Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
liebchen n.
liebchen , n. das diminutiv zum neutr. lieb 2 ( sp. 912). es ist ein mitteldeutsches und niederdeutsches kosewort, vereinzelt belegt seit dem 15. jh.: liebchin Lexer mhd. wb. 1, 1903 ( v. 1445); philorcium, amasia ein lebichen, liebechin Dief. 235 b ; niederd. leveken Uhland volksl. 49 ; niederl. lieveken 166; aber, wie natürlich, in der traulichen rede des haus- und liebeslebens viel öfter gebraucht als verzeichnet und uns überliefert; in einem der letzten briefe Luthers an seine hausfrau, den wie alle ein scherzhafter ton durchklingt, vom 1 . febr. 1546, unterzeichnet er sich M. L. dein alte…