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Stein

ahd. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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47 in 26 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Stein m., Präp., m.

Bd. 6, Sp. 803
Wossidia Stein -ee- m. Stein, Pl. Stein, -ee- allgem.; -s Ro; RoRostock@RibnitzRibn; Steiner Mi 86b; Less. Hell. 9; H. Schröd. Krä. 26; Steener StaStargard@FürstenhagenFürstenh 1. in der Natur vorgefundener Stein a. mit einem gläuhnig Stein wurden Botterfatt, Lechel, Tunnen und auch dei Swiensmag' beim Schlachten gereinigt PaParchim@BurowBur; zur Grenzmarkierung: 'up de anderen siden wente up den groten sten in der beke bi ener eek' (1344) UB. 9, 534; der Anwohner eines Gewässers darf fischen so wit as een mit 'n Steen smiten kann Gü; vgl. Plaugisen (Bd. 5, 487); bearbeitete Steine: 'alse ... in den ingemreden gehowenen steinen wydtlofftigen tho lesende ys' Gry. Slüt. L 2b; Breid' Stein Bürgersteig in der Mitte der Straße aus großen Steinplatten: KasperOhm ... güng' sinen Gang so mastig un so wichtig, as wir de breed' Steen in de Blotstrat för em alleen indämmt Bri. 2, 72; De Klinkers (als Belag der Bürgersteige) känt uns woll gefallen! Doch vördem up den breiden Stein Brök wi uns ok nich aw de Bein Stillfr. Biweg 21; Syn. Middelstein; breid' Stein auf städtischen Marktplätzen s. breit 2 (Bd. 1, 1127); vgl. Beckm. in Wiss. Zs. Univ. Ro 5, Sonderheft, S. 135; Mühlenstein, danach auch der aus zwei Steinen bestehende Gang (s. Gang 5, Bd. 3, 33) einer Mühle: 'die Zollmühle Neumühl ... besteht aus 2 Steinen oder Gängen' Monschr. 1788, S. 16; vgl. Mœhl 2a (Bd. 4, 1233); falscher Edelstein: 'neen goltsmit scal setten glas in golt edder enen sten, de mit valscher kůnst is ghemaket' (Wi 1380) UB. 19, 524; Steen geschliffener Stein mit Holzgriff, den der Gerber zum Glätten benutzt Ro, s. Abb. b. singlecolStein (Ro Privatbesitz) Rdaa.: Tid un Welt hadden männigen Stein twischen em un den einzigsten Sähn smeten (sie entfremdet) Reut. 3, 383; willst mi ok noch Stein in den Weg smiten? (mir Hindernisse bereiten) 2, 168; öft.; ick legg' di noch Mal 'n Stein in 'n Weg Rachedrohung Lu Ludwigslust@PolzPolz; de Stein wir ut den Weg' Reut. 2, 167; dagegen scherzhafter Dank für erwiesene Gefälligkeit: ick smit di ok eens wedder 'n Steen in 'n Weg RoRostock@RibnitzRibn; SchöSchönberg@DemernDem; Latend. Agr. 226; ick ward' di ok wedder 'n Stein in 'n Weg stöten HaHagenow@RedefinRed; dor (auf einer schlechten Weide) möten sei (die Kühe) Stein gnagen GüGüstrow@RothspalkRothsp; ... afsäuken MaMalchin@GielowGiel; ein Hartleibiger hett Steen fräten Ro; der Geizhals lett sick vör 'n Sößling 'n Büdel vull Steen up de Mag' intweikloppen RoRostock@RibnitzRibn; dee lüggt, dat de Steen in de Ierd' bäwern Wa; jagen süll hei, dat de Stein ut 'n Damm flögen RoRostock@GresenhorstGres; vom Steinetragen als Strafe bei Streitereien von Frauen kommt die Rda. davör wolt ick lever Steen drägen Franck Meckl. 5, 32, vgl. UB. 2, 374; dee (einer, der sehr müde ist) hett woll 'n ganzen Dag Steen dragen Wi; von einer schlechten Tänzerin: leiwer kann 'n Stein karren WaWaren@Groß FlotowGFlot; RoRostock@DoberanDob; bei jem. 'n Stein int Brett hebben in seiner Gunst stehen Dierh; vgl. D. Wb. 10, 2, 1993; Lebensregel: 'Einen Steen den einer allene nicht upheven kan, den leth he byllich ungerOeret an, dat he nicht mOege mit schanden bestan' Gry. Lb. 1, F 1a; vom Charakter zweier Menschen: twee hart Steen (Mühlsteine) mahlen slicht tohop RoRostock@RibnitzRibn; de Steen, de lang up eene Staede bliwt, sett't Moos (wie Moß Moos, unter möglicher Einwirkung von Moos Geld) es lohnt sich für Dienstboten, lange in einer Stellung zu bleiben: Nützl. Beitr. 1814, S. 377; je länger de Stein liggt, desto mihr kriggt he Raff Wa; wo de Steen liggt, möt he bewassen StaStargard@Alt StrelitzAStrel; dei (ein dummer Mensch) weit von Gott kein Steinslagen LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; vgl. Steinstrat; zu Kindern: de Stein ut de Hand hüürt 'n Düwel tau man soll nicht mit Steinen werfen HaHagenow@BelschBelsch; mit Präp.: 'Ick PlOeg und seie Korn up Stenen bi dem Strande' (predige tauben Ohren, rede ganz vergeblich) Laur. Schg. 1, 435; morgens Klock fiw seten wi all up 'n Steen waren an einem Felsen gestrandet RoRostock@RibnitzRibn; wenn man bei großem Durst wenig zu trinken bekommt: dat 's so väl, as wenn 't up 'n heiten Stein gaten würd' HaHagenow@RedefinRed; ick sall hüt noch up 'n breeden Steen stahn Gevatter stehen WaWaren@PenzlinPenzl; öft.; vgl. breit 2 (Bd. 1, 1127); jem., der unehelich geboren ist, hett de Buck up 'n Steen schäten (1926) HaHagenow@BoizenburgBoiz; Schö; denn' hett de Kreih an 'n Stein schäten RoRostock@BastorfBast; dat (eine kurze Wegstrecke) kann 'n mit 'n Steen afsmiten StaStargard@WulkenzinWulk; dat (eine weitläufige Verwandtschaft) is gor nich mit 'n Steen aftosmiten Wa; Vgll., Schwere des Steines: he geiht, as wenn he 'n Büdel vull Steen mank de Been hett schwerfällig Ro; hei löppt as 'n Büdel vull Stein HaHagenow@RedefinRed; dee danzt as 'n Sack vull Steen Wa; Härte des Steines: Minschen, de ... hart as 'n Steen sünd Monschr. 2, 953; Dat is keen Steen so hart As 'n Wif ahn Hart PaParchim@PlauPlau; dee hett dor woll 'n Steen sitten, wo anner Lüd' dat Hart sitt RoRostock@DierhagenDierh; bei großen Qualen eines Menschen empfinden die Steine Mitleid: 'Dat mochte entvarmen harden stenen' Red. Ost. 1760; 'ick werde ... in den ... helschen Pynketelen gesaden unde gebraden, dat ydt mochte einem Steine up Erden erbarmen' Gry. Paw. X 2b; Lb. 1, Hh 4b; to 'n Wehn'n un tom Steenerbarm'n C. Reinh. Holtrev. 53; gekoppelt mit Bein adverbiell hoch und teuer, sehr, vgl. D. Wb. 10, 2, 2004: Marie Möllers hadd Stein un Bein sworen Reut. 2, 379; sehr: hei ... klagte Stein un Bein äwer sine Geldverlegenheit 3, 49; Stein un Bein striden Wo. Sa.; em Stein un Bein bidden: Camm. Bil. 155; dat früst hüt Stein un Bein WaWaren@JabelJab; dat friert Stein un Bein ut de Ierd' hüt Wa; dei laben em Stein un Bein ut de Ierd' HaHagenow@RedefinRed; Stein un Bein (Dat.) klagen s. 1 d; Stock un Stein s. Stock 1 b. c. Spiele und Reime: Stein spälen wie Fangelstein (s. d., Bd. 2, 788) spälen SchöSchönberg@CarlowCarl; Steinken PaParchim@SpornitzSporn; Beschreibung bei Me. 2, 18; Kück-Sohnr. 348; Stein führen Pfänderspiel, bei dem man mit dem Kopf an einer Tür entlangreibt GüGüstrow@LenzenLenz; Wi Wismar@SternbergSternb; Stein karren MaMalchin@GülzowGülz; willn wi eens Steen karren? fragt die Mutter ihr Kind und reibt Stirn an Stirn Wo. V. 3, 274; Stein dörchsmiten wie Kak spälen (s. Kak 2, Bd. 4, 36) MaMalchin@NeukalenNKal; Ruf beim Abobibospiel, wenn die Kinder fortlaufen: Steen un Been un Minschenknaken Ro; beim Brückenspiel (s. Brügg' 2, Bd. 2, 12): De Brügg' is terbraken, Ick will s' wedder maken Mit Stein un Bein un Minschenknaken RoRostock@BartelshagenBart; WiWismar@PoelPoel; im Nachbarreim: Harrersch schitt up 'n breeden Steen, Röödsch klarrt dat wedder voneen RoRostock@WarnemündeWarn; Kukuk up 'n blanken Stein, Wolang' sall ick noch Jumfer sin Wa Waren@Klein LukowKLuk; s. breit 2 (Bd. 1, 1127); Kukuk an 'n breeden Steen, Hest min lütt Diern nich sehn Wo. V. 2, 1319; Friederik ..., Hest du mine Brut nich sehn? Ja, se set up 'n breeden Steen, Hadd' sick binah de Ogen utweent 4, 382; De Kiwitt nehm eenen breeden Steen Un smet de Kron (Kranich) woll an den Been 2, 1783; Bimbam Beierbrot, Nahwers ehr oll Katt is dot, Wennihr sall se graben warden? Morgen früh Klock een Up 'n gollen Steen 3, 433 b. d. Aberglaube: de Stein wussen vör Christi Geburt, sitdem uns' Herr Christus dot is, wassen kein Stein mihr WaWaren@KargowKarg; bi Slicht un Weitendörp (Sta Stargard@SchlichtSchlicht und Weitendorf, dort gibt es viele Steine) hett de Düwel Steen utseig't Wo. Sa.; wo viele Steine liegen, hett de Düwel Steen schäten Wa; hebben de Düwels sick mit Steen smäten RoRostock@RibnitzRibn; Steine in den Nestern von Raben, Schwarzspechten und Mäusen gelten als Wundersteine Wo. Sa.; ein von Fru Gaur zurückgelassener Hund lag als Stein auf dem Herd Wo. Sag. 1, 59 f.; Bartsch 1, 17; ein Pastor bannt den Teufel in einen Stein 109; sieben auffällige Steine bei PaParchim@SpornitzSporn sollen verwandelte Hütejungen sein 421; von Kobolden wird berichtet, daß sie mit Steinen werfen WaWaren@ZahrenZahr; RoRostock@FresendorfFres; Behandlung von Krankheiten: jem., der koll Feewer hat, muß, bevor er über fleiten Water geht, drei Steine hinüberwerfen MaMalchin@Groß HelleGHelle; in ne twäält Eik in Gutow (SchöSchönberg@GutowGut) legen väl Stein, dor sünd Geswüre mit wegbruukt worden; Warzen soll man mit einem Stein bestreichen, der an einem Kreuzweg aufgenommen wird RoRostock@WarnemündeWarn; bei Nasenbluten auf die Unterseite eines Steins Blut tropfen lassen und diesen wieder hinlegen SchwSchwerin@CrivitzCriv; einen kalten Stein in den Nacken legen MaMalchin@IvenackIv; in Segensformeln, gegen Augenleiden: 'Stein ab, Stahl ab' Sta Stargard@PriepertPriep; Dor sitten drei Jungfern up einen Stein Bartsch 2, 359; 'Da kamen her drei gesegnete Mägd, Dey ein stohl den Stein aus Weg' ebda; Staak Krankh. 237b; vgl. Mal 1 (Bd. 4, 1080); gegen Inschott: 'as unser Herr Christus gen Himmel fuhr, da wachsen keine Steine nich mehr und auch kein Unflat' Pa; ähnlich gegen Blutungen Staak Krankh. 279; gegen Swinneljicht: Steen, ick klag' di, De Swinneljicht plag't mi Lu Ludwigslust@WanzlitzWanzl, dabei soll die Krankheit auf den Stein übertragen werden, vgl. Jicht II 3 (Bd. 3, 1076); wenn man über etwas klagt, fügt man 'n Stein tau klagen ein, um nicht das Unglück auf den zu übertragen, mit dem man spricht: 'se mOegen woll (idt sy enem Steen geklaget) So sehr van dem Podagel syn geplaget' Laur. Schg. 2, 325; Mantz. Ruh. 14, 73; Bey. Preuß. 7; ebenso: Steen un Been to klagen Arch. Landesk. 14, 547; Stein un Bein (Akk.) klagen s. 1 b; wenn een so swäulappt œwer sin Krankheit, möt man seggen: Klag' 't 'n Steen Un beholl 't alleen Wa; Lu; in Sagen klagen diejenigen, die geschworen haben, keinem Menschen von dem ihnen zugefügten Unrecht zu erzählen, dieses einem Stein, doch so, daß es jemand hört Mantz. Ruh. 14, 73; s. Papedöneke (Bd. 5, 304); bevor man in ein Haus tritt, um einen neuen Dienst anzutreten, soll man einen Stein hineinwerfen und sagen: dor schell di mit LuLudwigslust@WarlowWarl; einer Kuh, die nach dem ersten Austrieb nicht wieder in den Stall will, soll man einen Stein nachwerfen WaWaren@WredenhagenWred; ebenso Lämmern, die zum ersten Mal auf die Weide getrieben werden Röb; schlecht tragenden Obstbäumen werden Steine an die Äste gebunden, denn schäämt sick de Bom Ro Rostock@DierhagenDierh; wenn de Awtbom tau ful is, kriggt hei 'n Stein, denn kann hei Stein (s. u. 4) drägen SchwSchwerin@Klein WelzinKWelz; in Triwalk (WiWismar@TriwalkTriw) würd' Heiligabend 'n Feldstein twischen de Telgen von de Awtböm klemmt; gegen Mäusefraß bindet man einen Stein in die erste Garbe LuLudwigslust@LaupinLaup; TewsW; um die Gössel zu räuchern (s. rökern III, Bd. 5, 975), wurde ein glühender Stein in natt Heugras gelegt Wi Wismar@NeuklosterNKlost; wenn wi Farken köfft hadden, läden wi 'n Stein mit in den Sack, denn wüßt de Hex nich, woväl wi in hadden LuLudwigslust@GorlosenGorl; Wa Waren@LexowLex; wenn ne Wochenfru vör Kirchgang utgahn will, möt se 'n Steen œwer 'n Weg stöten, um vom Kinde Unglück abzuwenden Sta Stargard@WoldegkWold; MaMalchin@GranzowGranz; die Mutter soll ihr Kind up 'n breeden Steen entwöhnen, denn ward dat lichtlihrig Wa; denn sœlen de Tähnen fast warden LuLudwigslust@WöbbelinWöbb; up 'n harten Steen heff ick min Kind wennt, dorvon is he so stark Wa; Kindern sagt man: de Adebor haalt de Kinner ut de Ostsee, dor sitten sei up 'n groten Stein RoRostock@DoberanDob; wenn die Totengruft zugeschaufelt wird, sagen die Trauergäste leise: dor dörf kein Stein mank sin WiWismar@Klein LabenzKLab. 2. durch Brennen hergestellter Stein, Mauerstein, Dachstein: '2 m. 4 s. N. N. deme potter, de de stene gloeysurde thom torne' (Wi 1563) Schill.-Lübb. 4, 385a; 'das Dach (einer Wassermühle) ist von hohlen Steinen und bewipet' Baumg.Bentz. Ribn. 15; 36 Stein hadd' jeder von de Afschüwers (beim Ziegler) uppe Kor Gü Güstrow@NiegleweNiegl; kollekt.: 'welk borgher ene husmůren leghd van stene, ... deme scholen de radmanne gheven van der stad weghene vyf dusend stenes' (Wi 1306) UB. 5, 253; '7. Junii wardt de stein van der olden schunen affgenamen' (1577) Slagg. 182; übertr. die ähnlich geformten Torfstücke: Stein Ro Rostock@SülzeSülze; Stäktorf würd' up fif Stein sett't Wa Waren@RogeezRog; vgl. aber 7. 3. steinähnliche Bildungen in Galle, Nieren und Blase: 'de eine hefft den Stein, de ander ein bOes bein, ein ander andere plagen' Gry. Both. Jon. Ee 6b; 'den Podagel, den Stein, Tenen und HOevet wehedage' Dd 1a; Wed. O 3b; 'Stein heißt lapis und meint eine Kranckheits-Art, calculus renum' Mantz. Ruh. 20, 26; s. Bücking (Bd. 2, 58). 4. der sich in bestimmten Früchten befindende Stein: oßiculum 'de stein darinn de Kerne ys' Chytr. 476. 5. Hoden bei Tieren: de Hingst hett jo twee Steen StaStargard@NeubrandenburgNBrand; ein Lurbuck is 'n Buck, denn' dei Stein an 'n Rücken wussen sünd WiWismar@WamckowWamck; 'n Lurbuck is nich richtig uthämelt, dei hett einen Stein behollen Brüel. 6. altes Gewicht für Wolle, Federn, Flachs und Hanf, wobei der leichte Stein zu 10 bis 11 Pfund für Wolle und Federn, der schwere Stein zu 20 bis 22 Pfund für Flachs und Hanf galt; ein einheitlicher Stein zu 10 Pfund sollte 1757 eingeführt werden: Bär. Ges. 4, 1, 621; '10 Pf. sind in Mecklenburg ein Stein' (Wollgewicht) Eng. Landw. 1, 307; 'Woll-Impost ... 2 ßl. für jeden Stein, den Stein um der Ungleichheit des Gewichts willen ... zu eilf Pfund gerechnet' (1787) Verord.; '1 Stein Flachs hat 20 Pfd., 1 Stein Wolle oder Federn 10 Pfd.' Leng. Landw. 1, 29; 'der leichte Stein zu 11 Pfd., der schwerere Stein zu 22 Pfd.' Arch. Landesk. 2, 17; 'für Wolle: 1 schwerer Stein = 22 Pfund, für Federn: 1 leichter Stein = 10 Pfund' Gein. Landesk. 59; 20 Pund Hemp wir 'n Steen RoRostock@RibnitzRibn; abweichend: de leicht Steen 22 Pund, de schwer Steen 24 Pund (beides von Wolle) StaStargard@WatzkendorfWatzk; bezogen auf die Zahl der Schafe: '34 Stein ... von 100 Hammeln' Eng. Landw. 1, 307; Stein Wull, dat sünd drei Schapfell Wa Waren@Wendorf bei PenzlinWendP; weitere Belege: 'pro 10 lapidibus lane autumpnalis' (1292) L. Knabe Das zweite Wism. Stadtb. 1, 263; 'de hiis, que mensurantur in libra, que waghe dicitur, semper pro X sten dabitur obulus' (Pa nach 1370) UB. 16, 654; 'ock geven de buher samptlicken in dem dorpe 40 steine henpes' (1505) Endl. Feldb. 24; Madam Perdöhl ... mit ehr twölw Stein Gewicht Reut. 1, 370; de Hertog ... up sinen groten swarten Urhingst, dei sin föfteihn Stein dragen kunn Bri. 3, 43. 7. eine bestimmte Anzahl von Torfstücken: sœben Stücken Torf (aufgeschichtet) is ümmer 'n Stein GüGüstrow@SuckowSuck. — FN.: Stein-, Steenacker, -bäk, -barg, -bett, -block, -borg, -brauk, -breid', -brink, -brügg', -damm, -eik, -feld, -fuurt, -gnitt, -grund, -haber, -hagel, -hagen, -heid', -hobbel, -holm, -holt, -hörn, -horst, -hœwel, -jort, -kamp, -kawel, -klippen, -kopp, -koppel, -kraug, -kul, -lager, -land, -maur, -rad', -schanz, -slagg, -sneis', -soll, -stück, -trepp, -uurt, -weg, -winkel, -wisch, -woort; Steinersbarg, Steinerbrügg', -grund, -kamm, -lop, Steinenpauhl; blag', breed', hogen, liggen Stein; in, up 'n Stein, up 'n breiden, splett'ten Stein; Greven-, Hexen-, Jumfern-, Klot-, Likenstein; Steinkenbreid', -land, -sal, -wisch. Zss.: Aftreck-, Altoor-, Baben-, Bach-, Back-, Bad'-, Balken-, Bikkel-, Blädder-, Blaut-, Bodden-, Brat-, Brut-, Butt-, Dack-, Damm-, Döp-, Drift-, Dunner-, Dwarl-, Eck-, Eddel-, Feld-, Felsen-, Fett-, Fierabend-, Fleigen-, Flinten-, Fohr-, Franzosen-, Füer-, Funkel-, Fuusten-, Glücks-, Gnidel-, Gnitt-, Grus-, Jakobs-, Kähl-, Kak-, Kant-, Karfunkel-, Kätel-, Katten-, Kiesel-, Kirsch-, Klemm-, Klopp-, Klœter-, Klump-, Knaken-, Knitzen-, Knop-, Knull-, Knurren-, Kopp-, Köster-, Kratz-, Kräwt-, Kreihen-, Krœten-, Krüz-, Kugel-, Liken-, Linen-, Lock-, Löper-, Mal-, Marmel-, Melk-, Middel-, Mœhlen-, Möller-, Morgen-, Muer-, Neih-, Nett-, Öl-, Päkel-, Permutt-, Plan-, Plummen-, Prall-, Prell-, Prickel-, Quesen-, Rauh-, Roklock-, Rok-, Rönn-, Rot-, Rotten-, Sägel-, Sal-, Sammel-, Sand-, Scheidel-, Schiwel-, Schölling-, Scho-, Schott-, Schüer-, Seepen-, Slip-, Slœtel-, Snapp-, Snicke-, Sößlöcker-, Spann-, Spaul-, Steffen-, Stot-, Strump-, Sweden-, Swœlken-, Teigel-, Torf-, Treck-, Tungen-, Utschott-, Uurt-, Valleritzen-, Wangel-, Wangen-, Water-, Weih-, Wett-, Wipp-, Wrackstein. — Mnd. stên. — Br. Wb. 4, 1026; Dä. 459a; Da. 211a; Kü. 3, 252; Me. 4, 817.
15357 Zeichen · 257 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    steinst. M. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    stein , st. M. (a) nhd. Stein, Fels, Steinblock, Felsblock, Klippe, Edelstein, Spielstein, Blasenstein ne. stone (N.), r…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STEINstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    STEIN stm. stein. goth. stains , ahd. stein Gr. 3,378. Ulfil. wb. 168. Graff 6, 686. 1. lapis. a. ein wacke ist ein stei…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    steinM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    stein , M. Vw.: s. stēn (1) L.: Lü 376b (stein)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stein

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Stein , des -es, plur. die -e, Diminut. das Steinchen, Oberd. Steinlein, eine harte und feste mineralische Masse, we…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stein

    Goethe-Wörterbuch

    Stein [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +11 Parallelbelege

    Stein , ein Gewicht; in Oesterreich, Bayern, Sachsen, Preußen = 1 / 5 Ctr., in Baden = 1 / 10 , in England (stone) = 1 /…

  7. modern
    Dialekt
    Stein

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Stein [ʿStai S. O. bis Logelnh; ʿStæì Mü. ; ʿStai(n) Dü. ; ʿStain Co. Horbg. Rapp. Bf. Ohsn. Str. Rothb. ; ʿStèin M. ; ʿ…

  8. Sprichwörter
    Stein

    Wander (Sprichwörter)

    Stein 1. Auch ein kleiner Stein kann tödten, wenn er recht geworfen wird. 2. Auch ein Stein verwittert, wenn er lange ge…

  9. Spezial
    Stein, von Rosettem

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Stein , m von Rosette камень , м , Розеттский

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stein

3.991 Bildungen · 2.739 Erstglied · 1.238 Zweitglied · 14 Ableitungen

Ableitung von stein 2 Analysen

ste + -in

stein leitet sich vom Lemma ste ab mit Suffix -in.

Alternativen: st+-e+-in

stein‑ als Erstglied (30 von 2.739)

Stein(e)mann N

Idiotikon

Stein(e)mann N. Band 4, Spalte 280 Stein(e)mann N. 4,280

Stein(e)trȫlen

Idiotikon

Stein(e)trȫlen Band 14, Spalte 917 Stein(e)trȫlen 14,917

stein* 2

KöblerAnfrk

stein* 2 , st. M. (a) nhd. Stein ne. stone (N.) ÜG.: lat. lapis MNPs, petra MNPs Vw.: s. *-bukk? Hw.: vgl. as. stên, ahd. stein Q.: MNPs (9.…

Steinacker

SHW

Stein-acker Band 5, Spalte 1365-1366

Steinader

SHW

Stein-ader Band 5, Spalte 1365-1366

steinalt

SHW

stein-alt Band 5, Spalte 1365-1366

Steinarsch

SHW

Stein-arsch Band 5, Spalte 1365-1366

Steinau

SHW

Stein-au Band 5, Spalte 1365-1366

Steinaxt

SHW

Stein-axt Band 5, Spalte 1365-1366

Steinbach

SHW

Stein-bach Band 5, Spalte 1365-1366

Steinbaum

SHW

Stein-baum Band 5, Spalte 1367-1368

Steinberg

SHW

Stein-berg Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbickel

SHW

Stein-bickel Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbirne

SHW

Stein-birne Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbisser

SHW

Stein-bisser Band 5, Spalte 1367-1368

Steinblock

SHW

Stein-block Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbock

SHW

Stein-bock Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbodem

SHW

Stein-bodem Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbogen

SHW

Stein-bogen Band 5, Spalte 1367-1368

Steinborn

SHW

Stein-born Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbrech

SHW

Stein-brech Band 5, Spalte 1367-1368

Steinbreche

SHW

Stein-breche Band 5, Spalte 1367-1368

stein als Zweitglied (30 von 1.238)

mülenstein

KöblerMhd

*mülenstein , st. N. nhd. Mühlenstein Vw.: s. esel- Hw.: s. mülstein; vgl. mnl. molensteen E.: s. müle, stein W.: nhd. Mühlenstein, M., Mühl…

mülnstein?

KöblerMhd

*mülnstein? , st. M. Vw.: s. *mülenstein? Hw.: s. mülstein

tūbūnstein?

KöblerAhd

*tūbūnstein? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. dūvanstēn*

Bordstein

RDWB1

Bordstein m um sieben wird der ~ hochgeklappt idiom. - в семь вечера жизнь замирает устойч.

Meilenstein

RDWB1

Meilenstein m übertr. веха, этап

Schornstein

RDWB1

Schornstein m etw. in den ~ schreiben müssen / in die Esse schreiben müssen idiom. - пиши пропало идиом. , плакал наш (отпуск, кредит, ...),…

Stolperstein

RDWB1

Stolperstein m камень преткновения идиом.

Ährenstein

Adelung

aehren·stein

Der Ährenstein , des -es, plur. die -e, ein Nahme, welcher in Steiermark einer Art von Asbest gegeben wird, dessen Fäden Ähren vorstellen; S…

affenstein

DWB

affen·stein

affenstein , m. , ein heilkräftiger stein, den affen im kopfe tragen sollen. Nemnich unter bezoar.

Ag(a)tstein

Idiotikon

Ag(a)tstein Band 11, Spalte 807 Ag(a)tstein 11,807

agestein

Lexer

age·stein

age-stein , aget-stein stm. BMZ bernstein u. magnetstein (swerzer danne agestein Albr. 22 a ); agatstein, eitstein agates Dfg. 17 b . aus gr…

agetstein

BMZ

aget·stein

agestein , agetstein 1. bernstein. geliutert als ein acstein Wigal. 7070. alsam der magnet zuo zim ziuhet daʒ îsen u. niht anders, unde alsa…

agstein

DWB

agstein , m. succinum, ἤλεκτρον . der bernstein wurde im mittelalter oft mit achat, gagat und magnet vermengt und danach benannt, wie der ma…

Agtstein

Adelung

Der Agtstein , des -es, plur. inusit. eine Benennung, welche an einigen Orten, besonders in Oberdeutschland, dem Bernsteine gegeben wird. Wa…

aitstein

Lexer

ait-stein stm. = agestein BMZ .

alabaster|stein

MWB

alabaster|stein stM. von dem alabaster. nicomar oder alabastrum ist ain alabasterstain BdN 453,13. – im Vergleich, auf die Farbe des weißen …

Alaunstein

Adelung

alaun·stein

Der Alaunstein , des -es, plur. die -e, eine jede Steinart, aus welcher Alaun gesotten werden kann.

Ableitungen von stein (14 von 14)

besteinen

DWB

besteinen , lapidibus sternere: besteinte straszen, kronen; die das besteinte gold der schweren krone blend. Gryphius 1, 17 ; besteinte gold…

entsteinen

DWB

entsteinen , wie entfelsen, e lapide vertere, lapide privare, emollire: entsteine selber deinen sinn. Lohenst. Arm. 2, 1429 ; da sie felsen …

Erstein

Meyers

Erstein , Kreisstadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, an der Ill, Knotenpunkt der Eisenbahn Straßburg-Basel und der Straßenbahn Straßburg-Mar…

ersteine

BMZ

ersteine swv. steinige. wolden sie ersteinet hân Mai 162,22. Pass. 175,12.

ersteinen

DWB

ersteinen , verti in lapidem, indurescere: mhd. sîn muot begunde ersteinen in ritterlîcher frumekeit. tr. kr. 13290 ; als ir hërze ersteinet…

gestein

DWB

gestein , n. , coll. zu stein ( s. d. ), ahd. ca-, ki-, gisteini, mhd. und älter nhd. gesteine. nebenform gesteinte, gesteinze, s. ge II, 1,…

gesteine

Lexer

ge-steine stn. BMZ edelsteine, schmuck davon, allgem. ( gewönl. mit dem adj. edel); die figuren im schachspiel Gudr. Wig. Geo. 149. vgl. ges…

gesteinen

KöblerMhd

gesteinen , sw. V. nhd. mit Steinen besetzen, mit Edelsteinen besetzen, Marksteine setzen, mit Marksteinen versehen (V.), abgrenzen, steinig…

Steine

Campe

† Die Steine , Mz. — n , die Karausche (Cyprinus carassias L .). Nemnich.

urstein

DWB

urstein , m. , was urgestein. für granit Campe verd. wb. (1813) 342 a ; vgl. grundstein: jener ( Moses ) hat die schon eingegrabenen gebote …

Verstein

RhWB

Ver-stein Ahrw m.: der St., auf dem der Schuster die Sohlen weich klopft.

versteine

BMZ

versteine swv. tödte durch steinigen. die selben gar unreinen die hülf wir iu versteinen und ûf den hürden brennen frauend. 6,18. vgl. RA. 6…

versteinen

DWB

versteinen , verb. , berührt sich in der bedeutung mit versteinern, versteinigen. Campe führt einen autor an, der folgenden sonderungsvorsch…

versteinung

DWB

versteinung , f. , erhält sich nur in der ersten verwendung in technischer sprache; in der zweiten ist es von versteinerung verdrängt worden…