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Gunst

ae. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Gunst

Bd. 1, Sp. 169
Gunst 1. Bâr Gonst hoat, krîgt Hêfe. (Henneberg.) – Frommann, II, 411, 128. Und wer Hefen hat, kann natürlich auch Kuchen seines Glücks backen. 2. Besser eine Hand voll Gunst als einen Sack voll Kunst. Holl.: 'T gaat wel naar gunst, maar niet naar kunst. (Harrebomée, I, 264.) 3. Der hat Gunst, der sein Gut ausspendet, der Hass, der niemand was zuwendet. – Froschm., O. 4. Die erste Gunst ist Gunst, die zweite schon Pflicht. 5. Die Gunst, Feindschaft und Eigennutz schaffen bei den Richtern nicht viel Gutes. 6. Ein Härchen Gunst zieht stärker als hundert Ochsen. 7. Ein Loth Gunst gilt mehr (ist mir lieber) als ein Pfund Recht. »Man sagt im sprichwort, ich nehm ein loth Gunst vnd liess einem Pfund Recht.« (Lehmann, 941, 10.) Frz.: Une once de faveur vaut mieux qu'une livre de justice. (Bohn I, 61.) It.: Un oncio di favore val più ch' una libra di giustizia. (Gaal, 655; Pazzaglia, 116, 2.) 8. Ein Metzen voll gunst ist mehr, denn ein Scheffel voll gerechtigkeit. – Henisch, 1509, 41; Mathesy, 44b; Körte, 2445. 9. Ein quintlin Gunst wigt (gilt) mehr denn ein Centner Rechts (Kunst). – Henisch, 1781, 6; Petri, II, 219; Parömiakon, 2783; Kirchhofer, 158; Braun, I, 995. 10. Eine Metze (Quentchen) Gunst vermag mehr als ein Scheffel (Centner) Recht (Kunst). – Pistor., V, 85; Simrock, 4087. n.: Tidt er qvintin gunst bedre en tyve pund retfardigheid. (Prov. dan., 548.) Holl.: Alle gunsten komen te pas. (Harrebomée, I, 264a.) It.: Tira più un pelo di favore, che cento paja di bovi. (Gaal, 747.) 11. Eine Unze Gunst und ein Quintl Gold wiegt mehr als ganze Schiffe und Wagen voll Recht. – Sailer, 204. Die Russen: Ein Solotnik Gunst wiegt zehn Pfund Verdienst auf. (Altmann VI, 427.) 12. Es ist besser ein Sack voll Gunst als ein Sack voll Geld. – Simrock, 8658. 13. Grosse Gunst hat der letzte Wille. – Graf, 205, 174. Wenn mehrere letztwillige Bestimmungen vorhanden sind, so ist die letzte die entscheidende. Das Sprichwort ist aus dem lübischen Recht entlehnt: Grothe gunst hefft de letzte wille. (Hach, 588.) 14. Gunst bekommt man nicht umsunst. Man muss sie verdienen, sich ihrer würdig machen. Frz.: Il n'est point de faveur alors qu'on en est digne. (Cahier, 666.) 15. Gunst bricht Recht, Siegel und Kunst. n.: Gunst og gave kommer retten til at rave. (Bohn I, 372; Prov. dan., 262.) – Medgang giør loven vrang. (Prov. dan., 391.) 16. Gunst durch geschenck erlangt, ist nicht bestendig. – Henisch, 1781, 18. 17. Gunst erregt Neid. Holl.: Gunst baart nijd. (Harrebomée, I, 264.) 18. Gunst, Freund, Feind und Eigennutz schaffen bei Richtern nicht viel Guts. n.: Gunst, gave og for meget kiendt har tit den armes sag forvendt. (Prov. dan., 262.) 19. Gunst gehet für recht. – Henisch, 1781, 19; Lehmann, II, 239, 93; Petri, II, 363; Latendorf II, 16; Simrock, 4086. Frz.: Tout se fait par compère et commère. (Cahier, 418.) 20. Gunst geht für Gespunst. – Kirchhofer, 157; Simrock, 4088; Körte, 2441. 21. Gunst geht mit Hurenliebe; die letzte ist je die beste. – Eiselein, 262. 22. Gunst geht vor Recht vnd Kunst. – Gruter, III, 46; Venedey, 134; Kirchhofer, 157; Körte, 2442. Engl.: Buy the respect of the insolent. It.: Il favore è cagione, che il torto regna. (Gaal, 812.) 23. Gunst, Gewalt und Geld regiert (verführt) die Welt. – Kirchhofer, 157; Körte, 2440. 24. Gunst ist besser als (geht vor) Gab. – Henisch, 1780, 69; Körte, 2445; Simrock, 4090; Braun, I, 996. An jedem Geschenk ist der gute Wille das Beste. Holl.: Gunst is beter dan gift. (Harrebomée, I, 264.) Lat.: Dat bene (multum), qui dat cum munere vultum. (Gaal, 813.) – Munerum animus est optimus. (Henisch, 1780, 70; Gaal, 813; Seybold, 322.) 25. Gunst ist besser dann Silber vnnd Gold. – Henisch, 1781, 20; Lehmann, 942, 24; Petri, II, 363. n.: Gunst er bedre end givt og gave. (Prov. dan., 262.) 26. Gunst ist blind. – Sailer, 247. 27. Gunst ist von Stroh, aber sie macht das Herz froh. Holl.: Gunst maakt blij. (Harrebomée, I, 264a.) 28. Gunst ist wetterwendisch. n.: Stoel ikke paa gammel naade, der kand en ny unaade følge. (Prov. dan., 422.) 29. Gunst kann man erlaufen, Verwandtschaft knüpfet man, Liebe findet man, aber Feindschaft muss man kaufen. 30. Gunst macht kunst. – Henisch, 1781, 21; Petri, II, 363. Holl.: Gunst voedt kunst. (Harrebomée, I, 264.) 31. Gunst überwiegt Stärke. – Winckler, XI, 27. 32. Gunst und Vetterschaft ha'n bei Hofe grosse Kraft. Frz.: Tout y va par compère et commère. (Bohn I, 59.) 33. Gunst von Herrenleuten thut auf wildem Gaule reiten. 34. Gunst, Weiber und Geld machen aus dem Esel einen Mann von Welt. 35. Gunst, Weiber und Geld machen aus einem Kuhjungen einen Ritter und Held. Die Franzosen dagegen: Faveurs, femmes et deniers font de vachiers chevaliers. (Leroux, II, 59; Kritzinger, 304b.) 36. Gunst zu Hoff verkehrt sich offt. – Henisch, 1781, 22; Petri, II, 363. 37. Hat einer nicht gunst, so hilfft kein rede noch kunst. – Lehmann, 942, 24. 38. Heut gunst, morgen vngunst. – Henisch, 1781, 32; Petri, II, 380. 39. Ich nehm fürwar ein Handvoll Gunst vnd liess dir einen Sack voll Kunst. – Melander, 592; Henisch, 1781, 33. 40. Ich nem ein lot gunst wol bereit, lass andern ein pfundt gerechtigkeit. – Henisch, 1781, 35. 41. Ich nem ein Quintlin Gunst, lass einem andern einen Centner rechts. – Petri, II, 398. Die Gunst der Grossen hat nämlich ein ausserordentliches Gewicht, sodass die Russen sprichwörtlich sagen: Wer einen Werschock in der Gunst des Zaren fällt, der fällt eine Klafter in der Gunst der Hofleute. (Altmann VI, 387.) 42. Kaiserliche Gunst ist wohlriechender Dunst. 43. Man muss den gunsten für die Gabe nemen. – Franck, II, 87b; Tappius, 117b; Henisch, 1781, 41; Lehmann, II, 402, 30; Körte, 2446 u. 3029; Simrock, 4091. Holl.: Neem de gunst voor de gave. (Harrebomée, I, 264.) It.: Lo stolto considera il dono, il savio considera l'animo. Lat.: Munerum animus optimus. (Tappius, 117b; Erasmus, 656.) 44. Mangelt die gunst, so brauch dein kunst. – Henisch, 1781, 40. 45. Ohne Gunst ist die Kunst eitel Dunst. n.: Foruden gunst er kunst som møllen uden veyr og vind. – Gunst fremlokker kunst, kunst behøver gunst. – Har man ei gunst saa hielper ingen kunst. (Prov. dan., 262.) 46. Um ein Loth Gunst lässt man oft ein Pfund Gerechtigkeit. – Körte, 2444. n.: Det kand ei altid gaae saa traaeret til, gunst og gave kommer retten til at rave. (Prov. dan., 210.) 47. Wer der Gunst der Fürsten traut, der hat auf Sand gebaut. Die Russen: Wer auf die Gunst der Grossen baut, der hat ein schwaches Fundament zu seinem Hause. (Altmann VI, 449.) 48. Wer die Gunst der Herren hat, der hat alle Tugend. Es ist nicht nothwendig, ausschliesslich an die Gunst der Mächtigen zu denken. Jeder hat seine Günstlinge, denen gegenüber ihn schirmherrliches Bewusstsein erfüllt; jeder vom Fürsten bis zum Stadtbürgermeister und Dorfschulzen herab; und der Gänsejunge fühlt sich gehoben durch die Gunst des Kuhhirten. 49. Wer Gunst hat, bekommt Gewürznägelein. Die Holländer verkauften früher die Gewürznägelein aus Gunst, weil sie nur allein welche besassen. 50. Wer Gunst hat, dem schadt vnrecht nicht viel. – Petri, II, 715. 51. Wer Gunst hat, dem wird der Sack bald voll. It.: Dagl' effetti si conosce 1'affetto. ( Pazzaglia, 5, 2.) 52. Wer Gunst hat, kann Gunst verlieren. n.: Ingen huld haver, uden han huld føder. (Prov. dan., 309.) 53. Wer Gunst hat, sitzt bald oben. It.: Per la grazia si va alla gloria. (Pazzaglia, 155, 14.) 54. Wer hat Gunst, Gnad vnd gangbar Geld, dem wird wol ein gut vrtheil gefelt. – Petri, II, 717; Henisch, 1781, 57. 55. Wer nicht gunst hat, der ist wie ein Windmühle ohne Windt. – Lehmann, 944, 51. 56. Wer nur durch Gunst gestiegen, bleibt, wo er fällt, auch liegen. 57. Will gunst oder glück wol dem Mann, so gilt's gleich, was er kann. – Lehmann, 941, 9. n.: Medhold og lykke vil love fortrykke. (Prov. dan., 391.) 58. Wo die Gunst redet, muss die Zunge das Maul halten (schweigen). 59. Wo Gunst, da ist Kunst. 60. Wo Gunst und Ungunst Urtel spricht, braucht man das Corpus juris nicht. It.: Il favor è cagione ch' il torto regna. (Pazzaglia, 116, 1.) 61. Wo man nach Gunst urtheilt, wird eher ein Esel als ein verständiger Mann befördert. 62. Wü de Gonst hät, brucht vor de Gow (Gabe) net ze sorge. (Siegen.) – Firmenich, I, 520, 19. In Bedburg: Wä de Gons hät, dä hät och de Gov. 63. Zu viel Gunst tödtet die Leut'. Frz.: La faveur est l'opium: un peu, fait dormir; et beaucoup fait mourir. (Cahier, 665.) 64. Da geht's nach Gunst und nicht nach Kunst. – Mayer, II, 80. 65. Er steht (bei ihm, ihr) in Gunst wie der Weihkessel in der Kirche, nahe bei der Thür und weit vom Herzen. Von einer Person, die keine Gegenliebe findet. 66. Mit Gunst zu melden für ihrlichen Loiten. – Gomolcke, 788. Eine Redensart, die man als Vorwort anwendet, wenn man etwas sagen muss, was man für unschicklich hält. In der Pfeiffer'schen Sammlung mit dem Zusatz: Dâr denkt wul nig, dos Dreck sei Vetter is. (Frommann, III, 248, 238.) 67. 'S isch besser es Hämpfeli Gunst, as e Chratte (Korb) voll G'rechtigkeit. (Solothurn.) – Schild, 61, 67. [Zusätze und Ergänzungen] 68. Die Gunst eines Fürsten ist mit Gefahr umgeben. – Wirth, II, 530. 69. Wer Gunst will haben, muss Ja sagen, Gastrey halten und Geschenk geben. – Wirth, I, 163. 70. Wer sich auf Gunst verlässt, schöpft Wasser mit einem Siebe. – Wirth, I, 190. 71. Wo man nach Gunst regiert, wird ein Esel eher als ein kluger Kopf spedirt. – Wirth, I, 185. 72. Mit Gunst Meister und Geselle. Anrede wandernder Gesellen in einer Werkstatt.
9578 Zeichen · 332 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gunstst. F. (i)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    gunst , st. F. (i) nhd. Gunst ne. favour (N.) Hw.: vgl. as. *unst?, ahd. unst (1) Q.: Jur E.: s. germ. *unsti-, *unstiz,…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gunststf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    gunst ( gen. günste) stf. 1. wohlwollen, ergebenheit. swer in (den goten) treit dienstlîche gunst dem lânt si ungelônet …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gunstM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gunst , M., F. nhd. Gunst, Erlaubnis, freundliche Gesinnung, Begünstigung, Parteilichkeit, unrechte Begünstigung, Förder…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gunst

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Gunst , plur. inus. von dem Zeitworte gönnen, welches im Nieders. noch jetzt gunnen lautet. 1) † Derjenige Zustand d…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gunst

    Goethe-Wörterbuch

    Gunst rund 850 Belege; mehrf mit intensivierenden, wertenden u spezifizierenden Attributen wie ‘groß, besonder, außerord…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gunst

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gunst (verwandt mit »gönnen«) ist der Güte (s. d.) darin verwandt, daß beide das Wohl eines andern in uneigennütziger We…

  7. modern
    Dialekt
    Gunst

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Gunst [Kùnt Dü. ] f. Gunst. Wë nn m e r halt ke ine G. het, kummt m e r allewil z u kurz. ‘zuä gïnshtä fo mim Khïnd’ La…

  8. Sprichwörter
    Gunst

    Wander (Sprichwörter)

    Gunst 1. Bâr Gonst hoat, krîgt Hêfe. ( Henneberg. ) – Frommann, II, 411, 128. Und wer Hefen hat, kann natürlich auch Kuc…

  9. Spezial
    Gunst

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gunst f. (-) 1 favur (-s) m. 2 (Wohlwollen) benevolënza (-zes) f. ▬ zu Gunst en von a bëgn de; die Gunst der Stunde nutz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gunst

130 Bildungen · 75 Erstglied · 45 Zweitglied · 10 Ableitungen

gunst‑ als Erstglied (30 von 75)

gunstach

MNWB

guns·tach

° gûdenstach , gûnstach und gūdenstach , gunstach s. gôdenstach, gunstach (Westfalen, Ostfriesland).

gunstag

DWB

guns·tag

gunstag , m. , mittwoch; in westndd. maa., vor allem westfäl. Woeste-Nörrenberg 87 a ; rhein. wb. 2, 1482; aus gudensdach, gunsdach, s. Schi…

gunstausteilung

DWB

gunst·austeilung

gunstausteilung im sinne von gunst C: welchen der könig in gunstausztheilung nicht so liberal als sein herr vater gewesen A. Gryphius verm. …

gunstbändlein

DWB

gunst·baendlein

-bändlein , zu B 1: indem er frommer, züchtiger eheleute sinn und mut mit lauter güldenen liebeshäfftlein und güldenen gunstbändlein zusamme…

Gunstbemühung

Campe

gunst·bemuehung

○ Die Gunstbemühung , Mz. die — en , die Bemühung um eines Andern Gunst, auch Gunstbewerbung .

gunstbereiter

DWB

gunst·bereiter

-bereiter : ( er war ) ein verursacher zur weiberlieb und gunstbereyter guter leut J. Ayrer process. juris (1600) 740 ;

gunstbettler

DWB

gunst·bettler

-bettler zu B 3: er verachtet kriechende gunstbettler Fr. v. d. Trenck ges. ged. u. schr. (1786) 2, 61 ;

gunstbeweis

DWB

gunst·beweis

-beweis bildung des 19. jh. für gunst C: ( die abreise ) wurde mir indirect dadurch verweigert, dasz ich auf das ( königliche ) gefolge über…

gunstbewerbung

DWB

gunst·bewerbung

-bewerbung : man hat zweyerley eingänge ( bei einer rede ) zu unterscheiden: einige werden durch den weg der gunstbewerbung gemacht ... Raml…

gunstbezeigung

DWB

gunst·bezeigung

-bezeigung beweis des wohlwollens im sinne von gunst C: wir bedanken uns dieser offerten halber gnädigst und werden es mit hoher gunstbezeig…

gunstbezeugung

DWB

gunst·bezeugung

-bezeugung dasselbe: für sotahne ( vom groszen Pan ) erwiesene gunstbezeugungen S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäferey (1645) 59 ; wer guns…

gunstblick

DWB

gunst·blick

-blick gutes verheiszender oder bringender blick: ( es möge ) die glückssonne den gunstblick versetzen Valvasor ehre des hzt. Crain (1689) 2…

gunstbrief

DWB

gunst·brief

-brief literae concessionis feudum alienandi, concessio dilationis investiturae Haym jurist. lex. (1738) 276 ; Stieler stammb. 239 ; in allg…

gunstbrunnen

DWB

gunst·brunnen

-brunnen ' aus bes. gunst einem privaten bewilligter brunnen, der sein wasser aus der leitung eines gemeindebrunnens empfängt ': sollte es s…

gunstdiener

DWB

gunst·diener

-diener im sinne von günstling: Mourray hatte ( ihm ) öfters mit dem galgen gedräuet, bisz er das landgütlein, welches ihm seine ehefrau zug…

gunstelīche

KöblerMhd

gunstelīche , Adv. Vw.: s. günstlīche

gunsten

DWB

guns·ten

gunsten , vb. , dem 16. u. 17. jh. angehörende bildung von gunst, vgl. auch begunsten teil 1 sp. 1314; gunsten et saepius begunsten favore c…

gunster

Lexer

guns·ter

gunster stm. der günstic ist. Jupiter ist eín gunster Myst. 2. 212,36 ;

gunsterbe

DWB

gunst·erbe

-erbe wohl rückübersetzung von heres favorabilis, das auf miszverstandenem ganerbe beruht, vgl. ganerbe 3 a teil 4, 1, 1217: ganerben vel gu…

gunstergeben

DWB

gunster·geben

-ergeben , adj. : durch dienst- und gunstergebene küsse Chr. Weise polit. redn. (1677) 471 ;

gunsterregend

GWB

gunsterregend mit sinnl-erotischer Komponente [ Epimeth üb ein der Büchse der Pandora entstiegenes Götterbild: ] Dagegen, g. strebt, mit Fre…

gunsterweisung

DWB

gunster·weisung

-erweisung dass. Chr. Weise drey klügst. leute (1675) 16; A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 642 ;

gunsterwerbend

GWB

gunsterwerbend wie gunsterregend [ Jason ] jung, munter und kühn, blondlockig und g. 49 1 ,97,16 Philostrat Dorothea Weiss-Schäfer D.W.-S.

gunstfreund

DWB

gunst·freund

-freund wohl zu C 4: dann es seindt etliche heuchler, ... maulfreundt, gunstfreundt, genieszfreundt und tischfreundt Huberinus spiegel d. ha…

gunstgeist

DWB

gunst·geist

-geist : Baccho, den sie den guten gunstgeist nenneten Wolfh. Spangenberg anm. weish. lustgarten (1621) 10 ;

gunst als Zweitglied (30 von 45)

Missgunst

RDWB1

Missgunst f недоброжелательство, недобрые чувства, нехорошие чувства, зависть

abegunst

KöblerMhd

abe·gunst

abegunst , st. F. nhd. „Abgunst“, Missgunst, Neid, Hass Hw.: s. abegünste; vgl. mnd. afgunst Q.: EbvErf (um 1220), FvSonnenburg, Mechth, NvJ…

abgunst

DWB

abgunst , f. invidia, misgunst, neid, ahd. apanst apunst f. ( Graff 1, 270. 272 ) vgl. gunst . also das es ( das gebot ) sonderlich wider di…

afgunst

MNWB

afgunst , f. , Mißgunst, Neid; Zwietracht, Hader.

Amtsgunst

DRW

amts·gunst

Amtsgunst amtliche Genehmigung ein groschen von einer amptsgunst nach gelegenheit der schuld 1612 CAug. I 1356 Faksimile es soll auch keine …

anbegunst

Lexer

an-be-gunst stf. ] BMZ anfang — ist von Frisch missverstanden, s. Jer. s. 124 : wol bescheiden an begunst ( im anfange ) ist des bûchis halb…

anebegunst

MWB

ane·begunst

anebegunst stF. ‘Beginn’ (anders Pfeiffer, NvJer. S. 9 und S. 124 an begunst): wol bescheiden anbegunst / ist des bûchis halbe kunst NvJer 2…

Aprilgunst

Wander

april·gunst

Aprilgunst Aprillengunst und Jungferntreu, verliebte Schwüre und Flüche sind eben des Zerreissens frei, wie weite Schneiderstiche.

bigunst

AWB

bigunst st. f. , mhd. begunst. — Graff IV, 215. pi-chunst: nom. sg. Gl 1,493,47 ( Rf, lat. pl. ); -gunst: dass. 4,4,11 ( Jc, lat. inf. ); no…

erbegunst

KöblerMhd

erbe·gunst

erbegunst , st. F. nhd. „Erbgunst“, Vorrecht der Vererbbarkeit eines Pachtguts oder Zinsgutes Q.: DRW (1476) E.: s. erbe (2), gunst (2) W.: …

frauengunst

DWB

frau·n·gunst

frauengunst , f. favor femineus: frauengunst war nie umsunst. Simrock 2632 ; als vom bestreben um frauengunst und minnesold die rede war. Go…

fürstengunst

DWB

fuersten·gunst

fürstengunst , f. die gunst eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person oder fürstlicher personen, fürstliche gunst: den fürsten- …

gegengunst

DWB

gegen·gunst

gegengunst , f. benevolentia mutua Weber 331 b , Rädlein : jugend liebt und wird geliebt ... bevoraus, wenn man noch grünet, das uns gegen-g…

genâdengunst

MWB

genâdengunst stF. ‘Gewogenheit, Wohlwollen’ dignatio: gnâdengunst, geruchunge VocAbstr 372 MWB 2 444,40; Bearbeiter: Diehl

genādengunst

KöblerMhd

genāden·gunst

genādengunst , st. F. nhd. Gewogenheit, Wohlwollen ÜG.: lat. dignatio VocAbstr Q.: VocAbstr I.: Lüt. lat. dignatio? E.: s. genāde, gunst (2)…

gotesgunst

KöblerMhd

gotes·gunst

gotesgunst , st. F. nhd. Gottesgunst Q.: Märt (vor 1300) (FB gotesgunst) E.: s. got (1), gunst W.: nhd. (ält.) Gottesgunst, F., Gottesgunst,…

herrengunst

DWB

herren·gunst

herrengunst , f. 1 1) gratia principis: herren gunst und lerchengsang klinget wol und wehrt nicht lang. Schottel 1143 a ; herrengunst und vo…

herzegunst

KöblerMhd

herze·gunst

herzegunst , st. F. nhd. Freundlichkeit, Zuneigung des Herzens Q.: RWh (1235-1240) (FB herzegunst) E.: s. herze (1), gunst W.: nhd. DW- L.: …

hërzegunst

MWB

hërzegunst stF. ‘Zuneigung des Herzens’ der [Frauen] herzegunst der werde man / [...] gewan RvEWh 6053 MWB 2 1459,10; Bearbeiter: Bohnert

hofgunst

DWB

hof·gunst

hofgunst , f. gunst eines fürstlichen hofes. vgl. hofegunst .

Jungferngunst

Wander

jungfern·gunst

Jungferngunst Jungferngunst und Harfenklang dünkt wol gut, doch währt's nicht lang. – Zschokke, Addrich im Moos, S. 39.

Jungfrauengunst

Wander

jungfrauen·gunst

Jungfrauengunst Jungfrauengunst und Harfenklang, dünkt wol gut, aber währt nicht lang. Holl. : Juffersgunst en harpenklank luidt wel zoet, m…

Mensche(n)gunst

Idiotikon

Mensche(n)gunst Band 2, Spalte 378 Mensche(n)gunst 2,378

menschengunst

DWB

menschen·gunst

menschengunst , f. gunst von menschen, bei menschen: o wie ist menschengunst so gleich einem dunst, der bald vergeht! Abr. a S. Clara Judas …

minnegunst

Lexer

minne·gunst

minne-gunst stm. liebesgunst. si sprach eʒ von eime minnegunste, von dem wart si betwungen. wir sullen nû sprechen einen minnegunst oder ein…

Misgunst

Wander

mis·gunst

Misgunst 1. Besser Misgunst leiden als Mangel. 2. Misgunst frisst ihr eigenes Herz, aber kein fremdes. – Ramann, I . Pred., II, 2; Masson, 2…

Ableitungen von gunst (10 von 10)

begunst

Lexer

be-gunst prät. s. beginnen.

begunsten

DWB

begunsten , amplecti, juvare. Logau in seinem gedicht an die kunstgöttinnen ( musen ) 3, 5, 57 : wolt am ehsten die begunsten.

gunste

MNWB

gunste , sw. m. , Gunst, freundliche Gesinnung, ût sünderger g. unde tônê(i)ginge, gōdes g.; guter Wille, milde g., dörch g. unde gôden will…

Mißgunst

Pfeifer_etym

Gunst f. ‘Wohlwollen, Gewogenheit’. Das nur im Dt. und Nl. bezeugte Substantiv mhd. mnd. gunst ‘Gewogenheit, Wohlwollen, Einwilligung, Erlau…

ungunst

DWB

ungunst , f. ( m. ), i. a. gth. von gunst. ahd. nur ununst; mhd. mnd. ungunst, mnd. auch m. und ungunste, f.; mnl. ongonst(e), ongunste nebe…

ungunste

KöblerMnd

ungunste , F. nhd. „Ungunst“, Missgunst, Übelwollen, Hass, Ungnade Hw.: s. ungunst; vgl. mnl. ongonste E.: s. un... (1), gunst W.: s. nhd. U…

ungunsten

Lexer

un-gunsten swv. übelwollend, mürrisch sein, sich verdriessen lassen. nit ungunste, ob die speise etwas geprestens habe Br. 25 a .

ungunstlich

Lexer

un-gunstlich adj. infavorabilis Voc. 1470, 154. Wolk. 22. 1,16.

vergunst

DWB

vergunst , f. erlaubnis, mhd. vergunst. zusammensetzung zu gunst; geschlecht schwankt zwischen masc. und fem., ersteres z. b. bei Fischart. …

vergunsten

DWB

vergunsten , verb. gestatten, als gunst erlauben. verbalbildung zum vorigen mit und ohne umlaut, heute durch vergünstigen verdrängt: mhd. we…