DWB

herren·gunst

herrengunst , f. 1 1) gratia principis: herren gunst und lerchengsang klinget wol und wehrt nicht lang. Schottel 1143 a ; herrengunst und vo…

herzegunst

KöblerMhd

herze·gunst

herzegunst , st. F. nhd. Freundlichkeit, Zuneigung des Herzens Q.: RWh (1235-1240) (FB herzegunst) E.: s. herze (1), gunst W.: nhd. DW- L.: …

hërzegunst

MWB

hërzegunst stF. ‘Zuneigung des Herzens’ der [Frauen] herzegunst der werde man / [...] gewan RvEWh 6053 MWB 2 1459,10; Bearbeiter: Bohnert

hofgunst

DWB

hof·gunst

hofgunst , f. gunst eines fürstlichen hofes. vgl. hofegunst .

Jungferngunst

Wander

jungfern·gunst

Jungferngunst Jungferngunst und Harfenklang dünkt wol gut, doch währt's nicht lang. – Zschokke, Addrich im Moos, S. 39.

Jungfrauengunst

Wander

jungfrauen·gunst

Jungfrauengunst Jungfrauengunst und Harfenklang, dünkt wol gut, aber währt nicht lang. Holl. : Juffersgunst en harpenklank luidt wel zoet, m…

Mensche(n)gunst

Idiotikon

Mensche(n)gunst Band 2, Spalte 378 Mensche(n)gunst 2,378

menschengunst

DWB

menschen·gunst

menschengunst , f. gunst von menschen, bei menschen: o wie ist menschengunst so gleich einem dunst, der bald vergeht! Abr. a S. Clara Judas …

minnegunst

Lexer

minne·gunst

minne-gunst stm. liebesgunst. si sprach eʒ von eime minnegunste, von dem wart si betwungen. wir sullen nû sprechen einen minnegunst oder ein…

Misgunst

Wander

mis·gunst

Misgunst 1. Besser Misgunst leiden als Mangel. 2. Misgunst frisst ihr eigenes Herz, aber kein fremdes. – Ramann, I . Pred., II, 2; Masson, 2…

Ableitungen von gunst (10 von 10)

begunst

Lexer

be-gunst prät. s. beginnen.

begunsten

DWB

begunsten , amplecti, juvare. Logau in seinem gedicht an die kunstgöttinnen ( musen ) 3, 5, 57 : wolt am ehsten die begunsten.

gunste

MNWB

gunste , sw. m. , Gunst, freundliche Gesinnung, ût sünderger g. unde tônê(i)ginge, gōdes g.; guter Wille, milde g., dörch g. unde gôden will…

Mißgunst

Pfeifer_etym

Gunst f. ‘Wohlwollen, Gewogenheit’. Das nur im Dt. und Nl. bezeugte Substantiv mhd. mnd. gunst ‘Gewogenheit, Wohlwollen, Einwilligung, Erlau…

ungunst

DWB

ungunst , f. ( m. ), i. a. gth. von gunst. ahd. nur ununst; mhd. mnd. ungunst, mnd. auch m. und ungunste, f.; mnl. ongonst(e), ongunste nebe…

ungunste

KöblerMnd

ungunste , F. nhd. „Ungunst“, Missgunst, Übelwollen, Hass, Ungnade Hw.: s. ungunst; vgl. mnl. ongonste E.: s. un... (1), gunst W.: s. nhd. U…

ungunsten

Lexer

un-gunsten swv. übelwollend, mürrisch sein, sich verdriessen lassen. nit ungunste, ob die speise etwas geprestens habe Br. 25 a .

ungunstlich

Lexer

un-gunstlich adj. infavorabilis Voc. 1470, 154. Wolk. 22. 1,16.

vergunst

DWB

vergunst , f. erlaubnis, mhd. vergunst. zusammensetzung zu gunst; geschlecht schwankt zwischen masc. und fem., ersteres z. b. bei Fischart. …

vergunsten

DWB

vergunsten , verb. gestatten, als gunst erlauben. verbalbildung zum vorigen mit und ohne umlaut, heute durch vergünstigen verdrängt: mhd. we…