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Finger

ae. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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26 in 24 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Finger Pl., Dat., Dat., Akk.

Bd. 2, Sp. 905
Wossidia Finger Pl. Finger, Fingern, Fingers m. Finger; im Pl. überwiegt die endungslose Form; im Dat. aber ist das alte -n häufig bewahrt, und von hier, wie auch nach dem Muster fem. Subst. auf -er wie Fedder, Ledder hat es sich auf den gesamten Pl. ausgebreitet; Fingers begegnet nur Mark. 7, 33; Belege für den Dat.: von de Fingern Reut. 3, 436; mit fif Fingern (1885) WaWaren@RöbelRöb; uppe Fingern nahtellen (1885) RoRostock@KlockenhagenKlock; Nom., Akk.: lange Fingern maken SchwSchwerin@PampowPamp; in dei Fingern krigen: Zier. Plaugf. 83; zumeist aber wird Finger gesagt und geschrieben; digitus 'ein Finger' Chytr. 112. 1. als Glied der Hand; die Teile des Fingers sind de Dopp die Fingerkuppe oder -spitze, de Nagel der Fingernagel, dat Lid das Fingerglied und de Knœwel das Verbindungsgelenk mit der Hand. Die lebenswichtige Rolle des Fingers als Tastorgan und bei Arbeit und Spiel hält die Sprache in Redewendungen, die häufig übertragenen Sinn haben, fest; zum Kinde, das sich den Finger verletzt hat, sagt die Mutter: Oh, wo kann di de Finger weih daun, is jo noch 'n Arm lang von 'n Liw af Wo. V. 3, 537; dat schad't min Moder nicks, dat mi de Fingern frieren, säd' de Jung', worüm knütt't se mi kein Hanschen 850; wenn sick dei man nich in 'n Finger snäden hett sich in der Sache verrechnet hat Ro; sick de Finger verbrennen einen Mißerfolg haben, eine Absage erhalten, sich einen Korb holen allgem.; mi jœken de Fingern dem leidenschaftlichen Kartenspieler, der nach einem Spiel verlangt HaHagenow@Kirch JesarKJes; dor krümm ick keinen Finger üm bemühe mich nicht darum ebda; (sie) hadd sindag nich ehr Finger in koll Water stippt Reut. 7, 470; un ded nich Hand noch Finger rögen 5, 137; Krischan würr sick ehrer den Finger afbieten, as sin Reis'geld angriepen H. Schröd. Buerh. 2, 127; Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand sind die Schwurfinger: 'vormiddelst eren utgestreckkeden armen und upgerichteden vingern' (Wi 1530) F. Crull Goldschm. Anl. 4; sick wat ut de Fingern sugen sich eine unhaltbare Meinung bilden, ein völlig unbezeugtes Gerücht aufbringen allgem.; dem noch ungewöhnten Kalb wird ein Finger ins Maul gesteckt, damit es daran wie an einer Euterzitze sauge und dabei Milch aus der Dranktin aufnehme (Fachausdrücke börnen, wätern): du mööst em noch Finger gäben RoRostock@RibnitzRibn; Wa; übertr. vom Trinker und Säufer: dee süppt (tuscht) ahn Finger Wa; StaStargard@GrammertinGramm; krumm, lang' Finger maken stehlen allgem.; abergläubische Hebammen pflegten dem Kinde die Nägel abzubeißen, süs maakt he lang' Finger LuLudwigslust@LaupinLaup; köpen mit fif Fingern un 'n Griff lange Finger machen Mi 21b, mit dem Zusatz un dree Minuten Angst (1887) WaWaren@RöbelRöb; ähnl.: denn' stahn de Finger to 'n Gripen dem Habgierigen Wa; denn' sünd de Finger dornah wussen, d. h. lang ebda; scherzhaft wird in diesen Vorstellungskreis auch Mudder Griepsch einbezogen: de Ollsch mit de langen Fingern Ha@Gramm; von jem., der nichts liegen lassen kann: dee hett Pick an de Fingern HaHagenow@Kirch JesarKJes; prüfendes oder kosendes Betasten wird ausgedrückt durch die Wendung mit 'n glatten Finger henlangen RoRostock@RibnitzRibn. 2. feste Formeln in Verbindung mit Präpositionen, so dörch: dörch de Finger seihn einem etwas nachsehen, etwas durchgehen lassen; ältere Belege: 'gebOeret ock den Veltheren, Oversten und den HOevetlden eren Krygeslden eren Soldt to gevende unde nicht underthoslande ... noch einer mit dem anderen dorch de vynger tho seende' Gry. Lb. 1, D d 2a; 'dewyle ... se ... mit dem floke der vorflOekeden Lde dOerch de finger seen' 2, H 1a; 'wenn de weltlike Oevericheit sleprich in erem Ampte ys unde nicht ... de horerye ... ane ansehent der Personen ... straffet, sondern dorch de Vinger sth' 2, P 3b; in: wat in de Finger hebben in verschiedener Tätigkeit bearbeiten, z. B.: dat (den Acker) hebben wi noch nich in de Finger hatt bestellt RoRostock@RibnitzRibn; denn' (das Pferd) heff 'ck in de Finger hatt zugefahren, -geritten HaHagenow@RedefinRed; ebenso in de Finger krigen erhalten, bekommen: Geld hadd' hei sinleder nich in dei Fingern kregen Zier. Plaugf. 83; mank: sin Finger allerwäg's mank hebben sich in alle, in fremde Angelegenheiten einmischen HaHagenow@Kirch JesarKJes; mit: is nich wit, dor kann 'n mit 'n Finger henwisen WaWaren@RöbelRöb; dee ett so väl (iron.), dat 'n dat mit 'n Finger aflangen kann ebda; 'Dar werde wy myt vingeren wiset' Red. Ost. 973; üm: ick kann em mi üm 'n lütten Finger wickeln er ist gefügig HaHagenow@Kirch JesarKJes; up: uppe Fingern nahtellen an den Fingern RoRostock@KlockenhagenKlock; Kannst up din Finger di nahtellen Ratz. Mitt. 11, 42; einen up de Fingern föhlen jem. auf den Zahn fühlen, ihn erproben WiWismar@KirchdorfKirchd; einen scharp up de Fingern kiken jem. scharf beobachten HaHagenow@Kirch JesarKJes; einen uppe Finger kloppen eig. als Strafe, übertr. zurechtweisen; weck (Prügel) up de Fingern krigen: Wo. V. 2, 642; twischen: einen twischen de Fingern hebben jem. mit den Händen festhalten und zurichten, allgem.; ick möt wat twischen de Finger hebben muß eine Beschäftigung haben WaWaren@JabelJab; dat is em all twischen de Fingern rut gahn SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd. 3. die Finger einer Hand als Gesamtheit: 'Darna weren se ... under sick so einich als vyff Vinger in einer Handt' Gry. Lb. 1, Ii 4b; köpen mit fif Fingern un 'n Griff stehlen, s. ob. 1; fif Finger sünd bäter as 'n Booshaken ermunternde Zurede an den, der zaudert zuzufassen Schö; SchöSchönberg@DassowDass; ... sünd so got as 'n Booshaken was man mit der Hand gefaßt hat, muß man nicht leicht fahren lassen Jeppe 21; Horn Selmsd. 1, 610; Prügel werden so angedroht: lat mi nich de fif Fingern lang maken WaWaren@Klein LuckowKLuck; em flüggt ne Hand mit fif Finger int Gesicht RoRostock@BörgerendeBörg; für sich bleibt nicht selten der Daumen, und die übrigen Finger werden als Einheit zusammengefaßt: stimmen deit 't, säd' de Buer, vier Fingern in 'n Noors, blifft de Dumen buten Wa; in einem Segen gegen das Rügg'blaut der Kühe heißt es: de Dum un de vier Finger sœlen di krigen (greifen) Wo. V. 3, S. 325; die vier Fühler der Schnecke werden im Kinderreim als Finger benannt: Snickermus, kumm herut, Stäk din vier vier Fingern ut Wo. V. 2, 1353, woraus, ins Zählen geratend, die Fassungen: stäk din vier, fif Fingern ut und din dree, vier Fingern; ohne Zahlenangabe: stäk din Finger un Hörning ut ebda; stäk din lütten Fingers ut 1355. 4. die Finger einzeln; die bevorzugte Stellung des Daumens im Fingermärchen und seine besonderen Aufgaben s. ob. Dum; der Zeigefinger ist naschhaft und heißt daher de Botterlicker; Wo. V. 3,291 zählt folgende gleichbedeutende Namen aus Kinderreimen auf: Pötten-, Töller-, Läpel-, Rohm-, Sirups-, Potenlicker, Lickepot, Botter-, Fett-, Pötten-, Zirupsstipper, Botterfräter, Pottjohann, Stipp inne Pann; im Fingerreim schüttelt er die Pflaumen, danach bekommt er auch den Namen Plummenschürrer; andernorts ist er de Nœtknacker, Stœkerjohann, Ööschenplücker, Püttenklarrer ebda 291; nach seiner Länge wird der Mittelfinger als Langemann, -finger, -meier, Langmarl, lang' Marten, lang' David, lang' Jakob, lang' Hans, lang' Johann, Lang'hals, Langelock, Langrecker, Langenstaken, grot Johann, de grote Mann bezeichnet ebda; der Ringfinger heißt Gold-, Golle-, Gäleringer, Goldjohann, auch Ringfinger selbst, ferner jung' Johann und Eddelmann ebda; nach Fr. Griese Gillhoff 141 ist er im deutschen Volksglauben der Arzt unter den Fingern; als der Daumen ins Wasser fällt und seine Brüder ihn herausziehen und ins Bett legen, deckt er ihn zu, vgl. den Reim: Dee hett int Water lägen, dee hett 'n wedder rut krägen, dee hett 'n int Bedd' leggt, dee hett 'n todeckt, de hett 't nahseggt Wo. V. 3, 301 a; dem lütten Finger weisen Volksglaube und Fingerreime die Rolle des Ansagers zu: ist der Daumen in den Graben gefallen, dann meldet es der Kleine Vater und Mutter; das tut er auch, wenn die Brüder Obst stehlen: Dit is de Dum, dee schüttelt de Plum', dee läs't s' up, dee frett s' up, dee lütt geiht hen un seggt 't Muddern 298; er ißt den Brüdern heimlich alles weg, wenn sie ein Schwein geschlachtet, Brot gebacken oder ein Mahl bereitet haben: 'Daumen kauft Ochsen, Fingerring bringt heim, Langmann sticht tot, Michel macht Wurst, der kleine Schelm frißt sie alle wieder auf' 303; die ursprünglich der ganzen Hand eigene Gabe des Weissagens ist auf ihn übergegangen; darum fragt ihn der unsichere Schüler: lütte Finger, segg' mi mal, wat ick Ostern mit rutkam (versetzt werde) Ro; als kleiner, aber bedeutsamer Körperteil in allerlei Lagen: dee (der Junker) bitt sick jo leiwersten den lütten Finger af, ihr hei ... (de) inslacht'ten Buern ... ut de Päk wedder ruter gifft Bri. 5, 56; 2, 220; di stöt ick jo mit 'n lütten Finger in de Eck droht man dem Gegner SchwSchwerin@ZickhusenZickh; wenn eine Frau den Faden zu dick spinnt, heißt es von ihr: dei hett nah 'n lütten Finger Mat nahmen (1887) HaHagenow@RedefinRed; von Wo. sagte eine Frau zu ihrem Mann: dei Mann hett mihr in sinen lütten Finger as wi in uns' ganz Liw (1911) RoRostock@AlthofAlth; Rückfrage im Kartenspiel: Stäk em! Womit? Mit 'n lütten Finger? (1910) WaWaren@Klein LuckowKLuck; auf die Frage wo olt büst du? wird erwidert as min lütt Finger (1885) Ro; Wa; Versicherung: dat he dor nich 'n lütten Finger mit mank hatt hett Bri. 2, 266. 5. Fingerspiele: micare digitis 'mit fingeren spelen' Chytr. 304; von neuen Spielen werden folgende aus PaParchim@WulfsahlWulfs mitgeteilt: die Finger krabbeln am Arm eines anderen Kindes hoch; es wird dabei gesprochen: 'Schornsteinfeger Lante Ging nach seiner Tante, Wollt ein Stückchen Kuchen haben, Sagte nicht mal danke'; bei 'danke' wird in den Arm gekniffen. — Die Innen flächen der beiden Hände werden gegeneinander gelegt, die Finger zeigen nach oben; nun legt man den rechten Zeigefinger nach links, den linken nach rechts hinüber: der Ladentisch; ein kleiner Finger wird nach vorn gebogen: der Kaufmann; die beiden Daumen stehn davor: Schulze und Müller; beim Aufsagen der folgenden Verse werden die entsprechenden Bewegungen gemacht: 'Müller und Schulze stehn vorm Laden, Woll'n für 'n Sechser Käse haben. Für 'n Sechser Käse gibt es nicht! Müller und Schulze prügeln sich. Kam der Polizist, Steckt sie in die Kist (die Daumen unter die Zeigefinger), Kam die Polizei, Macht sie wieder frei (die Daumen kommen wieder heraus)'; dazu bringt Wo. V. 3, 305 eine Anzahl abweichender Fassungen, vgl.: ... Greten seggt, för 'n Schilling Kes', Hans dee seggt, dat gifft dat nich, Hans un Greten prügeln sick; 'Da kömmt die löbliche Polizei, Reißt Schulz und Müller die Hosen entzwei'. — Der Handrücken der rechten Hand wird gegen den der linken gelegt; darauf werden die kleinen, die Ring- und die Mittelfinger eingehakt, Daumen und Zeigefinger werden bewegt und dabei gesprochen: 'Zwei Mädchen wollten Wasser holen, zwei Knaben wollten pumpen'. Ohne die Finger zu lösen, wird die rechte Hand nach links gekantet und beide Hände nach unten herum gedreht; Zeige finger und Daumen der linken Hand bilden einen Ring, durch den der Daumen der rechten Hand geschoben wird; dazu wird gesprochen: 'Da schaut der Herr zum Fenster raus und sagt: Ihr dummen Lumpen, Was habt ihr hier zu pumpen? (Der Daumen verschwindet) Der Herr geht rein, Trinkt ein Glas Wein; (Der Daumen kommt heraus) Der Herr geht raus, Da rissen alle aus (Die Hände werden auseinander gerissen)'; oder ähnlich, wobei nur die kleinen Finger eingehakt werden: 'Vier Mädchen wollten Wasser holen, vier Knaben wollten pumpen; Da schaut der Herr zum Fenster raus und sagt: Wartet, ihr Halunken, Ihr habt die ganze Nacht gepumpt und habt die Pumpe leer gepumpt! Nun geht und laßt das Pumpen!' Andere Fassungen bei Wo. V. 3, 306. — Die Hände zeigen mit dem Rücken nach oben; die gespreizten Finger schieben sich so ineinander, daß die Finger unter den Handtellern liegen: Straßenbahnwagen; die Daumen stehn aufrecht davor: Schaffner und Fahrgast; es wird gesprochen: 'Herr Schaffner, lassen Sie mich mitfahren, hab mich so abgehetzt'; die Hände werden umgedreht, so daß die Fingerspitzen nach oben zeigen, und dann wird gesprochen: 'Tut mir leid, mein lieber Herr, der Wagen ist besetzt!' — Die Fäuste werden mit den hochgereckten Daumen vor den Leib gehalten. Es sind die Zwerge, welche die Bewegungen ausführen: 'Himpelchen und Pimpelchen stiegen auf einen Berg (die Fäuste bewegen sich steigend). Himpelchen war ein Heinzelmann und Pimpelchen ein Zwerg (Verbeugung der Daumen). Sie stiegen auf des Berges Spitze Und winkten mit ihrer Zipfelmütze (die Daumen steigen und winken). Aber nach sieben und zwanzig Wochen Da sind sie in den Berg gekrochen (Rechter Daumen unter die linke Achsel, linker unter die rechte Achsel). Da schlafen sie nun in guter Ruh (der Kopf neigt sich wie zum Schlaf). Nun sei mal still und hör hübsch zu: ch- ch- ch- ch (sie schnarchen). Da guckt Himpelchen, Da guckt Pimpelchen. Hurra! Nun sind sie wieder da!' (Beide Daumen kommen nacheinander wieder zum Vorschein). — Das Kind soll in rascher Folge, mit dem Finger auf die Unterlippe tippend, diese gegen die Oberlippe schnellen lassen: Mak mal Brümmken (Brümming) Wo. V. 3, 263; s. Brumm (2, 19). 6. Aberglaube und volkstümliche Überlieferung: die Bedeutung weißer Flecke auf den Fingernägeln ist 1, 935 mitgeteilt; beim Gewitter darf man nicht mit dem Finger nach dem Blitz zeigen, sonst schlägt der Blitz nach einem Bartsch 2, 205; wer in der Nacht mit dem Finger nach den Sternen zeigt, sticht dem lieben Herrgott ein Auge aus 201; jeder Finger, welcher bei einem Mädchen, wenn er gezogen wird, im Gelenk knackt, bedeutet einen Freier 57; wenn sich ein Mädchen beim Nähen eines Hemdes in den Finger sticht, so bekommt es in dem Hemde einen Kuß oder verlobt sich in dem Hemde HaHagenow@Kirch JesarKJes; wenn das Kind im Bett Brot ißt, denn kamen de Müs' un fräten em de Fingern af Wo. V. 3, 171; in der Sage vom Teufel, der gern Geige spielen möchte, muß dieser seine Finger, die der Geselle ihm erst reinigen will, in den Schraubstock stecken Wo. Sag. 1, 203; ähnlich 204. 7. Besonderes: to 'n stiben Finger (obsz.) Krugname Nd. Kbl. 1, 67. Zss.: Düwels-, Hexen-, Lang-, Manns-, Minschen-, Putz-, Ring-, Stipp-, Stripp-, Vör-, Wis'finger. — Mnd. vinger. — Br. Wb. 1, 392; Dä. 119a; Kü. 1, 456; Me. 2, 95.
13871 Zeichen · 162 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    fingerst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    finger , st. M. (a) nhd. Finger ÜG.: lat. digitalis Gl, digitus Gl Vw.: s. lǣw-, scyte-, -docca Hw.: s. fīf?; vgl. got. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    fingerst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    finger , st. M. Vw.: s. vinger

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fingerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    finger , M. Vw.: s. vinger (1)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Finger

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Finger , des -s, plur. ut nom. sing. Dimin. das Fingerchen, Oberd. Fingerlein. 1. Überhaupt, die äußersten in mehrer…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Finger

    Goethe-Wörterbuch

    Finger Kleinschr T1,334,14 v [9.4.]87 1 Teil der menschl Hand; auch in Bildbeschreibung, gelegentl im mythol Bereich a k…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Finger

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Finger (digitus) , die kleineren, sehr beweglichen Gliedmaßen am Vordertheile der Hand. Sie bestehen aus 3 getrennten Kn…

  7. modern
    Dialekt
    Finger

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Finger [Feər allg.; Fær M. ] Pl. ebenso, nur W. teilw. Fingere n ; Demin. Fingerle ; m. 1. Finger. Langi F. han stehle…

  8. Sprichwörter
    Finger

    Wander (Sprichwörter)

    Finger 1. De êrst de Finger warin 1 hett, kriggt boll 2 de ganze Hand derin. ( Ostfries. ) – Bueren, 131; Eichwald, 508;…

  9. Spezial
    Fingerm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Finger , m палец , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit finger

366 Bildungen · 326 Erstglied · 38 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von finger

fingern + -er

finger leitet sich vom Lemma fingern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von finger 2 Komponenten

fin+ger

finger setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

finger‑ als Erstglied (30 von 326)

finger 40 und häufiger

KöblerAfries

finger 40 und häufiger , st. M. (a) nhd. Finger ne. finger (N.) ÜG.: lat. digitus AB (90, 28), AB (90, 29) Vw.: s. gold-, skot- Hw.: vgl. go…

Finger(e)teⁿ

Idiotikon

Finger(e)teⁿ Band 1, Spalte 865 Finger(e)teⁿ 1,865

Fingerbau

SHW

Finger-bau Band 2, Spalte 737-738

fingerdick

SHW

finger-dick Band 2, Spalte 737-738

Fingerhut

SHW

Finger-hut Band 2, Spalte 739-740

fingerlang

SHW

finger-lang Band 2, Spalte 739-740

finger als Zweitglied (30 von 38)

Chnolle(n)finger

Idiotikon

Chnolle(n)finger Band 1, Spalte 864 Chnolle(n)finger 1,864

diebesfinger

DWB2

diebe·s·finger

diebesfinger m. : 1727 Aler dict. 1,528 b . 1929/30 hdwb. dt. aberglauben I 2,240. d von dieben benutzte aufenthaltsorte und unterschlüpfe, …

Dūme(n)finger

Idiotikon

Dūme(n)finger Band 12, Spalte 1820 Dūme(n)finger 12,1820 o.

fünffinger

DWB

fuenf·finger

fünffinger , ein pl., die finger der hand zusammen: es schwere oder gebe gleich brieff und siegel von sich und drücke seine fünffinger gar d…

Fü(n)ffinger

Idiotikon

Fü(n)ffinger Band 1, Spalte 864 Fü(n)ffinger 1,864

goldfinger

DWB

gold·finger

goldfinger , m. , der vierte finger jeder hand, an dem gewöhnlich die ringe getragen werden. seit dem 12. jh. bezeugt, vgl. anularis goltvin…

Grōssfinger

Idiotikon

Grōssfinger Band 1, Spalte 864 Grōssfinger 1,864

herzfinger

DWB

herz·finger

herzfinger , m. goldfinger, vierter finger. Henisch 1102, 27 : folget der vierte, der gold- und herzfinger, also genannt, weil man etwa die …

Hërzfinger

Idiotikon

Hërzfinger Band 1, Spalte 864 Hërzfinger 1,864

Hēr(r)e(n)finger

Idiotikon

Hēr(r)e(n)finger Band 1, Spalte 864 Hēr(r)e(n)finger 1,864

kaufleutfinger

DWB

kaufleutfinger , m. der daumen. Henisch 1102 . Stieler 485 , wol vom geldzählen bei dem der daumen eine wichtige person ist, oder scherzhaft…

Knölplifinger

Idiotikon

Knölplifinger Band 1, Spalte 864 Knölplifinger 1,864

Lëckfinger

Idiotikon

Lëckfinger Band 1, Spalte 864 Lëckfinger 1,864

lǣwfinger

KöblerAe

lǣwfinger , st. M. (a) nhd. Zeigefinger Hw.: s. lǣwan E.: s. lǣwan, finger L.: Hh 193

mittelfinger

DWB

mittel·finger

mittelfinger , m. : mittelfinger an der hant, verpus, medius. voc. inc. theut. n 8 b ; also weit, als ein mittelmann ( mann von mittlerer gr…

Nopperifinger

Idiotikon

Nopperifinger Band 1, Spalte 864 Nopperifinger 1,864

Ohrfinger

Adelung

ohr·finger

Der Ohrfinger , des -s, plur. ut nom. sing. der fünfte und letzte Finger an der Hand, weil man vor Alters die Ohren damit zu säubern pflegte…

querfinger

DWB

quer·finger

querfinger , m. der finger der breite nach, als maszbestimmung ( die fingerbreite ), vgl. finger 6: ettliche gäng seindt nur drei quärfinger…

ringfinger

DWB

ring·finger

ringfinger , m. dieselbe bezeichnung im dän. schwed. nld. engl., digitus annularis, der goldfinger ( s. dieses ), der vierte finger vom daum…

Schwörfinger

DRW

Schwörfinger, m. zum Eid gebrauchter Finger, Schwurfinger; idR. Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand Sachhinweis: Rechtswahrzeic…

scytefinger

KöblerAe

scytefinger , st. M. (a) nhd. Zeigefinger Hw.: vgl. afries. skotfinger E.: s. scyte, finger L.: Hall/Meritt 299b

skotfinger

KöblerAfries

skot·finger

skotfinger , st. M. (a) nhd. Schießfinger, Zeigefinger ne. shooting-finger Hw.: vgl. ae. scytefinger Q.: H, S, W E.: s. skot, finger W.: nno…

Ableitungen von finger (2 von 2)

befingeren

WWB

be-fingeren V. a) betasten. — b) mit Geschick bewerkstelligen, in Ordnung bringen. Fī wett dä Sāke woa befingern ( Dor Wl ).