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lieb

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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18 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

lieb

Bd. 5, Sp. 445
lieb das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk līp, flekt. -wə; n. der b/f-L. līf, flekt. -wə [Birkf-Idar -ei-; Wend vielfach -ēi-; Wend-Oberk Haupersw Seitzw -i-; Wend-Kirchenbollenb []MReidenb Gehw Namborn -ē-]; Mosfrk an der Saar lēif, –e·i.-, –ī:-; sonst -ī:-, –ē:- [um Bernk -e·i.-]; Rip -ē:-; Berg -ī-, –ē-, –ē:-, –ei-; SNfrk -ē:- [WSelfk -e·i.-; Kemp-Dülken, Kref -ę·i.-], flekt. -və; Klevld -ī-, flekt. -wə Adj.: 1. geliebt u. liebenswert (e l. Kend es wird von allen geliebt, es hat Eigenschaften, dass man es lieben muss). a. attrib. α. zu Personen (doch ist got Kender usf. gebräuchlicher); dat es en l.ən Mann, en l. Wicht (Mädchen), — en l.ən Jongen, e l. Kengd, e l. Motter Gummb, Allg. (e l. Ditzche, Stömpche u. a. Kosew.); dat l.ste zockere Wiffche Aach; auch von Tieren, dat es e l. Vügelche (Köhche, Dierche u. a., stets Demin.) Rip, Allg.; min Kathrin ös en l. Dier eine so gute Frau Mörs, Allg.; dat es e l. Derchen ein l. Mädchen Trier, Allg.; dat es sin l. Wicht (Mädchen) seine Braut OBerg; du bös en l.ən Dritdiwat (scheiss dir was) spött. Kosew. Lennep-Radevormwald. RA.: L. Kenger hant vöəl Name Heinsb, Allg. (Sech) l. Kengk mache sich anschmeicheln Rip, Allg.; de git et l. K. af Köln-Stdt; de l.ə Jong spelle Sieg-ODollend. — Bei Anreden, besonders bei Bitten, fügt man l. hinzu; l. Motter, l.ə Vatter, l.ə Ühm (Oheim) usf.; auch zu Untergeordneten u. Fremden, denen man keinen Bescheid geben kann oder denen man eine Bitte abschlagen muss, fast, um ein Bedauern darüber auszudrücken (aber auch oft spöttisch): ne, l. Jong, su jet kriste net; l. Kengk, dat geht net; jo, l.ə Mann (Fremder) (l. Frau), dat wess ech selver net; jo, ühr l. Löck (fremde Leute), ech han et doch selver net; nä, l.ə Ühm (meist spöttisch), du kanns mer gestolle werde! Rip, Allg. RA.: Doran helpt dej gen l. Vader of l. Moder! du kannst hierbei nicht ‘l. V., l. M.’ rufen Geld, Mörs. — In Ausrufen der Verwunderung, des Entsetzens; dir (ihr) lefste Kanner; dir l. Lett (Leute)! Bitb, Mosfrk, Siegld; l. Sef (Josefa)! Düss-Stdt. — Gott wird im Klevld u. WSelfk mit onse l. Her bezeichnet, wie sonst mit onse Herrgott (den einfachen Namen Gott meidet man in täglicher Rede); nur von Kindern u. zu Kindern wird sonst (nicht Klevld) vom lieben Gott (l. meist in nhd. Lautung!) gesprochen, wie er dann auch et lef Herrgöttche genannt wird; nur im Ausruf: du lieber (nhd., seltener leve) Gott em Himmel! auch von Erwachsenen, ist die Verb. allg.; Gottsammelief! Fluch Klev. (Et) Levənī·ə.rkə Christusbild, Kruzifix Heinsb-Tüddern; le·i.vənē:rkə Millen; en Liefherike Marienkäfer Mörs-Ossenbg; en liewen Herken Rees-Ringenbg (s. die Zs. mit Liebenherr-). RA.: Komm van bowen, l.ən Heer, geft ons Kost en Kler (Kleider) en et Hemelrick en necks mehr; danke, d., l.ən H. usf. Kindergebet Klev. Ose L. H. sall us daför bewahre! WSelfk, Klevld. Ons (et) l. Herke kift (schimpft)! es donnert, zu Kindern Klevld. He süht ut wie enne kleijen (aus Tonerde) l.ən H., enne l.ən H. van't Kreitz (Kreuz) WSelfk, — en höltere l.ən H. (Christus am Kruzifix) Geld-Straelen. [] Den hät en Gesecht as den Bukeltse (Bocholter) l. H. Rees. L. Herke lote kike ein Kind am Kopfe in die Höhe heben Klevld. Me mott för den Düwel en Kerzke eəveso gut ansteken als för onse l.ən Her Geld-Leuth. — Ons l. Frau die Muttergottes Klevld (in Zs. vereinzelt auch sonst; örs (erste) l. Fr. en Oktov 2. VII. mit Oktaven, der Anfang des Pilgerverkehrs in Geld-Kevelaer; meddels en les l. Fr. en Octov 15. VIII. u. 8. IX., die Hauptpilgerzeit; lEsləfrǫ·u. Fest Maria Geburt Erk-Elmpt (s. letzt). RA.: Beter ene l. Fr. as alle Heilige um Lichtmess hat das Jahr erst ein, sein erstes L.frauenfest, aber es steht der Frühling bevor, während am Allerheiligenfest der Winter bevorsteht Klev, Rees. Te Kölen öwer der Kerkhoff, dor lüə (läuten) se Ons l. Fr. Lof usf. aus einem Kinderld. Klev. Öm l. Fr. krit de Weəver de Lomp (Lampe) an et Getau (Webstuhl) Geld-Leuth. — β. zu Sachen; in allgemeiner Rede nur sehr selten, etwa dat he es en l. Pläzchen (Platz) schön u. angenehm; zu Kindern u. zur Geliebten aber kann man vom l.ən Kledchen, l. Händcher, l. Mülche, l. Rengelche usf. sprechen Rip, Allg. — In festen Verb. u. Ausrufen ist l. stehend; mer hät seng l. Last (Nut ‘Not’) met dem; der ganze l.ə Dag; de l.ə lange D.; öm des l.ə Friddens welle Rip, Allg.; dat l.ə lange Johr lang (öm on öm) Mörs; do hänn ech de l. Zeck (Zeit) möt ich mag nichts davon wissen Köln-Frechen; ech han doch meng l. Z. net gestolle du hältst mich auf Rip; de l. Iərsch (Erste) die Flitterwochen Bergh-Blatzh; et l. Brut Rip, Allg. (s. Brot); l.ə Verzäll Unsinn Eusk-Stotzh. — Du l.ər (auch in nhd. Lautung lieber) Himmel! Ausruf Allg.; du l.ən Tit (Zeit)! Klevld, Allg.; du l.ər Gestern! Siegld; du l.ər Ströhsack! Siegld, Verbr.; o, du l. leder (leider; s. d.)! — b. präd. α. l. sein artig, brav sein; nu musste ach l. sein! zu Kindern Trier, Allg.; böste l.? zur Geliebten Rip, Allg. RA.: Der es mer so l. wie känen Bernk; du bes mich su l. wie os Griet (Margrete), ävver os Gr. wor mich su l. wie gar kene zu Kindern im Scherz, um ihnen zu sagen, wie l. sie sind Jül. Dau bischt mer so l. wie e Pund Wurscht bei Abneigung im höchsten Grade Saarbr, — wie der Geiss et Messer Rhfrk, Mosfrk. Beas de reich, su beas de mer l., mags de sein en Schelm oder en Def (Dieb) usf. May, Verbr. — β. einen l. haben, sich l. h., einen lieben, sich l. (ersetzt mit gern h. das der MA. fehlende Zeitw. lieben) Allg.; die hant sik l. scherzh. können sich nicht leiden Gummb. RA.: Eich han deich l. wie die Geiss et Messer bei Abneigung im höchsten Grade Rhfrk, Mosfrk; he het mech so l. wie de Krämmer (Krämer) den Dief (Dieb) Mörs; die hant sich esu l. wie en Doərn em Hengerschten (Gesäss) Wippf-Bechen, — dat se sich de Wöuf (Wölfe, Popeln) us jen Nas freisse Aach-Stdt. Wat kalt es, krüppt (kriegt) doner bej (näher beieinander), on wat sech l. hät, düht et noch ens so gern Mörs-Rheinbg. [] Wat sich l. hät, neck sich; wat sich bütz (küsst), dat leck sich Köln-Stdt. Wer sin Frau l. hät, de löt se teheim Sol, Allg. Du kanns mech l. han! abschl. Antw. Koch, Allg. Voll Moss (Mass) hät Gott l., un wer e Perd stillt, es ene Rossdef (-dieb) Köln-Stdt. — γ. einen (sich) l. halten, liebevoll umfassen, umarmen, ihm ein gutes Andenken bewahren Allg. RA.: Deə hät öm och noch ens l. gehote er hat sich bezecht Heinsb-Kempen; ech moss den ens l. h.! prügeln Dür-Ellen; die häbben em ens l. gehalde ihn teuer bezahlen lassen, betrogen Kemp. — δ. einen l. drecke (drücken) liebkosen Birkf-Idar. — ε. einen l. nehmen, hätscheln Neuss, Kemp, Mörs, Rees. — ζ. einen l. packen, dass. Altk-Eichelhardt, Waldbr, Gummb. — η. einen l. stuchen (stauchen) dass. Ahrw-Altenahr. — θ. einen l. kriegen, dass. Aach. — ι. dat Kend wett (weiss) sek l. te maken sehr zu schmeicheln Dinsl. — c. subst.; mei L.ər! Anrede Rhfrk; den Liffste Geliebter, de Liffste Geliebte, Schatz Klevld; Leffste, Levt dass. Eup; Libbste MGladb; mi Lipp Düss-Stdt. Et geht niet jeden Ovend, Liefste, komm na Bett! Geld, Mörs. De Liffste quitt, o, wat häk (habe ich) Spitt (Leid) Emmerich. Dat es jet Lefs; du bes j. L. Rip, Nfrk. Dem kammer alles Liebs un Guts duhn Rhfrk. S. Liebchen. — d. Adv.; nur zu Kindern: du moss och l. (artig) stell hale, l. schlofe usf. bei jeder Tätigkeit Rip, Allg. (weniger, aber doch Rhfrk, Mosfrk). Se han em esu l. gedohn (geschwätz) so lange geschmeichelt, zugeredet, zugesetzt, bis er ihren Willen getan hat Aden, Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Dür, MGladb, Kemp; dem han ich et l. (su l.) angeduhn, dat e lofe es gange ihn so gedrängt, genötigt, in die Enge getrieben Kobl, Westerw, Sieg, Mülh-Rh, Köln, Bergh; dem Piəz (Schinken) hänt die Pute (Kinder) gester Omed esu l. agedonn sie haben ihn ganz aufgegessen Bergh-NEmbt. — l. in präpos. adv. Verb.; för l. u. fər l. nemme; er moss f. l. n. met dem, wat mer em git Rip, Nfrk. Wer der Hungk zänk, de muss mem Bisse f. l. nemme Köln-Stdt. — 2.a. angenehm; dat es mer l. su; dat sall mer dann l. sen; dat es mir l.ər su, su et l.s; et wär mir l., wennste gengks; dat es mer l., dat ech dech troffe han; auch du bös mer l. angenehm, deine Gegenwart ist mir l. Rip, Allg.; eigenartig ek bön so l., dat.. es ist mir angenehm Mörs. RA.: Da's mer net l., un da's mer net led (leid) ich bin der Sache gegenüber gleichgültig Bitb; et seif (sei) dem Deiwel l. odder läd! Merz-Bergen; su l., su lid Mettm-Cronenbg. Dat es min so l. as den Beddler sen Brot Klev-Appeldorn. — Der Komparat l im Sinne von ‘es ist vorzuziehen’: Dat es mech ..ər wie hondert Daler Geld Grevbr-Garzw, Allg. Et Hemb es mer l.ər wie der Keddel meine Interessen gehen vor Rip, Allg. We schirt (schert) fir Zelvos (Servatius, 15. V.), dem as de Woll l.ər wie et Schof Prüm-Waxw. E Spaz en der Hand es mer [] l.ər wie en Dauf op em Dochen Trier, Allg. Wat es dech l.ər: sibbe Löker (Löcher, Augen, Nase-, Ohrenlöcher, Mund) am Kopp odder e Bröttschen en der Sonn gebacke (Kuhfladen)? Düss-NCassel, Verbr. — b. Adv. gern, in der Wend. etwa: Ech drönken mer ewen (grad) su l. en Glas Bier Altk, Mosfrk, Rip; in dieser Bed. ist aber der Komparat. im Sinne von ‘eher, besser’ rechter’, mit diesen Worten konkurrierend u. den Komparat. von ‘gern’ ersetzend, geläufiger; l.ər jet, wie nüs; je ihter (eher), je l.ər; länger wie l.ər Stiefmütterchen (s. bei lang); wie doller, wie l.ər; ühr sollt l.ər fortgohn; zänkt üch net, schloht üch l.; l.ər höck (heute) wie morn (morgen) Rip, Allg. RA.: L.əer nen Därm em Lif verrenk, als dem Wert ne Schluck geschenk Köln-Stdt. L.ər den Dojer (Dotter) in de Hand as en Ei op de Krüjkar (Schiebkarre) Klev. Den häbb ek l.ər op de Mes (Mist) as an den Desch Duisb. Kind: Dat möt (möchte) ech l.ər han! Mutter: Lievermann es en Kölle gehange wurde! MGladb-Holten; et Lievermännken (Wortsp. zu Liefermande, s. d.) ös opgehonge (begrave) Kemp; dech werde gen Lieverköckskes (Wortsp. zu Lebkuchen) gebocke MGladb-Viersen (u. viele a. RA.). — Der Superl. (dəliebscht, dərliefst, et lefs, am lefsten, et allerlefs, setze die Laute ein!) nach meinen innersten Wünschen, zu meiner tiefsten Befriedigung; ech bön et l. dehem; ech wüər et l. duət; et l. wüər mech, wenn me glick gengken; et l., on du gehs MGladb, Allg. — c. froh; ek bön l., dat de do bös Mörs-Friemersh.
10356 Zeichen · 384 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lieb

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    lieb- s. liep-, liebe-.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lieb

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Lieb , -er, -ste, adj. et adv. welches in einer doppelten Hauptbedeutung üblich ist. 1. In leidendlicher Bedeutung. 1) A…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lieb

    Goethe-Wörterbuch

    lieb die zu ‘l.’ gebildeten Formen des Komp u Superl stehen auch für die verlorengegangenen Steigerungsformen zur Positi…

  4. modern
    Dialekt
    Lieb

    Schweizerisches Idiotikon · +7 Parallelbelege

    Lieb Band 3, Spalte 986 Lieb 3,986

  5. Sprichwörter
    Lieb

    Wander (Sprichwörter)

    Lieb 1. All's 'lik lew, segt de Reper. – Hoefer, 869. Alles gleich lieb, sagt der Seiler. 2. Dem einen lieb, dem andern …

  6. Spezial
    lieb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    lieb adj. 1 (liebenswert) da orëi bun 2 (von Personen) cer (cers, cera) 3 (freundlich) valënt (-nc, -a), dalvers, da orë…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lieb

1.187 Bildungen · 1.109 Erstglied · 61 Zweitglied · 17 Ableitungen

lieb‑ als Erstglied (30 von 1.109)

liebeln

SHW

lieb-eln Band 4, Spalte 335-336

Liebhaber

SHW

Lieb-haber Band 4, Spalte 337-338

liebkosen

SHW

lieb-kosen Band 4, Spalte 337-338

lieblos

SHW

lieb-los Band 4, Spalte 337-338

liebreich

SHW

lieb-reich Band 4, Spalte 337-338

Liebsel

SHW

Lieb-sel Band 4, Spalte 339-340

Liebwerg

SHW

Lieb-werg Band 4, Spalte 339-340

liebäugel

DWB

liebäugel , n. pflanzenname: von lycopsis arvensis, ackerkrummhals, wilde blaszblaue ochsenzunge; von anchusa officinalis, officinelle ochse…

liebäugelei

DWB

liebäugelei , f. das liebäugeln: und das alles mit zeichen, mit minen, mit liebäugeleien, die meine frau so leutselig annimmt, so verbindlic…

Liebäugelein

Campe

liebaeugel·ein

† Das Liebäugelein , — s, Mz . u. ein Name 1) des Borretsch; 2) der großen Ochsenzunge, auch Sternblume genannt (Anchusa officinalis L .); 3…

liebäugeln

DWB

lieb·aeugeln

liebäugeln , verb. etwas liebes durch äugeln ausdrücken, eine zusammenrückung wie liebkosen, seit dem 16. jahrh. oft belegt; theils absolut:…

liebäugen

DWB

lieb·aeugen

liebäugen , verb. für liebäugeln: bei ihrem letzten hiersein liebäugte sie mit sehr beredten blicken dem edlen Edmund. Shakesp. könig Lear 4…

liebäugig

DWB

lieb·aeugig

liebäugig , adj. liebäugelnd, und verhüllend für schielend ( vgl. unter liebäugeln oben ): petus liebäugig Dief. nov. gloss. 290 b ( aus ein…

liebäugler

DWB

lieb·aeugler

liebäugler , m. : dieweil der vater den schilchenden son ein liebäugler heiszt. S. Frank mor. encom. 15 a .

liebäuglig

DWB

liebäuglig , adj. gern liebäugelnd: warumb solt anders das holdselig weiblich geschlecht also anmuotig, zuthätig, kützelig, armfähig, brüstl…

liebäuglung

DWB

liebäuglung , f. : dasz eifersüchtige männer die haare ihrer frauen abschnitten, theils zur strafe ihrer geäuszerten liebäuglung gegen ander…

liebahndend

DWB

liebahndend , part. : wie du das erstemal liebahndend dem fremdling entgegen tratst. der junge Göthe 2, 22 ( werke 56, 8 ist dafür liebahnen…

liebamîe

MWB

liebamîe stF. ‘Geliebte’ (vgl. trûtamîe ): in ir süezen wazzers vliezen / miner zarten liebamie / ir sirenen symphonie / væhet ie sa mins he…

lieb als Zweitglied (30 von 61)

blieb

BWB

-blieb Band 2, Spalte 2,1311

Bruederlieb

ElsWB

brueder·lieb

Bruederlieb f. heißt es im Bët e l- Spiel, wenn jeder einen Stich macht Hf. — Idiotikon Schweiz. 5, 413. Bayer. 349.

Buhlerlieb

Wander

buhler·lieb

Buhlerlieb Buhlerlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd. It. : Amor di ganza, fuoco di paglia. ( Giani, 80. )

Chlieb

Idiotikon

Chlieb Band 3, Spalte 616 Chlieb 3,616

ehelieb

DWB2

ehe·lieb

ehelieb adj. : ⟨1.h15.jh.⟩ schweiz. kleinepiksamml. 7,11 ATB. historisierend, im superl.: 1840 mit seiner eheliebsten frau Alexis Roland 2,2…

eigeⁿlieb

Idiotikon

eigeⁿlieb Band 3, Spalte 986 eigeⁿlieb 3,986

engelslieb

GWB

engels·lieb

engelslieb reine, liebevolle Gesinnung gegen jdn hegend [ Faust nach dem Religionsgespräch mit Gretchen: ] Wie diese Engels liebe [treue lie…

frauenlieb

DWB

frau·n·lieb

frauenlieb , m. verliebt in frauen, frauenliebhaber: David, den hirtensohn, glücksritter, helden, sänger und frauenlieb in éiner person. Göt…

freszlieb

DWB

freszlieb , zum fressen lieb ( s. oben fressen 2): ein kind freszlieb, gar zu lieb haben; aus schonung für den jungen herrn, den die ganze d…

freundlichlieb

GWB

freundlich·lieb

freundlich-lieb O du hörst mich, | Freundlichlieber [freundlich lieber Var Freundlich-lieber weitere Var ] Vater [ Jupiter ] GWB 17,45,21 Pr…

fürlieb

DWB

fuer·lieb

fürlieb , adv. , das, für gut, für übel nachgebildet, erst im 17. jh. auftaucht. es ist hiernach die praep. für mit dem starken acc. sg. des…

furchtbarlieb

GWB

furchtbar·lieb

furchtbar-lieb zu furchtbar 3, wohl oxymoronisch iS einer (ossianischen) Doppelempfindung [ Stella: ] heiliger Mond .. wo du mit furchtbar l…

fürlieb

Idiotikon

fürlieb Band 3, Spalte 986 fürlieb 3,986

geldlieb

DWB

geld·lieb

geldlieb , adj. das geld liebend: gleich wie geiz möcht geldlieb heiszen. Luther post. (1528) 91 a ; amus argenti, geltlieb, geizig. Alberus…

gelieb

DWB

gelieb , adj. , lieb mit ge- gefärbt oder verstärkt. 1 1) ahd. giliab (giliub), mhd. geliep vom verhältnis der liebe zwischen zweien oder me…

Goldlieb

Wander

gold·lieb

Goldlieb Goldlieb weiss nicht, wo die Sterne stehen. Er vergisst über seinen Geldinteressen die höhern geistigen.

gottlieb

DWB

gott·lieb

-lieb : gotlieb Milst. exod. 160, 5 Diemer; gottlieb Scriver seelensch. (1681) 2, 172 ; gottslieb Rauwolff beschr. d. raisz (1582) 65 ,

groszlieb

DWB

grosz·lieb

-lieb : dat meyne volck was so groteleve unde begerlick to der lichten munte städtechron. 16, 420;

habmichlieb

KöblerMhd

hab-mich-lieb , Sb. nhd. Habmichlieb Q.: Hätzl (1471) E.: s. haben (1), mich, lieben W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1136 (hab-mich-lieb)

Halslieb

RhWB

hals·lieb

Hals-lieb -lē:f MGladb-Rheind , Kemp-Lobberich : h. halde die Ärmchen um den Hals liebkosend schlingen, in der Kinderspr.

herzelieb

DWB

herze·lieb

herzlieb , herzelieb , adj. von herzen lieb, mhd. herzeliep, herzenliep ( Lexer wb. 1, 1273 ). in verschiedener, adjectiver und substantiver…

herzlieb

DWB

herz·lieb

herzlieb , n. was das herz erfreut; als anrede und bezeichnung der geliebten, wie schon mhd. herzeliep, herzenliep ( Ben.-Müller 1, 1015 a )…

hochlieb

DWB

hoch·lieb

hochlieb , adj. : für welches hochlibes gedächtnis meiner hochg. fr. muhme dero hände in gedanken ich küsse. Butschky kanzl. 310 .

jugendlieb

GWB

jugend·lieb

jugendlieb ‘j-es Palästina’ für: in der/seit der Jugend geliebtes Palästina; mit Bezug auf Goethes frühe Beschäftigung mit den Vätergeschich…

kinderlieb

DWB

kinder·lieb

kinderlieb , adj. nennt man in Norddeutschland, z. b. in Hamburg, einen kinderfreund, nd. kinderleef brem. wb. 2, 774.

kreuzlieb

DWB

kreuz·lieb

kreuzlieb , bei Spee : antwort Jesus 'hörestu creutzlieber'. güld. tug. 527, lieb in Christo? vgl. DWB kreuzbrav .

Ableitungen von lieb (17 von 17)

belieben

DWB

belieben , nnl. believen, ahd. und mhd. nur das einfache wort, oder giliuban, gelieben. 1 1) mit acc. der person, früher so viel als lieben:…

belieblich

DWB

belieblich , gratus: beliebliche sachen. Logau 3, 5, 5 ; vertreuliche schwänke, belieblich getränke. 1, 10, 69 ; höchst belieblich. Schoch s…

beliebung

DWB

beliebung , f. was belieben, lust, gefallen: dann ich denselben tag mich für glückselig hielt, da zur beliebung ihm ich hatte was gespielt. …

entlieben

RDWB1

entlieben umg. (Lakune) [vergl."разлюбить"] aufhören zu lieben, nicht mehr lieben - избавиться от влюблённости, излечиться от любви

erlieben

DWB

sich erlieben , se delectare, sich erlustigen, erfreuen, ein seltnes, hübsches wort, zu welchem auch noch kein ahd. irliopôn, mhd. erlieben …

gelieb

DWB

gelieb , adj. , lieb mit ge- gefärbt oder verstärkt. 1 1) ahd. giliab (giliub), mhd. geliep vom verhältnis der liebe zwischen zweien oder me…

gelieben

DWB

gelieben , verstärktes lieben, mhd. gelieben, ahd. giliuban, giliupan, altnl. gelievan, mnl. gelieven, mnd. gelieven, gelêven Sch. u. L. 2, …

liebe

DWB

liebe , f. amor; ein vorzugsweise auf hochdeutsches gebiet eingeschränktes wort, zustandsbildung zu dem adj. lieb sp. 896: ahd. liubî, einma…

unlieb

DWB

unlieb , adj. adv. , gth. v. lieb. g. unliubs, an. úljúfr, aschwed. oliuver, ags. unleóf, ahd. unliup, unleub, mhd. unliep, mnl. nl. onlief.…

unliebe

DWB

unliebe , f. , mangel an liebe u. ihr gth.; mhd. unliebe, mnd. unlêve, mnl. nl. onliefde. Staub - Tobler 3, 992 . vgl. ab-, affen-, after-, …

unlieben

DWB

unlieben , verb. , gth. von lieben I 1: Lexer 2, 1908 ; gth. v. lieben I 3: das euch villeicht nit unlieben würt Arigo 225, 20 K.; gth. v. l…

unlieblich

DWB

unlieblich , adj. adv. , gegentheil von lieblich. mhd. unlieplich ( Rudolf v. Ems weltchron. 30 118 ), unlieplîche, adv.; mnl. onlievelijc, …

urliebe

DWB

urliebe , f. (ur- C 4 c): wer ist so mächtig wie die urmacht? wie urweisheit so weise? wie urliebe liebend? grafen Stolberg 2, 177 ; intern.…

verlieb

DWB

verlieb , adv. schwächung aus dem heute allein schriftdeutschen fürlieb, vorlieb. nur noch mundartlich ( z. b. westmitteld. ) vorhanden; zus…

verlieben

DWB

verlieben , verb. zu einem liebenden machen, nicht nachweisbar in der ältern sprache, so auch mhd. nicht nachgewiesen; vereinzelt im mnd. vo…

verliebung

DWB

verliebung , f. : die verliebung in eine person von stande, der die ehe zuzumuthen die gröszte narrheit ist, war nicht die ursache sondern d…