ob,
adv. und präpos. ahd. oba, opa, obe,
mhd. obe, ob
gehört mit auf,
oben, über
zu sanskr. upa,
griech. ὑπό,
lat. sub. L. Meyer
goth. gr. 423. Curtius
grundz.3 272. II.
adv. oben, über, nur noch gebraucht in zusammensetzungen wie obacht, obdach, obhut, obliegen, obmann, obsiegen
u. s. w., ferner in participien obgedacht, obgenannt, oberwähnt, obberührt
u. s. w. (
im obigen, im vorhergehenden genannt u. s. w.),
die im ältern nhd. viel häufiger vorkommen: und dankt got in dem himel ob. Murner
geuchm. m 1
b; wie ob stedt (
steht).
Eulensp. 145,
zusammengerückt obsteet Schwarzenberg 108
b. Forer
fischb. 57
b. Kirchhof
discipl. milit. vorr.; in obstehendem lehrsatz. Kant 8, 489; wie oblaut
Zimm. chron. 4, 234, 10. Götz v. Berl. 11. 18;
participia prät. (
vgl.oben 1,
b, δ),
z. b. obangedeutet S. Bürster 106; obangezogen Lennep
lands. 2, 112
a.
Mainzer landr. XXI § 6.
österr. weisth. 6, 402, 6; obangeregt 185, 27; obbegriffen 72, 28; obbehört
Zimm. chron. 1, 136, 20; obbelobt Hahn
histor. 4, 4
anm. d; obbemeldt Aventin. 5, 506, 7.
Zimm. chr. 1, 141, 3.
österr. weisth. 6, 4, 2
u. oft; obbemeldeter maszen Wieland,
Merck briefs. 2, 261; obberürt Luther 3, 102
a. Schwarzenberg 139
b; obbeschriben
österr. weisth. 6, 139, 28; obbestimbt 137, 3; die obbestrickten (
oben erwähnten). Lohenstein
Arm. 1, 362
a; obernannt (
oben genannt) Lennep
lands. 2, 69
a. 77
a; oberwähnt
Felsenb. 1, 56. Göthe 21, 218; oberzelt, oberzählt Frank
weltb. 11
b. Ryff
chir. 139
b. Fischart
bienenk. 36
a. S. Bürster 45; obgedacht Wickram
der irr reitend bilger B 3
bl. 4. S. Bürster 63. 122. Göthe 29, 299
H.; ob-gefeltes urteil H. Sachs 8, 171, 28; obgehört
Zimm. chron. 1, 179, 34. Götz v. Berl. 78; obgelobt Meyer
bei Göthe 37, 346; ob gemelt
und obgemelt H. Sachs 11, 228. 33. 239, 27.
F. Platter 196
B. Schuppius 570. 674, obgemeldet Göthe 31, 85. 55, 11; obgenannt 31, 216; obgerurt Lennep
lands. 2, 37
a; obgesagt Luther 3, 409
b. S. Bürster 93; obgesetzt 243. Butschky
Patm. 382; wie obvermeldt Kirchhof
wendunm. 255
a; obgezeigt
Siegfr. v. Lindenberg 2, 95. 148. IIII.
präposition, gegensatz zu nied (
sp. 741),
nun veraltet und nur in gehobener rede verwendet. vgl. Staub-Tobler
schweiz. idiot. 1, 48
ff. II@11)
räumlich mit dativ. II@1@aa)
über, oberhalb: ahd. kapfetun sie lango ... mit hanton oba then ougon. Otfrid 5, 17, 37;
mhd. obe den rippenzwuo schulter likkent.
Milstäter genesis 6, 25; dô Sîfrit ob dem brunnen tranc.
Nibel. 922, 1;
nhd. im grunt oder ob dem wasser. Tucher
baumeisterb. 122, 14; under dem nabel und ob den knieen.
fastn. sp. 323, 26; so wirff ich sei nider und schütt ob ir mein gefider.
Erlauer spiele 3, 133
Kummer; wann ob der hand nit wer ir schnit. S. Brant 79, 15; wenn mein herrligkeit fur uber gehet, wil ich dich in der felskluft lassen stehen, und meine hand sol ob dir halten, bis ich furuber gehe.
2 Mos. 23, 22; er (
gott) schweb ... ob allen dingen. Aventin. 4, 423, 20; arn und raben .. in lüften ob uns schwebend. 385, 33 (
vgl. obschweben); ob der stat stund am himel klar ein fewrig schwerd. H. Sachs 1, 319, 15; so hoch der himmel ist ob der erd. 6, 277, 32; die brucken ob der Tiber. Ayrer 357, 1; das tach ob der bruck. Hug
Villinger chron. 67; do fiell der stein ettlich klafter ob mier (
oberhalb im graben) nider. Th. Platter 12
B.; er sahe den engel ob seinem haupt. Reiszner
Jerus. 102
a; ob der linken brust. Fischart
Garg. (1582) 262
b; ob der Engelsburg.
bienenk. 207
a; der blieb in der luft ob ihn schweben.
ganskönig A 2
b; fliegen nicht sonderlich hoch ob dem wasser. Forer
fischb. 18
a; diese trauben kocht man ob einem guten hellen feuer in einem kessel. Tabernaemontanus 1283; got, der zuvor ob dem gestirn gesessen. Weckherlin 311; die schwalb gleich als ein pfeil ob dem flusz herflieget. 759; und wasz doch für ein schein erzeigt sich ob dem hausz? Rompler 27; dein gnad lasz ob uns schweben. Corner,
Kehrein kirchenl. 1, 21, 9; die gottliche gnad wird schwerlich ob ihm schweben. Schuppius 443; das grausame gestirn, das ob Amanden steht. Wieland
Oberon 9, 34; (
sie) hielten ob ihm ihre hand. Herder
Cid 56; (
die hoffnung) hält versprechend ihn (
kranz) ob jenem ziel, das deinen tagen aufgesteckt ist. Göthe 10, 42; als ich (
Jupiter) ob Argos flog, kam wallend mir ein opferdampf entgegen aus meinen tempeln. Schiller 1, 331; .. ob des todenreiches thoren mein leben schwindelnd hängt. 235; ob dem altar hing eine mutter gottes, ein schlecht gemälde wars. 12, 135 (
Piccol. 3, 3); fern ob dem blauen strome, am felsen wild und schroff. Matthisson 136; die flut stand funfzehn ellen hoch ob bergen. Rückert 3, 337; siehst du hoch ob meinem haupte jenen vogel? R. Reinick
lieder 170; (
wenn) lauter donner ob uns brüllt. Usteri 3, 5; Rothenburg ob der Tauber (
auf einer höhe oberhalb der Tauber liegend). Schm.
2 1, 16 (uf der Thauber L. Fries
bauernkrieg 1, 41. 57). II@1@bb)
über, auf: ahd. gianga er .. oba themo waʒare thâr, fasto oba ther undu (auf dem meer
Matth. 14, 25). Otfrid 3, 8, 17
f.; mhd. hey waʒ rôter vankenob sîme helme gelac!
Nib. 1990, 4; dô truoc er ob der brünneein wâfen alsô breit. 1472, 3; diu wahtel ... iʒt etleich vergiftig sâmen, und dar umb versmæhent si etleich weis läut ob irn tischen (
vergl. 2). Megenberg 183, 23;
nhd. die (
leichen) stuenden all noch ob der erden in truchen. B. Zink 69, 30; die priester wurden ob dem altar erwürgt. Aventin. 4, 1139, 28; übelthäter ob der herren grund dem gericht zu antwurten.
östr. weisth. 6, 234, 34 (16.
jh.); nun gieng der herzog ob dem plaz ... umbher, sprach dem volk zu. Kiechel
reisen 65; das es (
pferd) sich mit groszer müeh mit den füeszen ob dem eis erhüelte. 77; all menschen ob aim haufen (
alle zusammen) .. begern reich und selig zu sein. Aventin. 5, 36, 12; erwürgtens all ob ainem haufen. 261, 17; alle miteinander ob einem hauffen. Wickram
rollw. 169, 17; ob einander,
s. obeinander; die rufen, so ob den geschwären wachsen. Tabernaemont. 968; gerät, so ob der stangen hieng. Lindener
schwankb. 12
Lichtenstein; ob den eieren sitzen, bruoten,
in ovis sedere Frisius 1194
a; da sizt sie (
spinne) nun .. ob ihrem wunderding, das sie zur welt gebohren. Schiller 1, 300;
uneigentlich: feind, so in ob dem hals lä
gen. Aventin. 4, 1174, 21; ob dem halsz stehn. Ayrer 3259, 9. II@1@cc)
nach oben: alem. ob sich,
zusammengerückt obsich,
über sich, aufwärts, gegensatz zu niedsich (
sp. 741,
wo auch belege für obsich): sie sieht niemer ob sich uf den boum. Keisersberg
seelenpar. 128
b; den schenckel strecken ob sich gegen dem rucken. Ryff
chir. 140
a; obsich werts. Bechius
Agric. 157. II@1@dd)
gegenüber, vor: und stehe mir ob augen. Spee
g. tug. 16. 613; in allen dingen die gerechtigkeit ob augen haben. Philander (1650) 2, 493. II@1@ee)
der geo- und topographischen lage nach, oberhalb und jenseits: ob disen bei dem Rhein wonen die Sycambri. Frank
weltb. 27
b; ein meil ob Rheinfelden ligt die statt Seckingen. Wurstisen 66; er kauft ein heusle ... ob dem bach.
Zimm. chron. 4, 253, 17; (
die grenze geht) ob der selbigen straszen .. nach der obern straszen ob der fronwisen.
österr. weisth. 6, 246, 3; das land ob dem Lech. Aventin. 5, 643, 8, ob der Sau. 1161, 28; ob dem Wald, ob der Ems,
s. nied
sp. 741; das land ob der Enns. Aventin. 5, 69, 25. 368, 18; da entzündet sich im lande ob der Ens ein gefährlicher aufruhr. Schiller 8, 245. II@22)
die locale bedeutung geht, wenn das verweilen bei etwas, die beschäftigung mit etwas ausgedrückt werden soll, über in die temporale: ob (dem) tische,
bei, an dem tische, bei der mahlzeit, aber auch während der mahlzeit, ebenso ob dem mahl, ob dem essen:
mhd. dâ Dancwart mit den knehtenob den tischen saʒ.
Nibel. 1858, 3; dar umb redent witzig läut wênig ob dem tisch. Megenberg 18, 15;
nhd. ob dem tisch,
super mensam Maaler 310
a.
F. Platter 198
B.; schluegen und rauften sich ob dem tisch. Aventin. 5, 327, 19; als ich ob tisch sasz. B. Zink 107, 31; du sitzest ob tisch. Keisersberg
evang. (1517) 103
a; da man ob dem tisch sasz. Pauli 60
Öst.; zuo end sagen alle, die ob tisch sitzen, amen. Frank
weltb. 145
b; als man ob disch sasz.
Zimm. chron. 1, 289, 16. 26; so baldt das der frawen ob disch furkame. 289, 20; dergleichen hendel sein im vil begegnet, insonderhait einsmal .. ob disch. 4, 173, 38; von der zucht ob disch. Weller
dichtungen des 16.
jahrh. 67; jucken und kratzen niemand sol ob einem disch (
bei, während einer mahlzeit). 68; dasz er nicht oft das glasz erwisch, und wenig esz ob solchem disch. Scheidt
Grobian. 1659; (ich wil) singen frisch, frOelich ob tisch. Fischart
Garg. 92
b; er hat ob tisch offentlich geredt. Reiszner
Jerus. 2, 96
a; ein versottenes bein unter kraut oder ruben, in welchem man ob tisch das marck suecht. Rompler
gebüsch seiner reimgetichte, s. 18
der vorr. — ob dem maal,
inter, super coenam. Maaler 310
a; ob dem essen und trinken,
in cibo et vino. ebenda; ob dem nachtessen.
F. Platter 148. 184. 202
B.; Nero hat seinen bruder ob dem essen mit gift getödtet. Reiszner
Jerus. 2, 83
a; und sitzen geren oben an in schulen und auch ob dem essen. H. Sachs 6, 376, 3;
ähnlich ob einem buche, ob den büchern: man wird mich nit ob den bchern wie Archimedem erstechen. Fischart
Garg. (1582) 241
b; er sitzt mit dem Wendelin drinne ob einem heilgen buche. Tieck 2, 35; ob einem alten buche bring ich die stunden hin. Uhland (1879) 2, 138. II@33) ob
drückt ein übertreffen, einen vorzug oder eine herrschaft aus II@3@aa)
über eine bestimmte zahl hinaus, mehr als, wobei (
wie überhaupt bei zahl- und maszbestimmungen)
flexionslosigkeit des substantivs und damit ein scheinbarer accusativ eintreten kann, doch kommt auch wirkliche rection des accusativs vor: ob 400 mannen ... eilten den feinden nach. B. Zink 39, 14; (
es wurden) ob 1200 dorffer verhert und verprant. Meisterlin 288, 25; ob 37 klofter lank. Tucher
baumeisterbuch 318, 24; schluog man ob 6 tuszend man zuo tod. Hug
Villinger chron. 23; ob tussend guldin. 175; es warend ob den tausigen,
erant super mille Maaler 310
a; sie erschluogen ob hundert person. Wurstisen 189; in der statt Jerusalem sint ob zehen tausent juden verdorben. Reiszner
Jerus. 2, 89; das wesen wärt ob vierzehen tagen. S. Brant 110
b, 87; nun han ich gelebt ob hundert jar. Salat
verl. sohn 1376
Baechtold; ich und mein eltern haben fürwar mein schenkstatt ob die achtzig jahr. Ayrer 1525, 13; wie ... ob 300 jarn gehalten ist worden.
österr. weisth. 1, 1, 4 (17.
jahrh.). II@3@bb)
übertreffen und vorzug bezeichnend, vor: mhd. ein wort ob allen worten entslôʒ dîner ôren porten. Walther 5, 23; wande iuwer stimme diu ist .. ob aller kurzwîle ein gimme.
Gudrun 395, 4;
nhd. got grüesz euch ... ob allen frauen mein liebste junkfrau.
fastn. sp. 409, 5; als ich dich werdt und lieb hielt ob allen dienern.
Bocc. 33
a; ich han euwer tochter lieb ob allen frawen. 33
b; das die schwerste sünde ist und abgötterei ob allen abgöttereien. Luther 1, 32
a; die ob allen opfern am besten dir gefallen. H. Sachs 6, 286, 26; denn er ist klug und weisz ob allen. Waldis
Es. 2, 65, 30; mein trost ob allen weiben! Uhland
volksl. 131; sie liebt mir ob ihn allen. Leisentrit,
Kehrein kirchenl. 1, 49, 3; erwöhlend euch ob andern allen. Weckherlin 356; die war die schönste ob allen.
buch d. liebe 41
d; die, so dir ob allen dingen lieb ist.
Galmy 305; du lässest dir gefallen die nährerin des glücks, die gottesfurcht, ob allen. Rist
Parnasz 369. II@3@cc)
das höherstehen und vorgesetztsein, eine macht und herrschaft bezeichnend, über: mhd. wol wær er künic rîch ob wîten fürsten landen.
Nibel. 394, 7; küngîn ob allen frouwen. Walther 77, 12;
nhd. hette er ein ... gebten meister ob ime. Fronsperger
kriegsb. 1, 106
a; so es (
das kind) ein wenig ersterket, so ist .. strafen und bedreuen der eltern und zuchtmeister ob im. Wirsung
arzneib. 2; sein vorsatz wird von dem, der ob uns ist, gelänkt. Rompler 127; (
richter) denk, dasz ein richter ob dir sei. Simrock
sprichw. 457; gebeut mit frohem mute ob meinem gut und blute. Rückert 1, 50. II@44) ob einem halten,
zu einem halten, an etwas festhalten zum schutze oder aus anhänglichkeit und treue (
th. 4
2, 276): die hielten ob den juden hart und errettetens. Aventin. 5, 484, 22; wirt in von den parteien heimlich vil geschenkt, damit man ob inen halt. 362, 21; und halte ob dem wort, das gewis ist.
Tit. 1, 9; (
sie) setzen sich wider mich darumb, das ich ob dem guten halte.
ps. 38, 21; sondern halt fest .. ob den statuten unverzagt. Ringwald
laut. w. 213; ich will nemen keinen gmahl, ob euch hart halten wie der stahl. Ayrer 1217, 26; dann wer gott fürcht, der liebt auch ihn und helt ob seinen worten. 2129, 11. II@55) ob
bezeichnet den grund und anlasz, über, wegen; schon ahd. opa deru sahhu,
quam ob rem Graff 1, 79.
nhd. II@5@aa)
mit dem dativ (
vgl.ab th. 1, 7,
mit dem es wechselt): ir herren, erschreckt nicht ob den gesten.
fastn. sp. 372, 4; euch zu ermanen, das ir ob dem glauben kempfet.
Judas 3; (
wir wollen) die königin trösten thun ob ihrem erstgebornen sun. H. Sachs 8, 34, 4; ob der that musz ich gleich erstummen. 121, 3; und prüsten sich ob gottes gaben. 10, 36, 31; ob uns sie sich auch hat beschwerd. Ayrer 1964, 28; er verwunderte sich ob dem volke. Rihel
Liv. 3; ob welchem (
anblicke) der könig heftig erschrocken. Kirchhof
wendunm. 122
a; dasz er gleich ob im erschrack. Wickram
rollw. 47; diese fisch ob dem donner sehr erstarren. Forer
fischb. 180
a; ob solchem unwesen. Schuppius 677; der geist ereifferte sich ob solchem beginnen. Widmann
Fausts leben 140
K.; wie sehr hat sich Holland ob madamen reise entsetzet. Leibnitz 1, 180; gesang, ob dem die nachtigall schweigt. E. v. Kleist 1, 14; sei stolz ob meiner heraufkunft. Klopstock
Mess. 2, 178; die beiden armen seelen starben vor freuden fast ob dem gericht. Wieland 9, 205; ohne murren ob der kleinen mühe. Gökingk 1, 220; staune dann noch ob dem wunder. Bürger 73
b; erstaunt ich ob der öden gänge schweigsamkeit. Göthe 41, 186; wir .. stauneten ob der erscheinung. Voss
Il. 2, 320; was jammerst du ob der vollbrachten that? Stolberg 14, 189; ich schrie wieder und verwunderte mich ob meiner stimme.
F. Müller 1, 17; du zankest immer und ob allem. Pestalozzi 4, 95; entrüstet fand ich diese graden seelen ob dem gewaltsam neuen regiment. Schiller 13, 318 (
Tell 2, 2); doch hätt ich das andre vergessen ob all dem edeln wein. Uhland (1879) 2, 47; ob jener maid, mit welcher ihr geredt, habt ihr zu lang verweilet an der stell. 167; erschrick nicht ob meiner wiederkunft. 3, 192; lach, o weiser, nicht ob jenem, der gefallen. Rückert
Bostan 114, 7; ob diesen dingen hier kommt mich bewundrung
an. 219, 8; des königs rache ob der plötzlich erneuerten Slavennoth. Dahlmann
dän. gesch. 1, 300; die klügeren lachten ob der neuen mode. Auerbach
ges. schriften 8, 143; er schalt sie ob ihrer langsamkeit. 186. II@5@bb)
mit dem genetiv, der manchmal auch schon unter a beim femin. (
da der genetiv und dativ sing. gleichlautet)
verstanden sein kann: der nicht weisz, wie ihm geschah ob der wunder, die er sah! Stolberg 1, 185; ihr staunet mich an, ihr seid verwundert ob des seltsamen geräthes in meiner hand. Schiller 13, 178 (
jungfr. v. Orl., prolog 3);
dieser genetiv ist wol durch ausgelassenes wegen
zu erklären: da hat es (
das pferd) ob solches wegen über einen berg herab gestürzt.
esels adel (1617) 12.