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trippeln

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
18 in 14 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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37
Verweise raus
36

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trippeln vb.

Bd. 22, Sp. 647
trippeln, vb., deminutivbildung zu 2trippen (s. d.), mit verhochdeutschung des anlauts von nd. drippeln, 'in tröpfchen niederfallen, tröpfeln, träufeln', mit besonderer vorliebe von leichtem, kaum spürbarem regenfall gebraucht. das wort ist ursprünglich in den nordd. maa. und einem schmalen md. grenzsaum heimisch; es bezeugen Mensing schlesw.-holst. wb. 1, 865; Mi meckl. 17b; Dähnert pomm. 90b; Teuchert neumärk. 145; Lasch berlinisch 158; Danneil altmärk. 40; Müller-Fraureuth 1, 251a; Jecht Mansfeld 114b; Schambach Götting.-Grubenhagen 50a; Martin Rohden 206b; Hofmann niederhess. 242a; Müller rhein. 1, 1498. in allgemeinen wbb. zuerst bei Campe 4, 885b gebucht. literarisch tritt es daher nur bei stärkerer verwurzelung der sprache in der heimatmundart während des ganzen nhd. zeitraums auf, reicht aber vereinzelt über die mundartliche verbreitung hinaus: weine man Stinechen, weine man orntlich. wenns erst wieder drippelt, is es schon halb vorbei Fontane I 5, 113; vom regenfall: sogleich im gange sitzen bleibend, ... ober mir das leichte trippeln des regens, fing ich die untersuchung an Stifter s. w. (1901) 2, 142; 'drippelts schon?' fragt Friedrich Wilhelm III. auf dem denkmal im Berliner lustgarten Meyer-Mauermann der richtige Berliner9 54b. übertragen 'tröpfchenweise geben, knausern': sie sollen mildiglich geben, also das ein sagen sey, als solt er sagen: zippelt und trippelt nicht mit heller und partecken; wolt yhr geben, so gebt redlich, greyfft drein, als wolt yhrs ausstrewen Luther 19, 334 W.; 'tröpfchenweise flieszen': ich bin keine grosze und keine reiche dichternatur. es drippelt nur so Fontane familienbr. 1, 81.
1683 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trippelnswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    trippeln swv. mit kurzen, schnellen schritten gehn. ir tût in alle winkel trippeln Fasn. 143,33. vgl. trappeln.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trippeln

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Trippeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben, viele und kleine Schritte machen, sowohl im Gehen, als auch die…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trippeln

    Goethe-Wörterbuch

    trippeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    trippeln

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    trippeln Band 4, Spalte 4,521f.

  5. Spezial
    trippeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    trip|peln vb.intr. bogaté (-tëia), salté cun de pici vari, fá varins.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trippeln

7 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von trippeln 2 Komponenten

tripp+eln

trippeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trippeln‑ als Erstglied (1 von 1)

trippeln als Zweitglied (1 von 1)

Auftrippeln

Wander

auf·trippeln

Auftrippeln Sie trippelte auf und ab wie eine Bachstelze. – Eselsfresser, I, 165.

Ableitungen von trippeln (5 von 5)

enttrippeln

DWB

enttrippeln , trepidantem clam aufugere: ob vor der that, ob vor dem häuschen, das weisz ich nicht, kurz sehr verschämt, an zung und lippe h…

Ertrippeln

Campe

Х Ertrippeln , v. trs. trippelnd erreichen. Sie ertrippelten die Anhöhe. Das Ertrippeln.

getrippeln

RhWB

ge-trippeln: trippeln 1 a; dor sohch ek öm so kibbig (behende) van et Hus afkommen te g. Geld .

Vertrippeln

Campe

Х Vertrippeln , v. intrs . mit sein , trippelnd sich verlaufen. D. Vertrippeln .

zertrippeln

RhWB

zer-trippeln: 1. sich z., immerzu tr., zur Last anderer Allg. (nicht Rhfrk). — 2. Gras, Getreide, z. niedertreten Allg. (nicht Rhfrk, dort d…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trippeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trippeln/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „trippeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trippeln/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trippeln". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trippeln/dwb.
BibTeX
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